Mobiles Bezahlen Apple bringt iPhone-Bezahldienst nach Deutschland

Apple will seinen mobilen Bezahldienst Apple Pay auch in Deutschland starten. Noch in diesem Jahr soll der Service eingeführt werden.

Bezahlvorgang mit Apple Pay
REUTERS

Bezahlvorgang mit Apple Pay


Apple bringt seinen mobilen Bezahldienst nach Deutschland. Noch vor Jahresende soll Apple Pay hierzulande verfügbar sein, sagt Konzernchef Tim Cook.

Wer mit Apple Pay bezahlt, kann auf seine EC- oder Kreditkarte verzichten: Zum Bezahlen reicht es, sein iPhone oder seine Apple-Uhr an ein Lesegerät zuhalten. Auch Online-Käufe und das Bezahlen in Apps sind möglich. Apple verlangt 0,15 Prozent des Umsatzes je Transaktion.

In Deutschland zieht Apple mit seinem Angebot nach, nachdem der Dienst in vielen anderen europäischen Ländern bereits funktioniert. In Frankreich, der Schweiz, Spanien oder Österreich etwa können Kunden schon länger mit Apple Pay kontaktlos bezahlen.

Offenbar will Apple das Feld nicht der Konkurrenz überlassen: Ende Juni startete Google seinen Konkurrenzdienst Google Pay und just brachten dieSparkassen ihr "Mobiles Bezahlen" auf den Markt.

Um mit Apple Pay in Geschäften bezahlen zu können, müssen Kassen die Near Field Communication (NFC) unterstützen. Ein großer Teil der Kassen in Deutschland wurde bereits dafür umgerüstet. Über NFC lassen sich Daten innerhalb weniger Zentimeter Abstand kontaktlos übertragen.

Insgesamt ist Apple Pay bisher in 24 Länder verfügbar. Im vergangenen Quartal wurden laut Apple etwa eine Milliarde Transaktionen über den Dienst abgewickelt - mehr als drei Mal so viele wie im Vorjahreszeitraum.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Textes hieß es fälschlicherweise, Händler müssen 0,15 Prozent des Umsatzes an Apple zahlen. Tatsächlich müssen das die kartenausgebenden Institute.

ire/dpa-AFXP



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loki_loker 01.08.2018
1. Mal sehen ...
wie sich das entwickelt. Ich persönlich sehe da überhaupt keinen Bedarf, mit dem Smartphone zu bezahlen, schon gar nicht gegen Gebühren. Mir reicht Bargeld und Girocard aus. Daneben gibt es noch die ganze Datenschutzproblematik, gerade bei Unternehmen aus den USA ...
z1mz1m 01.08.2018
2. Wer sollen denn die 'Institute' sein??
Bei 'Anmerkungen' : 'Tatsächlich müssen das (0,15% bezahlen) die kartenausgebenden Institute. Wer ist das, wenn doch NFC genutzt wird ??
rainerb 01.08.2018
3. Ein weiterer Schritt..
Die schleichende Bargeldabschaffung geht weiter. Der komplett gläserne Mensch wird realer. Zuerst den 500 € Schein abschaffen, dann die Höchstgrenze für Bargeldzahlungen auf 5000 € beschränken mit dem dummen Hinweis auf Terroristen, mit denen man heute alles wegargumentierend kann. Diese Grenze wird dann natürlich in den nächsten Jahren Stück für Stück weiter gesenkt, langsam, damit das dumme Volk es nicht mitkriegt. Jetzt noch Apple Pay und andere so interessante Gimmiks, die uns schmackhaft gemacht werden, dann hat man den komplett gläsernen Menschen. Jede Flasche Alkohol, jede Packung Zigaretten, Fastfood etc. ohne anonyme Bargeldzahlung und schon könnten z.B. Krankenkassen über eine Beitragserhöhung nachdenken. Utopisch? Wir sprechen uns in 10 Jahren wieder! Und alles, Kreditkartenfirmen wie VISA und Master Card sowie Apple Pay und andere kommen natürlich aus den USA. Freiheit? Mit dem Verlust des Bargeldes verschwindet ein weiterer grosser Teil unserer Freiheit. Datensammler wie Facebook oder Google sind dagegen Peanuts!
dani216 01.08.2018
4. @rainerb : ich bin da 100% bei Ihnen,
allerdings liegt es am Gesetzgeber, hier entsprechend zu regulieren. Da wird aber nichts passieren. Warum? Weil der nämlich genau dasselbe Interesse hat, jeden von uns lückenlos Gläsern zu machen. Und wer entscheidet, wer der Gesetzgeber ist? Richtig, wir selbst durch unsere Wahl. Damit schliesst sich der Kreis.
Medman 01.08.2018
5. @rainerb
Der letzte Satz hat sie disqualifiziert... Apple hat keinen Zugriff auf die gekauften Artikel, der Händler kennt nur eine einmal gültige Transaktions ID, d.h. Im Gegensatz zur „EC Karte“ weiß er gar nicht, dass jemand regelmäßig einkauft... Google und Facebook haben dagegen nur „Marketing Datenschutz“.... Also wenn man diskutiert dann bitte die Fakten der einzelnen Dienste kennen...
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