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Atomausstieg: So beschleunigen Stromkunden die Energiewende

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Deutschland debattiert über den Atomausstieg - und schon boomt das Geschäft der Ökostrom-Firmen. Doch hilft der Wechsel wirklich bei der Energiewende? Ein Vergleich zeigt: Wer den richtigen Anbieter wählt, ist auf der sicheren Seite und kann sogar bares Geld sparen.

Windkraftanlagen: Ökostromanbieter in Boom-Stimmung Zur Großansicht
dapd

Windkraftanlagen: Ökostromanbieter in Boom-Stimmung

Hamburg - Was den Wechsel des Stromversorgers angeht, sind die Deutschen träge: Im vergangenen Jahr entschieden sich nur sieben Prozent aller Haushaltskunden für einen neuen Anbieter, meldete das Verbraucherportal Verivox. 46 Prozent der Haushalte haben dagegen noch nie den Versorger gewechselt.

Auch Strom aus erneuerbaren Energien war eher ein Randthema: Ende 2009 bezogen etwa sechs Prozent aller Haushalte Ökostrom. Doch die Atomkatastrophe in Japan hat viele Verbraucher aufgeschreckt. Bei Vergleichsportalen im Internet steigt das Interesse an Ökostromtarifen, Anbieter berichten von einem regelrechten Ansturm auf ihre Angebote.

Der nach eigenen Angaben größte deutsche Ökostromanbieter Lichtblick meldet rund 800 Neuverträge täglich - etwa dreimal so viele wie vor den Ereignissen in Japan. Greenpeace Energy berichtet nach der Nuklearkatastrophe von einer Verachtfachung der Kundenzahl. Selbst der Atomkonzern E.on Chart zeigen verzeichnet eine gestiegene Nachfrage nach Ökotarifen.

Aber können Stromkunden so tatsächlich zur Energiewende in Deutschland beitragen?

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Erneuerbare Energien statt Atomkraft: Großes Interesse an Ökostrom
Ja, sagt Energieexperte Peter Blenkers von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. "Wenn Verbraucher die richtigen Produkte wählen, können sie einen Impuls für erneuerbare Energien geben."

Fest steht: Wer einen Ökotarif bucht, bezieht seinen Strom wie alle anderen Verbraucher aus einem Pool. Dorthin fließt sowohl der sogenannte "Graue Strom" aus Atom- und Kohlekraftwerken als auch "Grüner Strom" aus erneuerbaren Energien. Denn physikalisch kann Strom nicht einer Energieart zugeordnet werden. Immerhin versprechen die Anbieter: Mit einem Ökotarif unterstützen Kunden Investitionen in neue regenerative Anlagen, so dass deren Anteil am Strompool steigt.

Gütesiegel sollen Verbrauchern den Weg weisen

Doch es gibt ein weiteres Problem. Rund 1000 Stromanbieter sind in Deutschland aktiv, viele davon haben Ökostromtarife. Doch weil der Begriff nicht geschützt ist, können sich dahinter auch Lockangebote verbergen.

So können etwa Energieversorger sogenannte RECS-Zertifikate erwerben und damit umweltfreundlich erzeugten Strom gegen Mengen aus fossilen und nuklearen Quellen eintauschen. Durch die Umverteilung von bereits vorhandenem Strom haben die Versorger zwar auf den ersten Blick ihren eigenen Mix verbessert, doch der Ausbau erneuerbarer Energien insgesamt wird durch den Zertifikatehandel nicht gefördert. Denn die Herkunftsnachweise allein sagen nichts darüber aus, wie alt Anlagen sind, welchen ökologischen Kriterien sie entsprechen oder ob mit dem Stromangebot eine Ausbauwirkung verbunden ist.

In ihrer Stromrechnung können Kunden durch eine Aufschlüsselung sehen, ob und wie viel Atomkraft oder Ökostrom im Mix ihres Anbieters steckt. Bereits jetzt stammt rund jede sechste Kilowattstunde Strom im allgemeinen Mix aus regenerativen Energieträgern.

