Ansturm auf Fibank Kunden räumen ihre Konten bei bulgarischer Großbank

Droht Bulgarien eine Bankenkrise? Innerhalb weniger Stunden sollen Kunden mehr als 400 Millionen Euro abgehoben haben - aufgrund von Gerüchten. Das Geldhaus spricht von "kriminellen Angriffen", es ist nicht der erste Vorfall dieser Art.

Fibank-Filiale in Sofia: "Versuche, den Staat zu destabilisieren"
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Fibank-Filiale in Sofia: "Versuche, den Staat zu destabilisieren"


Sofia - In Bulgarien geht die Angst vor einem Banken-Crash um. Die Fibank ist nach eigenen Angaben Opfer eines "kriminellen Angriffs" geworden, wie unter anderem die "Sofia Globe" berichtet: Kunden hätten innerhalb weniger Stunden insgesamt 800 Millionen Lewa (409 Millionen Euro) abgehoben, teilte das drittgrößte Geldinstitut des Landes mit. Die Fibank sei dabei Opfer von Gerüchten und böswilligen Behauptungen in der Öffentlichkeit geworden.

Inzwischen hat auch die bulgarische Zentralbank vor einem Angriff auf heimische Geldhäuser gewarnt. "In den vergangenen Tagen hat es Versuche gegeben, den Staat durch eine organisierte Attacke auf bulgarische Banken ohne Grund zu destabilisieren", erklärte die Zentralbank in der Hauptstadt Sofia. Bei den Attacken soll es sich laut Innenminister Tswetlin Jowtschew um Behauptungen gehandelt haben, die im Internet und per SMS verbreitet wurden.

Bereits vor einer Woche hatte es einen ählichen Run auf Filialen der bulgarischen Corpbank gegeben. Das Geldhaus hatte die Zentralbank zuvor darüber informiert, dass es wegen eines Liquiditätsengpasses alle Zahlungen einstellen müsse. Die Notenbank übernahm vorrübergehend die Kontrolle - und Tausende Bulgaren strömten zu den Geldautomaten der viertgrößten Bank des Landes.

"Unwahre und böswillige Gerüchte"

Die Zentralbank forderte nun alle staatlichen Institutionen auf, die Stabilität des Landes zu schützen und gegen die "unwahren und böswilligen Gerüchte" vorzugehen. Bereits am Donnerstag sollen Ermittlungen aufgenommen worden sein, über deren genauen Hintergründe bislang jedoch nichts bekannt ist.

Die Filialen der Fibank wurden dem Geldhaus zufolge am Freitag um 14 Uhr geschlossen und sollen erst am Montag wieder öffnen. Online-Banking und Auszahlungen an Geldautomaten seien aber weiter möglich, sagte ein Sprecher des Geldinstituts laut der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Chefs der wichtigsten Parteien erklärten, sie stünden hinter den Maßnahmen der Zentralbank und anderer Behörden, um das Finanzsystem zu stützen. Im ärmsten Land der EU, das seit Jahren eine politische Krise durchmacht, soll es am 5. Oktober eine vorgezogene Parlamentswahl geben - die zweite innerhalb von zwei Jahren.

mxw/Reuters/AFP/dpa

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insgesamt 6 Beiträge
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Seite 1
peterFarmer 27.06.2014
1. Nichts genaues weiß man nicht ...
Mal abgesehen davon, dass scheinbar niemand so recht weiß, was da eigentlich gerade passiert und so ein Bank-Run auch jederzeit bei uns in Deutschland passieren kann, sollte man sich als Anleger schon auch klar darüber sein, dass so eine Anlage in Bulgarien nicht ohne Risiken ist. Als Lektüre sei hier exemplarisch auf http://www.kritische-anleger.de/fibank/einlagensicherung-und-rating/ verwiesen.
blauzunge 27.06.2014
2. Ende des Wirtschaftskreislaufes
Einen Bankrun im großen Stil würde die Wirtschaft gar nicht überleben. Die aufgesummten Einlagen sind größer als der Bargeldbestand.
n.r.g.mecklenburg 27.06.2014
3. Danke Blauzunge!
endlich versteht jemand was für Folgen die künstliche Aufblaehung des Kapitals mittels Zinsen und anderer Vermehrungsarten hat.
women_1900 28.06.2014
4. Frage
systemrelevant & alternativlos?
christijana 28.06.2014
5. Verdacht
Ein Staat, in dem Korruption und Verbrechen gegen die Bevölkerung an der Macht sind, pflegt verbrecherische Banken. Es besteht der Verdacht, dass Bankiere Einbrüche vortäuschen und das Land verlassen. QUOTE=sysop;16021816]Droht Bulgarien eine Bankenkrise? Innerhalb weniger Stunden sollen Kunden mehr als 400 Millionen Euro abgehoben haben - aufgrund von Gerüchten. Das Geldhaus spricht von "kriminellen Angriffen", es ist nicht der erste Vorfall dieser Art. http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/bulgarische-bank-fibank-ansturm-auf-guthaben-wegen-geruechten-a-977923.html[/QUOTE]
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