Gift in Lebensmitteln Mutmaßlicher Supermarkt-Erpresser war bereits mehrfach verurteilt

Fahrlässige Körperverletzung und Scheckkartenmissbrauch: Der mutmaßliche Supermarkt-Erpresser hat ein langes Vorstrafenregister. Er befindet sich weiterhin in Haft.

Fahndungsfoto der Polizei aus der Überwachungskamera eines Supermarkts
Polizeipräsidium Konstanz / dpa

Fahndungsfoto der Polizei aus der Überwachungskamera eines Supermarkts


Der mutmaßliche Gifterpresser von Baden-Württemberg ist der Justiz wegen mehrerer Vergehen bekannt. Zuletzt wurde er in diesem Jahr unter anderem wegen versuchter Freiheitsberaubung zu einer Freiheitsstrafe von eineinhalb Jahren verurteilt, wie die Staatsanwaltschaft Ravensburg und die Polizei Konstanz mitteilten. Das Urteil ist demnach aber noch nicht rechtskräftig. Der 53-Jährige wurde zudem schon zuvor mehrfach zu Geld- und kurzen Freiheitsstrafen verurteilt.

Sein Vorstrafenregister reicht laut den Ermittlern bis 1984 zurück. Er wurde demnach etwa wegen fahrlässiger Körperverletzung, Scheckkartenmissbrauchs und anderer Betrugsdelikte sowie Fahrens ohne Fahrerlaubnis und ohne Versicherungsschutz verurteilt. Auch eine Beleidigung und eine Bedrohung stehen in seien Akten.

Nach seiner Festnahme und einem ersten Geständnis machte der Mann laut Staatsanwaltschaft und Polizei keine weiteren Angaben zu dem Erpressungsfall. Von Handelsunternehmen wollte er mit der Drohung, 20 vergiftete Lebensmittel in Umlauf zu bringen, eine zweistellige Millionensumme erpressen.

Der 53-Jährige wurde am Freitag vergangener Woche nach Hinweisen aus der Bevölkerung festgenommen. Er sitzt in Untersuchungshaft.

hej/AFP

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