Grundsätzliche Empfehlungen für einzelne Ökostromanbieter geben weder Verbraucherschützer noch Vergleichsportale. Denn oft haben Versorger unterschiedliche Mindestvertragslaufzeiten oder setzen Schwerpunkte. So können Kunden mit ihrem Tarif etwa Baumpflanz-Projekte unterstützen oder den Ausbau erneuerbarer Energien in ihrer Region. Hier muss der Verbraucher entscheiden, welches Angebot zu ihm passt. Bei Vergleichsportalen wie Verivox, Check24 oder Tarifrechnern der Verbraucherzentrale können konkrete Kriterien eingegeben werden.

Gütesiegel sollen den Verbrauchern aber im Tarif-Wirrwarr Hilfestellung geben. Folgende Siegel legen strenge Maßstäbe an und erheben ambitionierte Kriterien, damit der Ausbau regenerativer Anlagen kontrolliert wird:

  • Das "Grüner-Strom-Label" wird von gemeinnützigen Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutzverbänden sowie Friedensorganisationen getragen. Zentrales Kriterium der Zertifizierung ist, dass die Stromanbieter mit einem Teil der Kundengelder neue regenerative Anlagen fördern. Das "Gold-Label" erlaubt ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energiequellen oder Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK), die ohne fossile Brennstoffe betrieben werden.
  • "ok-Power" wird vom Öko-Institut, dem Umweltverband WWF Deutschland und der Verbraucherzentrale NRW getragen. Mindestens ein Drittel des gelieferten Stroms muss aus Anlagen kommen, die nicht älter sind als sechs Jahre. So soll konventionell erzeugter Strom Schritt für Schritt vom Markt verdrängt werden. Maximal 50 Prozent des Stroms darf auch aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) stammen, jedoch nur aus gasbetriebenen.
  • Die Liste EcoTopTen wird vom Öko-Institut Freiburg erstellt. Die dort gelisteten Anbieter müssen garantieren, dass neue umweltfreundliche Kraftwerke entstehen. Zudem dürfen die Ökostromangebote für alle Haushaltsgrößen maximal 20 Prozent teurer sein als der Durchschnittspreis für konventionellen Strom.

Auch Atomkonzerne bekommen für ihre Tarife Gütesiegel

Wer sich nach diesen Labeln richtet, kann davon ausgehen, dass er dazu beiträgt, konventionell erzeugten Strom vom Markt zurückzudrängen. Mit ihren Gütesiegeln zertifizieren die Prüfer aber nur einzelne Ökostromprodukte, nicht die Anbieter selbst. So bekommen etwa auch Tarife des Versorgers Vattenfall die Öko-Label, obwohl der Konzern Atomkraftwerke betreibt.

Verbraucher, die keinesfalls von einem Anbieter kaufen möchten, der wirtschaftlich mit Betreibern von Atomkraftwerken verflochten ist, müssen genauer hinschauen. So bietet die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen einen bundesweiten Ökostrom-Tarifrechner an, der die Preisdifferenz zum Grundversorger anzeigt, Gütesiegel ausweist und angibt, ob AKW-Betreiber vom Tarif profitieren.

Viele Verbraucher schrecken vor dem scheinbar komplizierten Anbieter-Vergleich zurück und verbinden mit Ökostrom automatisch höhere Preise. Doch Vergleiche von Verivox (siehe Tabelle) und Verbraucherschützern zeigen, dass Ökotarife oft günstiger sind als die Angebote der Grundversorger.

