Berliner Flughafenmisere Muss Tegel bleiben, weil BER zu klein ist?

Problem-BER und kein Ende: Weil sich bereits abzeichnet, dass der noch zu eröffnende Hauptstadtflughafen zu klein geplant ist, wird nun laut einem Medienbericht über den Erhalt von Tegel diskutiert.

DPA

Ein Überleben des alten Berliner Flughafens Tegel war bislang eher Stoff für Witze. "Wenn Tegel offen bleibt, kann man aus dem BER ein Museum machen", hatte Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann im Juni in einem Interview mit der "Zeit" gesagt. "Wir werden dann mit Air Berlin in Tegel bleiben." Doch so wie es aussieht, müssen vielleicht sogar beide Flughäfen betrieben werden, um dem Passagierwachstum Herr zu werden - die Hauptstadt steuert auf ein Kapazitätsproblem zu.

Wie aus einer Vorlage für den Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft hervorgeht, rechnet man ab 2024 mit gravierenden Engpässen, berichtet "Bild am Sonntag". Demnach würde trotz geplanter Erweiterungen eine Kapazitätslücke von acht Millionen Passagieren bestehen. In den Folgejahren würde dieses Defizit weiter wachsen.

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BER: Die peinlichsten Pannen

Die interne Verkehrsprognose bestätigt Aussagen von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt. Der CSU-Politiker hatte in der vergangenen Woche eine ernsthafte Diskussion zum Weiterbetrieb von Tegel angeregt, um drohende Kapazitätsprobleme in Berlin abzuwenden. Bislang ist es so geregelt, dass Tegel sechs Monate nach einer BER-Eröffnung geschlossen werden muss.

mhe

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tamna 16.07.2017
1. natürlich txl
vor 20 Jahren keine weitsich bei den "entscheidern" und heute die chance, den fehler von damals zu korrigieren und den hervorragenden flughafen der kurzen wege für die berliner und ihre gäste offen zu halten. es gibt kein tragfähiges argument gegen txl. ausser: der Regierende und seine mitstreiter können, dürfen den fehler von damals nicht eingestehen. gegen den mehrheitswillen der berliner.
sir wilfried 16.07.2017
2. Das ist die Berliner Luft Luft Luft
Schönefeld erweitern, Tegel lassen und alles wäre gut. Alles? Nein, viele Taschen blieben schlecht gefüllt und noch eine Abstimmungspleite wie mit Tempelhof hätte man in Tegel verhindert, indem keine Volksabstimmung zugelassen wird. Die Grundstücksverkäufe hätten soo gut in den Haushalt gepasst. Selbst Sperenberg oder Leipzig mit einer Magnetbahnanbindung wäre günstiger und effektiver. Leider aber liegt in unserem System die Entscheidungsgewalt bei Politikern, die fachlich null Ahnung haben. Bin gespannt, wie sie das hinbiegen werden.
varphi 16.07.2017
3. Wenn man zu viel spart
Eine Kunst der Deutschen ist solange zu meckern, bis nichts anständiges mehr übrig bleibt von der ursprünglichen Idee. Das war irgendwie bei der Elbphilharmonie ähnlich: zu teuer, dauert, zu lange - diese konnte aber zum Glück noch gerettet werden und finden alle nun toll. Bei BER sieht es eher düster aus. Nehmt also doch bitte einmal eher ordentlich Geld in die Hand und macht die Sache ordentlich zu Ende, dann ist gut.
Steve.Joe 16.07.2017
4. BER sollte ersteinmal eröffnen
Würde mich sehr überraschen, wenn der Flughafen BER in den nächsten zwei Jahren eröffnet ... in der Zwischenzeit an besten Berlin und die anderen deutschen Flughäfen an das ICE Netz anschließen ... dann kann mit 4h Zugfahrt ab Frankfurt und München geflogen werden
boxofrain 16.07.2017
5. Ich denke, dass dies
eine Entscheidung ist, über die der Senat entscheiden wird und es SPON ziemlich wenig angeht.
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