Kraftstoffe Preise für Benzin und Diesel fallen

Auch nach dem Ende des Niedrigwassers im Rhein sind die Spritpreise zunächst hoch geblieben. Nun kosten Benzin und Diesel wieder weniger.

Ein Zapfhahn an einer Tankstelle (Archivbild)
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Ein Zapfhahn an einer Tankstelle (Archivbild)


Die Kraftstoffpreise sind im Vergleich zu den Höchstständen im vergangenen November um 22 Cent je Liter günstiger geworden. Wie der Autoclub ADAC mitteilte, kostete ein Liter Super E10 im Tagesmittel 1,31 Euro. Das waren 2,1 Cent weniger als vor einer Woche. Diesel kostete mit 1,23 Euro etwa einen halben Cent weniger.

Dabei wird auch die Differenz zwischen beiden Kraftstoffarten immer geringer. Derzeit beträgt sie nur noch acht Cent. Dem steht aber ein erheblich größerer Unterschied bei der Besteuerung gegenüber: Auf einen Liter Benzin entfallen 65,4 Cent Mineralölsteuer, bei Diesel sind es 47 Cent. Ursache für die vergleichsweise hohen Dieselpreise ist laut ADAC die im Winter üblicherweise verstärkte Heizölnachfrage. Der Rohölpreis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent liegt derzeit bei 61,7 Dollar.

Im November vergangenen Jahres hatte der niedrige Wasserpegel des Rheins die Kraftstoffpreise ordentlich verteuert - denn die Binnenschiffe, die das Öl von den Raffinerien zu Tanklagern fahren, konnten durch den geringen Wasserstand nur noch bis zur Hälfte beladen werden. Die anhaltendende Trockenheit führte zu Lieferengpässen an Tankstellen, sogar Benzin und Diesel aus der nationalen Ölreserve wurden freigegeben.

Anfang Dezember führte der Rhein nach kräftigen Regenfällen wieder mehr Wasser. Die Spritpreise blieben jedoch weiter hoch - obwohl die Preise am Rohölmarkt drastisch fielen. Der ADAC forderte deshalb massive Preissenkungen.

Der ADAC empfiehlt, die regelmäßigen Schwankungen der Spritpreise im Tagesverlauf zu beachten. Einer Auswertung des Clubs zufolge liegen die besten Zeiten zum Tanken zwischen 15 und 17 Uhr sowie 19 und 22 Uhr.

kko/AFP



insgesamt 5 Beiträge
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Findus_1 23.01.2019
1. irgendwie merkwürdig!
meine Freie Tankstelle (clever-tanken) war bis vor diesen Lieferengpässen (Baden-Württemberg) immer 2 - 3 Ct. günstiger als die benachbarte Markentankstelle. Jetzt ist sie teurer. Seit Wochen.
regelaltersrentner 23.01.2019
2.
Meine Kraftstoffe kommen aus der Raffinerie aus Karlsruhe. Das Rohöl wird über zwei Pipelines von Fos-sur-Mer bei Marseille (SPSE) und von Triest angeliefert. Die Pipeline von Triest führt nach Ingolstadt, von dort leitet eine weitere Mineralölfernleitung das Rohöl nach Karlsruhe (Transalpine Ölleitung Oberrhein – TAL-OR). Die Kraftstoffe wurden letztes Jahr. wie die 50 Jahre mit dem LKW an die Tankstellen geliefert. Das Niederwasser wirkte sich nicht auf die Kraftstoffe aus, dennoch waren die Preise in schwindelerregend erweise in der Höhe. Für den Reibach kann man auch lügen.
bluestar2000 24.01.2019
3. stets die Gleiche Abzocke der Ölmafia
"Anfang Dezember führte der Rhein nach kräftigen Regenfällen wieder mehr Wasser. Die Spritpreise blieben jedoch weiter hoch - obwohl die Preise am Rohölmarkt drastisch fielen." Ich lach mich schief - wer hat denn wirklich diesem Argument Glauben geschenkt? Doch wohl nur die Einfältigsten Trolle unter den Deutschen! Wenn es nicht der Pegel des Rheins ist, ist es irgendein anderer Kokulorus bis hin zur offen Kommunizierten Abzocke a la "Ferienbeginn", "Ostern", ... NUn kann man natürlich den Ölkonzernen nicht den Preis diktieren, aber man kann gegen Kartelle vorgehen. Aber will das die deutsche Regierung? Würde man sich da nicht über die Mineralölsteuer Einnahmen wegnehmen? Da darf jeder mal selber drüber nachdenken und dann bei der nächsten Wahl entscheiden!
Knacker54 24.01.2019
4. Es ist die Mehrwertsteuer
Zitat von bluestar2000"Anfang Dezember führte der Rhein nach kräftigen Regenfällen wieder mehr Wasser. Die Spritpreise blieben jedoch weiter hoch - obwohl die Preise am Rohölmarkt drastisch fielen." Ich lach mich schief - wer hat denn wirklich diesem Argument Glauben geschenkt? Doch wohl nur die Einfältigsten Trolle unter den Deutschen! Wenn es nicht der Pegel des Rheins ist, ist es irgendein anderer Kokulorus bis hin zur offen Kommunizierten Abzocke a la "Ferienbeginn", "Ostern", ... NUn kann man natürlich den Ölkonzernen nicht den Preis diktieren, aber man kann gegen Kartelle vorgehen. Aber will das die deutsche Regierung? Würde man sich da nicht über die Mineralölsteuer Einnahmen wegnehmen? Da darf jeder mal selber drüber nachdenken und dann bei der nächsten Wahl entscheiden!
Die Mineralölsteuer pro Liter ist immer gleich - aber die Mehrwertsteuer sprudelt mehr oder weniger stark, jenachdem, wie hoch der Preis ist...
bluestar2000 24.01.2019
5. Mineralölsteuer / Mehrwertsteuer
Das ist natürlich absolut korrekt - danke für die Verbesserung!
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