So unterbietet in Hamburg laut Tarifrechner ein mit Gütesiegel zertifizierter Öko-Anbieter den Grundversorger-Tarif von Platzhirsch Vattenfall um etwa 46 Euro (bei 3400 Kilowattstunden Jahresverbrauch). Die Verbraucherzentrale NRW hat errechnet: Wer aus der gesetzlichen Grundversorgung zum preiswertesten Ökostromanbieter wechselt, kann bei einem Jahresverbrauch von 3600 Kilowattstunden bis zu 150 Euro sparen. Detaillierte Anleitungen, wie der Anbieterwechsel funktioniert, geben die Verbraucherzentralen. In der Regel kümmert sich der neu gewählte Versorger um die Formalitäten.

In einer SPIEGEL-ONLINE-Abstimmung erklärten mehr als zwei Drittel der Teilnehmer, sie würden für einen schnelleren Atomausstieg auch einen höheren Strompreis zahlen. Doch Energieexperte Hubertus Bardt vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hält die reale Zahlungsbereitschaft für weitaus geringer. Denn die Kosten für Ökostrom werden durch Subventionen gedrückt. Für erneuerbare Energien, die ins deutsche Netz gelangen, erhält der Produzent eine sogenannte Einspeisevergütung. Finanziert wird diese von allen Verbrauchern gemeinsam - über Aufschläge auf die Stromrechnung.

Anbieterwechsel - so funktioniert's
In wenigen Minuten zum Ziel
Der Wechsel des Stromanbieters ist sehr einfach. Für die Formalitäten braucht man nur wenige Minuten. Im Kern gilt das Gleiche auch für Gaskunden. Wechselwillige Kunden sollten Folgendes beachten.
Verbrauch ermitteln
Als Erstes sollte man seinen individuellen Jahresverbrauch ermitteln. Am einfachsten geht das über die letzte Rechnung. Wichtig: Es kommt nicht auf den Betrag in Euro an, sondern auf den Verbrauch in Kilowattstunden (kWh). Wer die letzte Rechnung nicht mehr findet, kann seinen jährlichen Strombedarf zur Not auch anhand des Verbrauchs der letzten Monate hochrechnen.
Die Suche nach dem passenden Anbieter
Nun beginnt die Suche nach dem günstigsten Anbieter. Eine wichtige Hilfestellung bieten dabei unabhängige Verbraucherportale wie www.toptarif.de, www.verivox.de, www.stromtarife.de, www.check24.de oder www.verbraucherzentrale.de. Auf diesen Seiten finden sich Tarifrechner, in die man nur zwei Werte eingeben muss: seine Postleitzahl und seinen jährlichen Stromverbrauch in Kilowattstunden. Der Tarifrechner bietet dann eine Übersicht sämtlicher Anbieter, die in dieser Region verfügbar sind.
Die Auswahl
Jetzt kommt der entscheidende Schritt - die Wahl des neuen Anbieters. Dabei sollte man Folgendes beachten: Der günstigste ist nicht automatisch der beste. So warnen Verbraucherschützer vor Unternehmen, die Vorkasse verlangen. Auch sollte man sich nicht zu lange an einen Anbieter binden - Vertragslaufzeiten von zwei Jahren also lieber meiden. Allen anderen Unternehmen darf man getrost Vertrauen entgegenbringen.
