Energieeffiziente Kühlschränke Regierung erwägt Gutscheine für Hartz-IV-Empfänger

Die Bundesregierung erwägt offenbar eine Art Abwrackprämie für alte Kühlschränke. Langzeitarbeitlose könnten laut einem Zeitungsbericht künftig einen Zuschuss für den Kauf eines neuen energieeffizienten Kühlschranks erhalten.

Schrottplatz für Kühlschränke in England: Zuschuss für energieeffiziente Geräte
DPA

Schrottplatz für Kühlschränke in England: Zuschuss für energieeffiziente Geräte


Berlin - Die Bundesregierung denkt darüber nach, Langzeitarbeitslosen den Kauf von stromsparenden Kühlschränken durch eine Art Gutscheinmodell zu ermöglichen. Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) wolle Hartz-IV-Empfängern einen Zuschuss beim Kauf eines neuen energieeffizienten Kühlschranks gewähren, berichtet die "Saarbrücker Zeitung". Der Zuschuss solle "signifikant hoch" sein, "so dass die Geräte tatsächlich angeschafft werden", hieß es.

Details des Programms würden jetzt ausgearbeitet, darunter auch Kriterien, welche Art von Kühlschränken bezuschusst werden soll. Das Bundesumweltministerium bestätigte den Bericht zum Teil: "Es gibt keine Abwrackprämie", sagte Altmaier, aber Vorüberlegungen, einkommensschwachen Bürgern in Einzelfällen mit einem Gutscheinmodell den Kauf energiesparender Geräte zu ermöglichen.

Altmaier sieht verstärkte Anstrengungen zum Stromsparen als Erfolgsrezept, um die steigenden Energiekosten abzufedern - kritisiert wird immer wieder, dass sich Einkommensschwache nicht neue Kühlschränke kaufen können.

Wie die Zeitung weiter schreibt, hat das Bundesarbeitsministerium seine bisherigen Bedenken gegen Altmaiers Projekt aufgegeben und besteht nun nicht mehr auf einer Anrechnung des Zuschusses auf den Hartz-IV-Bezug, wenn er in Form eines Gutscheins erfolgt.

Die Idee wird besonders von der Caritas verfolgt. Demnach könnten Hartz-IV-Empfänger nach einer umfassenden Energieberatung und bei Vorlage eines Entsorgungsnachweises für den alten stromfressenden Kühlschrank einen solchen Zuschuss bekommen. Damit könnte dann ein energiesparender neuer Kühlschrank gekauft werden.

Das Programm könne Teil des Caritasprojekts "Stromspar-Check" werden, bei dem Stromsparhelfer in einkommensschwachen Haushalten kostenlos Energiesparartikel und abschaltbare Stecker zur Verfügung stellen. Von dem Beratungsprojekt, das seit 2008 vom Bundesverband der Energieagenturen Deutschlands und der Caritas angeboten wird und jährlich zehn Millionen Euro kostet, haben bisher 80.000 Hartz-IV-Haushalte profitiert.

nck/dpa/dapd

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insgesamt 274 Beiträge
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Seite 1
escar 23.11.2012
1. Man könnte munkeln...
....dass man als Langzeitarbeitsloser noch dafür belohnt wird^^
Klaus100 23.11.2012
2. Wo bleibt die Logik, Altmeier?
...... die wählen doch gar nicht CDU.
Inmate777 23.11.2012
3. Kundenmeinungen (facepalm)
Ich habe erst vor 6 Monaten einen neuen Kuehlschrank gekauft. Ein weiterer Kunde hat sich beraten lassen und meinte auf das Argument des Verkaeufers, dass dieser (A ) nochmal 100kWh/a weniger verbraucht nur lapidar: das rentiert sich doch gar nicht.
twan 23.11.2012
4.
Zitat von sysopDPADie Bundesregierung erwägt offenbar eine Abwrackprämie für alte Kühlschränke. Langzeitarbeitlose könnten laut einem Zeitungsbericht künftig einen Zuschuss für den Kauf eines neuen energieeffizienten Kühlschranks erhalten. http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/arbeitslose-sollen-zuschuss-fuer-sparsame-kuehlschraenke-bekommen-a-868832.html
1. Da wird wohl wieder zwischen Hartz4 Empfängern und Geringverdienern unterschieden. 2. Von dem Geld könnte man lieber anfangen, unser Stromnetz zurückzukaufen. 3. Ist es eher eine Maßnahme für den Handel, als für die Bürger.
benjaminrubin 23.11.2012
5. .
Der Staat hat scheinbar immer noch zu viel Geld. Trotz Schulden wird Geld rausgeschmissen um Kühlschränke zu subventionieren? Wenn es wirklich soviel Geld gibt, sollte der Staat einfach mal ein paar Ausgabenprogramme streichen und eine unangekündigte Steuerrückerstattung zahlen. Das wäre doch besser, als zu versuchen, uns über Transfergelder zu besseren Konsumenten zu erziehen.
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