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Anlageskandal: S&K-Investoren droht Totalverlust

Im Skandal um die Finanzgruppe S&K müssen offenbar viele Anleger mit einem Totalverlust rechnen. Das geht nach Informationen des SPIEGEL aus ersten Untersuchungen zweier Firmen hervor. Wer sein Geld in die Produkte der Anbieter steckte, steht bei der Verteilung der Insolvenzmasse schlecht da.

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Hamburg - Der mutmaßliche Betrugsfall um die Frankfurter Firmengruppe S&K wird für viele Anleger zum Alptraum. Ihnen droht sogar ein Totalverlust ihres Geldes. Dafür spricht eine erste Auswertung von Verträgen zweier Firmen aus dem S&K-Umfeld, der Asset Trust AG und der Deutsche Sachwert Emissionshaus AG. In fast allen bislang überprüften Verträgen hat der vorläufige Insolvenzverwalter Jochen Zaremba aus der Nürnberger Kanzlei Schwartz Regelungen gefunden, wonach die Anleger bei einer Insolvenz nur als nachrangige Gläubiger gelten.

Das führt dazu, dass sie nur dann etwas bekommen, wenn vorher die Ansprüche anderer, vorrangiger Gläubiger wie Lieferanten oder Behörden zu 100 Prozent bedient worden sind. "Nur in ganz wenigen Verfahren kommt es aber vor, dass die Insolvenzmasse dafür ausreicht", sagt Zaremba und macht den geschätzt bis zu 1700 Investoren wenig Hoffnung. Immerhin in zwei der analysierten Fälle fehlt die nachteilige Regelung, bei einem Vertrag betrug die investierte Summe immerhin eine Million Euro.

Das deutet darauf hin, dass manchen Großinvestoren bessere Regelungen als Kleinsparern eingeräumt worden sein könnten. Insgesamt soll S&K von Anlegern einen dreistelligen Millionenbetrag eingesammelt haben.

Gegen Verantwortliche der Firmengruppe wird wegen des Verdachts auf Anlagebetrug im großen Stil ermittelt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sind durch ein sogenanntes Schneeballsystem Tausende Investoren geschädigt worden. Das Geld sei für den exzessiven Lebensstil der Beschuldigten verwendet worden. Die beiden Firmengründer Stephan Schäfer und Jonas Köller umgaben sich gern mit schnellen, teuren Autos und feierten ausschweifende Partys.

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1. Mein Mitleid hält sich in Grenzen
chagall1985 05.05.2013
Diese Typen haben das System kapiert und brutal ausgenutzt. Ähnlich wie einige Andere vorher. Es gibt auf dem Markt zahllose Vermögensverwalter und höchst seriöse Investments. Wenn man allerdings glaubt schlauer sein zu müssen als alle anderen und immer den höchsten Versprechungen erliegt muss man eben mit hoher Wahrscheinlichkeit dafür zahlen. Das ist so ähnlich wie Jahrelang Griechische Staatsanleihen kaufen und die Zinsen kassieren und dann jammern wenn die den Bach runter gehen. Wer solchen jämmerlichen Lappen eine Millionen anvertraut muss eigentlich eine Strafe für seine Dummheit zahlen. Der einzig interessante Punkt ist: Was und wann wussten die Banken bescheid? Und wer hat noch von diesen kriminellen profitiert?
2. Festnageln - für immer!
Orthoklas 05.05.2013
25 Jahre plus anschließender Sicherheitsverwahrung - das hilft!
3. Haftung des Fiskus'?
frank_w._abagnale 05.05.2013
Wo bleibt der Staat? Meiner Ansicht nach gibt es viele gute Gründe dafür, dass geprellte Anleger vom Staat schadlos gestellt werden sollten. Das sollte zumindest für die größeren Anlagevolumen gelten. Auf die Gewinne wären ja auch Steuern fällig gewesen.
4. Häme ist sehr selten...
zodiacmindwarp 05.05.2013
Zitat von sysopSPIEGEL TVIm Skandal um die Finanzgruppe S&K müssen offenbar viele Anleger mit einem Totalverlust rechnen. Das geht nach Informationen des SPIEGEL aus ersten Untersuchungen zweier Firmen hervor. Wer sein Geld in die Produkte der Anbieter steckte, steht bei der Verteilung der Insolvenzmasse schlecht da. Anlageskandal: Investoren von S&K droht Totalverlust - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/anlageskandal-investoren-von-s-k-droht-totalverlust-a-898125.html)
mein Ding. In diesem Falle allerdings....! ANLEGERRISIKO mkG Zodiacmindwarp
5. zwei Aktionskünstler
chrdr 05.05.2013
um ganz ehrlich zu sein hat die ganze Geschichte etwas Amüsantes. Es fällt mir schwer die beiden Schelme Köller und Schäfer zu verteufeln. Was die beiden gemacht haben ist im Grunde ein Eulenspiegelstreich von literarischem Ausmaß. Besser kann man einer Gesellschaft, die es liebt, belogen zu werden nicht den Spiegel vorhalten als diese Beiden es getan haben. Ihren Lebensstil mit Schampus, Schlampen und Schalentieren in rauhen Mengen hatten sie sich verdient.
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