Ökoanbieter
Wer möchte, kann sich an dieser Stelle auch für einen Ökostromanbieter entscheiden. Diese Unternehmen garantieren grünen Strom aus erneuerbaren Energien, ohne Kohle und Kernkraft. Nach Angaben der Verbraucherschützer sind Ökostromprodukte in zwei Dritteln der Städte sogar billiger als die der ortsüblichen Grundversorger.
Die Formalitäten
Nun muss man mit dem neuen Anbieter nur noch Kontakt aufnehmen. Häufig ist das direkt über das Verbraucherportal möglich - entweder per Mausklick oder per Telefon. Der neue Anbieter klärt dann sämtliche Formalitäten. Eine Abmeldung beim alten Versorger ist nicht nötig, auch das übernimmt das neue Unternehmen automatisch. Nur eine Sache sollte man beachten: Die Vertragslaufzeit beim alten Anbieter muss eingehalten werden. Wer seit acht Monaten in einem Jahresvertrag ist, muss eben noch vier Monate warten.
Die Technik
Technisch ist der Anbieterwechsel überhaupt kein Problem. Das physikalische Produkt Strom bleibt in jedem Fall dasselbe, eine Unterbrechung der Versorgung ist ausgeschlossen. Dass man einen neuen Anbieter hat, merkt man nur daran, dass die Rechnung von einem anderen Unternehmen kommt als bisher. Übrigens: Selbst wenn der neue Anbieter pleitegehen sollte, bekommt man weiterhin Strom. In diesem Fall ist der örtliche Grundversorger gesetzlich verpflichtet einzuspringen.
Wie lange dauert der Anbieterwechsel?
Seit April 2012 können Strom- und Gaskunden schneller den Anbieter wechseln. Sobald die Anmeldung beim Netzbetreiber erfolgt ist, dürfen laut Energiewirtschaftsgesetz nur noch drei Wochen verstreichen, bis die Strom- oder Gaslieferung durch den neuen Anbieter beginnt. Starttermin muss nicht der Monatserste sein - jeder Tag ist möglich. Dauert die Umstellung länger als drei Wochen, kann der Kunde Schadenersatz vom Lieferanten oder Netzbetreiber fordern.
Ich habe eine Nachtspeicherheizung. Kann ich auch den Anbieter wechseln?
In den meisten Fällen leider nicht. "In vielen Regionen gibt es nur einen Anbieter, der die Betreiber von Nachtspeicherheizungen beliefert", sagt ein Verivox-Sprecher. Durch den mangelnden Wettbewerb kommt es öfter zu überdurchschnittlichen Preiserhöhungen. Im vergangenen Jahr sind beispielsweise in Baden-Württemberg die Preise um bis zu 30 Prozent gestiegen. Die Bundesregierung tut dagegen wenig, denn es ist politisch gewollt, dass stromfressende Nachtspeicherheizungen nach und nach ausrangiert werden.
Würde diese Umverteilung wegfallen und müssten die Ökostrom-Bezieher die Kosten alleine tragen, würde die Zahlungsbereitschaft für grüne Energie rapide sinken, sagt Bardt. Auch die Abgaben aus den Ökotarifen für den Ausbau regenerativer Erzeugungsanlagen seien so gering, dass sie nicht die Gewichte auf dem Energiemarkt verschieben könnten.

