Miami - Mehr als 400.000 Dollar haben Haushaltsgegenstände des verurteilten amerikanischen Finanzbetrügers Bernard Madoff bei einer Auktion in Florida eingebracht. Die Polizei habe die Auktion am Samstag in Miami Beach veranstaltet, berichtete die Zeitung "Miami Herald". Und der Andrang war groß: Etwa 6000 Interessierte lieferten sich Bieterwettbewerbe um die Stücke.
Darunter waren der Zeitung zufolge 14 Pakete Unterwäsche, die für 200 Dollar verkauft wurden sowie eine Schuh-Kollektion, einige Kunstwerke sowie Golfschläger. Besonders begehrt war offenbar ein Foto von Madoffs nacktem Hinterteil - es soll 4.600 Dollar einbracht haben.
Einige Käufer gaben an, sie wollten die Gegenstände im Internet versteigern, während andere ein Stück Geschichte ihr Eigen nennen wollten. Der Erlös geht an die Opfer Madoffs, wegen Milliardenbetrugs eine lebenslange Haftstrafe verbüßt.
Madoff hatte über Jahre Geld von Investoren eingesammelt und die Ausschüttungen mit den Beiträgen immer neuer Anleger bezahlt. In der Finanzkrise brach sein Schneeballsystem zusammen. Es ist der größte Betrugsfall der Finanzgeschichte. Ein Gericht verurteilte den heute 72-Jährigen im Juni 2009 zu 150 Jahren Gefängnis. Die Strafe sitzt er in einem Bundesgefängnis in North Carolina ab.
lgr/dapd/Reuters
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