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Dank Fußball-WM: Deutsche trinken wieder mehr Bier

Fußballfans am Brandenburger Tor: Bierkonsum gestiegen Zur Großansicht
DPA

Fußballfans am Brandenburger Tor: Bierkonsum gestiegen

Die Deutschen haben im vergangenen Jahr erstmals seit acht Jahren wieder mehr Bier konsumiert. Die Brauereien machen dafür die Fußballweltmeisterschaft verantwortlich - und bedauern den schwachen Spätsommer.

Hamburg - In Deutschland ist im vergangenen Jahr wieder mehr Bier als in den Vorjahren getrunken worden. Erstmals seit acht Jahren ist der Absatz gestiegen - wenn auch nur gering: Laut dem Deutschen Brauerbund tranken die Deutschen im Schnitt 106,9 Liter Bier, im Vorjahr waren es noch 106,6 Liter gewesen.

Schätzungsweise 95 Millionen Hektoliter Bier brauten die Deutschen Unternehmen, 2013 hatte der Gesamtabsatz bei 94,6 Millionen Hektolitern gelegen. Hinzu kommen fünf Millionen Hektoliter "alkoholfreies" Bier (fast alle als alkoholfrei angebotenen Biere enthalten bis zu 0,5 Volumenprozent Alkohol). Dieses Segment wuchs um fünf Prozent.

Die Fußballweltmeisterschaft, bei der die deutsche Nationalmannschaft den Titel holte, und milde Temperaturen sind laut Brauerbund die Hauptgründe für den Anstieg - der sogar noch höher hätte ausfallen können: Doch nach dem WM-Triumph kam "der verregnete August", wie ein Sprecher des Brauerbundes sagt. Mitten in der Ferienzeit blieben viele Biergärten geschlossen, Volksfeste fielen aus.

Pils bleibt weiterhin die beliebteste Sorte

Zuletzt war der Bierabsatz in Deutschland 2006 leicht gewachsen - damals fand die Fußballweltmeisterschaft in Deutschland statt. Der langfristige Trend zeigt seit den Siebzigerjahren jedoch abwärts: Noch vor zehn Jahren konnten die Brauer elf Millionen Hektoliter mehr verkaufen als heute. Wachsende Zahlen gibt es beim Export: Deutsches Bier werde besonders in China und den USA beliebter, so der Brauerbund.

Die beliebteste Biersorte ist weiterhin das klassische Pils, das vor Export und Weizenbier etwa die Hälfte der verkauften Biere ausgemacht hat. Innerhalb Europas nimmt Deutschland laut Brauerbund damit weiter den Rang als größte Brauerei-Nation ein.

bka/dpa/AFP

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insgesamt 6 Beiträge
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1. Richtig so...
spon72 12.01.2015
...die deutsche Wirtschaft muss angekurbelt werden! Dafür brauchen wir mehr vergorenen Gerstensaft und wer sich dem Zwang dieses ekelhafte Gesöff zu konsumieren entzieht, der gehört eingesperrt! Wo kommen wir denn da hin, ein guter Deutscher steht zu seiner Heimat und zu seinem Pils! Vielleicht sollte man einfach mal die durch Alkohol verursachten Gesundheitskosten gegen den Gewinn der Brauereien und des Staates bezüglich Steuer gegenrechnen, anstatt hier stolz und polemisch irgendwelche Zahlen über den Bierkonsum der Teutonen abzuschreiben! Nächstes Mal bitte etwas mehr Tiefe in der Recherche und beide Seiten aufzeigen!
2. Gleich der Erste ein Griesgram
Zoroaster1981 12.01.2015
Zitat von spon72...die deutsche Wirtschaft muss angekurbelt werden! Dafür brauchen wir mehr vergorenen Gerstensaft und wer sich dem Zwang dieses ekelhafte Gesöff zu konsumieren entzieht, der gehört eingesperrt! Wo kommen wir denn da hin, ein guter Deutscher steht zu seiner Heimat und zu seinem Pils! Vielleicht sollte man einfach mal die durch Alkohol verursachten Gesundheitskosten gegen den Gewinn der Brauereien und des Staates bezüglich Steuer gegenrechnen, anstatt hier stolz und polemisch irgendwelche Zahlen über den Bierkonsum der Teutonen abzuschreiben! Nächstes Mal bitte etwas mehr Tiefe in der Recherche und beide Seiten aufzeigen!
Sie gehören wohl zu denen, die zum Lachen in den Keller gehen, Gesundheitstee trinken und überhaupt kein Verständnis dafür haben, wenn Menschen es vorziehen, bei sporadisch ausgelassener Stimmung nur 89 statt griesgrämig 90 Jahre alt zu werden? Übriens: Freude, Glück und Gelassenheit bringen einen nennenswert positiven Beitrag für die Gesundheit - und wenn dies durch ein gutes Bier in angenehmer Gesellschaft erreicht wird. Abgesehen davon ist Bier in Maßen auch per se gesund!
3. Natürlich nur wegen der WM ...
dont_think 13.01.2015
... denn mit Geschmack lässt sich auf Dauer nicht spaßen! Nachdem die Big Players es hinbekommen haben, den Geschmack so uniform wie möglich zu machen und nur noch auf das Image der Marke setzen (auch eine Auswirkung der profitorientierten WiWi-Lehre, der ich persönlich jedwede Wissenschaftlichkeit absprechen möchte), nimmt es kein Wunder, dass der Bierkonsum einen Abwärtstrend aufweist. Ich empfehle Biere aus kleinen Brauereien aus Franken, Bayern oder den USA (dort kommen die letzten Brauweltmeister her), die eine geschmackliche Persönlichkeit haben. Ich bin übrigens Dipl.-Ing. Weinbau und schätze Bier wegen seines Alkoholgehaltes und seiner Unkompliziertheit.
4.
CobCom 13.01.2015
Zitat von Zoroaster1981Sie gehören wohl zu denen, die zum Lachen in den Keller gehen, Gesundheitstee trinken und überhaupt kein Verständnis dafür haben, wenn Menschen es vorziehen, bei sporadisch ausgelassener Stimmung nur 89 statt griesgrämig 90 Jahre alt zu werden? Übriens: Freude, Glück und Gelassenheit bringen einen nennenswert positiven Beitrag für die Gesundheit - und wenn dies durch ein gutes Bier in angenehmer Gesellschaft erreicht wird. Abgesehen davon ist Bier in Maßen auch per se gesund!
Ein schöner letzter Satz :-) Jetzt hoffe ich nur noch, dass der Craftbeer- und Microbrewing Trend aus den Staaten so schnell wie möglich hier ankommt. Das schmeckt so viel besser als Industrieplörre. Einfach irgendwo mit einem kleinen oder auch grossen, geschmackvollen Essen sitzen und ein bis ausreichend frisches Bier dazu trinken... wirklich frisch, nicht unnötig filtriert, extrakt- und prozessoptimiert. Das isses!
5. Welcher Konzern
rolf.piper 13.01.2015
hat den diese Diskussion angestoßen und welchen Journalisten hat man da besoffen gemacht. Weltpolitik ist Kneipenpolitik. Bald werden sich die Ärzte melden und sagen, dass Bier so schrecklich schädlich ist. (Übrigens Quellenangabe ist jetzt ein so beliebtes Wort! Ich finde keine (ernsthafte)!)
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