Erst wenn mehr Ökostrom gekauft werde, als eingespeist wird, könne es eine echte Energiewende geben, sagt Bardt. Ökostromtarife würden vor allem für ein gutes Gewissen sorgen, sagt der Experte. Er sieht aber noch einen weiteren Sinn: "Sie sind auch ein Signal an Politik und Produzenten."

mit Material von dpa

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1. Die Entsorgung ...
kuddemuddel 05.04.2011
... der atomaren Brennstäbe bezahlt der Steuerzahler. Müsste die Endlagerung von den Energiekonzernen getragen werden, wäre Atomstrom nicht mehr so billig und regenerative Energie plötzlich günstiger.
2. Richtigstellung
GeorgAlexander 05.04.2011
---Zitat von Artikel--- ...Würde diese Umverteilung wegfallen und müssten die Ökostrom-Bezieher die Kosten alleine tragen, würde die Zahlungsbereitschaft für grüne Energie rapide sinken... ---Zitatende--- Würde die *Umverteilung der AKW-Entsorgung und -Risiken auf den Steuerzahler* wegfallen und müssten die Atomstrom-Bezieher die Kosten alleine tragen, würde die Zahlungsbereitschaft für Kernenergie rapide sinken!
3. Strom sparen bringt´s
dr.madsam 05.04.2011
Auch trotz Ökostrom sollte jeder versuchen, Strom zu sparen. Eine 60-Watt-Birne kann mit der Strommenge, die bei einer Google Suche verbraucht wird(0,0003 Kilowattstunden), 18 Sekunden lang brennen. Die Masse macht's. Die meisten Länder der Erde verbrauchen weniger Strom als allein die Firma Google. :-o
4. -
semper fi, 05.04.2011
Zitat von kuddemuddel... der atomaren Brennstäbe bezahlt der Steuerzahler. Müsste die Endlagerung von den Energiekonzernen getragen werden, wäre Atomstrom nicht mehr so billig und regenerative Energie plötzlich günstiger.
Die Verschandlung der Städte und Landschaften durch schwarze Ökodächer und riesige Windspargel hat teilweise einen ziemlich negativen Impact auf die Haus- und Grundstückspreise. Müssten diese Verluste durch die Verursachen getragen werden, dann wäre Ökostrom noch viel teurer, als er ohnhin schon ist.
5. Konsumverhalten
regis23 05.04.2011
Und würde die KWh 5 Euro kosten, egal ob Subventionen für Ökostrom wegfallen, oder die Konzerne für die Entsorgung von Kernmaterial selber sorgen müssen, würden die Leute vielleicht endlich lernen, Energie sinnvoll zu nutzen und auch zu sparen, denn weniger Stromverbrauch = weniger Kraftwerke, daher: Das beste Kraftwerk ist immer noch das, welches garnicht erst gebaut wurde. Wenn schon Umweltschutz dann bitte richtig.
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Atomkraft in Deutschland
Leistung älterer Kernkraftwerke
Leistung älterer deutscher Kernkraftwerke
Kraftwerk Betriebs-
start
Defekte Netto-
leistung
in MW
Brunsbüttel 1977 80 771
Isar 1 1979 44 878
Neckarwestheim 1 1976 47 785
Philippsburg 1 1980 39 890
Biblis A 1974 66 1167
Biblis B 1976 78 1240
Unterweser 1978 49 1345
Gesamt 7076
Quelle: Bundesumweltministerium, Bundesamt für Strahlenschutz, IAEA - Power Reactor Information System, Informationskreis KernEnergie
Umsätze Altreaktoren
Durchschnittliche Jahresstromproduktion und Gesamtumsatz Altreaktoren
Kraftwerk Leistung in MW Produktion in TWh
Biblis A 1167 8,1
Neckarwestheim 1 785 5,4
Biblis B 1240 8,6
Brunsbüttel 771 0,0 (nicht am Netz)
Isar 1 878 6,1
Unterweser 1345 9,3
Philippsburg 1 890 6,1
Gesamt 7076 43,6
Jahresumsatz gesamt in Mio. € 2310
Quelle: Energiekonzerne, Bundesumweltministerium, Bundesamt für Strahlenschutz; Berechnungen: Wolfgang Pfaffenberger. Ausgegangen wird von einer Jahresproduktion von 6900 Volllaststunden und dem Grundlastpreis vom 15.3.11 (53 Millionen Euro pro Terawattstunde).
Reststrommengen der Altmeiler
Reststrommengen der Altmeiler
Kraftwerk Reststrom 1. Januar 2011 Reststrom aktuell*
Biblis A 4305 3332
Biblis B (in Revision) 4961 7490
Neckarwestheim I 188 0
Brunsbüttel (nicht am Netz) 10999 10999
Isar 1 3585 2276
Unterweser 13572 11344
Philippsburg 1 9869 8518
Gesamt 43959
 
Umsatzpotential in Mio. € 2329
Quellen: Bundesamt für Strahlenschutz, VGB. * Eigene Berechnungen (Reststrom 1. Januar 2011 minus [Jahreswert 2010 geteilt durch 12 mal 2,5 Monate]). Die Tabelle gibt die Reststrommengen ohne die im vergangenen Jahr beschlossene Laufzeitverlängerung wieder.

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