Wirtschaft


IfW-Berechnung: Arbeitsagentur droht größeres Milliardenloch

Im Haushalt der Bundesagentur für Arbeit wird im kommenden Jahr ein deutlich größeres Finanzloch klaffen als erwartet: Bei der Behörde wird Berechnungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft zufolge ein Minus von 1,65 Milliarden Euro auflaufen, berichtet das "Handelsblatt".

Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg: Reserven bald verbrauchtZur Großansicht
dpa

Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg: Reserven bald verbraucht

Düsseldorf - Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat in ihrem Haushalt für 2013 schon ein Defizit von 1,1 Milliarden Euro eingeplant. Diese stolze Summe reicht offenbar aber nicht annähernd aus: Wie das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) für das "Handelsblatt" ausgerechnet hat, wird die BA im kommenden Jahr sogar 1,65 Milliarden Euro mehr ausgeben, als sie einnimmt.

2014 werde dann ein Minus von einer weiteren Milliarde Euro auflaufen, sagte IfW-Finanzexperte Alfred Boss der Zeitung. Damit wäre der Überschuss des ablaufenden Jahres 2012 von immerhin 2,45 Milliarden Euro Ende 2014 komplett aufgebraucht. Falls dann kein Aufschwung einsetzt, braucht die BA Geld vom Bund.

Ein Auslöser für die drohenden Finanzprobleme der BA ist der erwartete Anstieg der Arbeitslosigkeit im kommenden Jahr. Die Konjunkturschwäche ist aber nicht der einzige Grund für die große Haushaltslücke der Arbeitsagentur. Der Bund hat sich in der Vergangenheit systematisch bei der BA bedient: 2013 entfällt der 2007 als Ausgleich für die umstrittene Mehrwertsteuererhöhung eingeführte Bundeszuschuss von acht Milliarden Euro pro Jahr an die Agentur. Zuvor war er schon halbiert worden.

BA-Chef Frank-Jürgen Weise hatte nach der Verabschiedung des BA-Haushaltes im November mitgeteilt, dass die Ausgaben im kommenden Jahr zwar von 35,3 Milliarden auf 33,7 Milliarden Euro sinken, die Einnahmen aber weit schneller schrumpfen werden, nämlich um fast fünf Milliarden Euro auf 32,6 Milliarden Euro.

Das Finanzloch soll der BA zufolge aus den Rücklagen gestopft werden. Im Jahr 2007 hatte das Krisenpolster noch fast 17 Milliarden Euro betragen, mittlerweile ist es fast aufgebraucht. Erfüllen sich die Berechnungen des IfW, sind die letzten Reserven der BA in zwei Jahren vollkommen aufgebraucht.

nck

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insgesamt 70 Beiträge
alcowe 26.12.2012
Tja ist das Arbeitsamt wohl pleite. Kein Wunder wenn man die ganzen Niedriglöhner einstellen oder andere Arbeitslose Beschäftigen muss damit keiner mitkriegt wie es grad bergab geht.
Tja ist das Arbeitsamt wohl pleite. Kein Wunder wenn man die ganzen Niedriglöhner einstellen oder andere Arbeitslose Beschäftigen muss damit keiner mitkriegt wie es grad bergab geht.
systemmirror 26.12.2012
hat sich der Bund also um 3 Milliarden pro Jahr aus den Rücklagen bedient, ohne dies im jeweiligen Haushalt offenzulegen. Auch eine Art und Weise Schulden in die Zukunft zu verschieben. Das ist schlicht und einfach [...]
Zitat von sysopIm Haushalt der Bundesagentur für Arbeit wird im kommenden Jahr ein deutlich größeres Finanzloch klaffen, als erwartet: Bei der Behörde wird Berechnungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft zufolge ein Minus von 1,65 Milliarden Euro auflaufen, berichtet das "Handelsblatt". Arbeitsagentur droht nach IfW-Berechnungen Milliardenloch - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/arbeitsagentur-droht-nach-ifw-berechnungen-milliardenloch-a-874714.html)
hat sich der Bund also um 3 Milliarden pro Jahr aus den Rücklagen bedient, ohne dies im jeweiligen Haushalt offenzulegen. Auch eine Art und Weise Schulden in die Zukunft zu verschieben. Das ist schlicht und einfach Bilanzbetrug. Herr Schäuble ist damit klar als Krimineller einzustufen. Wo das Geld hingeflossen ist wird nie jemand erfahren. das wäre Grund genug für den Herrn Bundesstaatsanwalt Ermittlungen aufzunehmen. Schließlich besteht der begründete Verdacht, daß zumindest ein Teil des Geldes, wenn auch über Umwege in private Taschen geflossen sein könnte (z.B. auch Banken etc). Wird aber nicht passieren. Die Staatsanwaltschaften sind eh überfordert, weil sie wg. vermeintlichen Sozialbetrugs alle Hände voll zu tun haben. Schließlich geht es dabei in vielen Fällen eventuell um 3,50 Euro. Darauf kann der Staat wahrlich nicht verzichten, die dabei anstehenden Anwalts-und Gerichtskosten in Höhe von mehreren Millionen spielen dabei keine Rolle. Dann werden eben wieder irgendwelche Steuern erhöht oder die Rücklagen der Krankenkassen heimlich angezapft.
d2e4 26.12.2012
Warum nicht einfach ein BGE einführen und die Geldvernichtungsmaschiene Arbeitsamt/Arbeitsgentur/JobCenter/Jobagentur, oder wie die sich grad nennen abschaffen?
Warum nicht einfach ein BGE einführen und die Geldvernichtungsmaschiene Arbeitsamt/Arbeitsgentur/JobCenter/Jobagentur, oder wie die sich grad nennen abschaffen?
systemmirror 26.12.2012
genau liest und sich die Jahreszahlen genau anschaut geht es schon vor Lehmann bergab.
genau liest und sich die Jahreszahlen genau anschaut geht es schon vor Lehmann bergab.
Der Bund hat sich in der Vergangenheit systematisch bei der BA bedient: 2013 entfällt der 2007 als Ausgleich für die umstrittene Mehrwertsteuererhöhung eingeführte Bundeszuschuss von acht Milliarden Euro pro Jahr an die Agentur. [...]
Der Bund hat sich in der Vergangenheit systematisch bei der BA bedient: 2013 entfällt der 2007 als Ausgleich für die umstrittene Mehrwertsteuererhöhung eingeführte Bundeszuschuss von acht Milliarden Euro pro Jahr an die Agentur. Zuvor war er schon halbiert worden. Hauptsache die verdienen genug, fürstliche Bezüge und königliche Pansionen.
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  • Mittwoch, 26.12.2012 – 18:42 Uhr
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