"Capital"-Kompass: Wo sich Investments in Ferienwohnungen lohnen

Eine Immobilie gilt als krisenfeste Anlage, wenn sie in einer Toplage liegt. Aber gilt das auch für Ferienhäuser und -wohnungen? Das Magazin "Capital" hat die beliebtesten Urlaubsregionen auf ihre Renditechancen untersucht - und vor allem an der Nord- und Ostsee große Potentiale entdeckt. 

Reetdachhaus auf Sylt: Begehrte Wohngegend mit exklusiven Preisen Zur Großansicht
picture-alliance/ dpa

Reetdachhaus auf Sylt: Begehrte Wohngegend mit exklusiven Preisen

Hamburg - Wenn Aktienkurse fallen und die europäische Währungsunion unter den enormen Schulden ihrer Mitglieder zusammenzubrechen droht, denken viele Deutsche: Nichts ist so sicher wie eine Immobilie.

Immer beliebter als Geldanlage werden Feriendomizile in bekannten Urlaubsorten. Denn in der richtigen Lage verspricht die Investition sogar Gewinne, hat das Magazin "Capital" in seinem Ferienimmobilien-Kompass herausgefunden. Dieser gibt einen Überblick über die aktuellen Kauf- und Mietpreise in rund 100 europäischen Urlaubsorten und prognostiziert die Wertsteigerung von Ferienhäusern und -wohnungen für das kommende Jahr.

Verglichen wurden folgende Regionen: die deutsche Nord- und Ostsee, die belgische und niederländische Küste, Mallorca, die Côte d'Azur, die spanische und türkische Küste sowie die Algarve. Das Ergebnis: Während die deutsche Seeregion boomt (siehe Fotostrecke), kriselt es in den südeuropäischen Ländern immer noch. Nur in den absoluten Toplagen verharren die Preise dort auf hohem Niveau.

Fotostrecke

4  Bilder
Ferien-Immobilien: So teuer wohnt es sich an Deutschlands Küste
An der deutschen See legen sogar die Preise für Objekte in zweiter Reihe zu. Grund dafür ist die anhaltend hohe Nachfrage am heimischen Ferienimmobilienmarkt. Auch im dritten Jahr nach der Lehman-Pleite steigen die Preise - um zehn bis 30 Prozent. "Deutschlands Küste ist unangefochten der Spitzenreiter unter den beliebtesten Regionen", sagt Kai Enders von Immobilienmakler Engel & Völkers. Die Inseln seien dabei noch etwas attraktiver als das Festland.

In Spanien gibt's Fincas zu Schnäppchenpreisen

Nur die Côte d'Azur toppt die deutschen Preisknaller: Villen mit Meerblick werden kaum noch mit einem Listenpreis versehen, Interessent und Eigentümer handeln den Betrag direkt aus. Ganz anders sieht es in vielen Regionen Spaniens aus: Dort gibt's weiterhin Fincas zu Schnäppchenpreisen. Die Verkäufer sind laut "Capital" sogar immer häufiger dazu bereit, vom Angebotspreis noch einmal Abschläge von 10 bis 20 Prozent zu geben.

Anders in der Türkei: Dort profitieren Ferienimmobilien von anhaltendem Wirtschaftsboom und wachsendem Wohlstand des Landes. Darum fließt immer mehr Geld in Domizile am Meer. Dies zeigt sich an großen Projekten wie etwa dem des US-Investors und Karstadt-Eigners Nicolas Berggruen, der in der Türkei gerade 21 weiße Villen für je zwei Millionen Euro baut.

kpa

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1. zoppot kann nichts schlagen
xcountzerox 27.09.2011
2002 kostete ein m2 in einer neugebauten wohnanlage vom feinsten in top lage umgerechnet 300-400 euro. 2006 schon um 2000. jetzt ab 3500 euro. wenn man die einnahmen für die vermietung zurechnet, traumrenditen :)
2. x
mmueller60 27.09.2011
Zitat von xcountzerox2002 kostete ein m2 in einer neugebauten wohnanlage vom feinsten in top lage umgerechnet 300-400 euro. 2006 schon um 2000. jetzt ab 3500 euro. wenn man die einnahmen für die vermietung zurechnet, traumrenditen :)
Und man muß natürlich rückwirkend kaufen können. (Und die Verwaltungskosten mit einrechnen, sofern man nicht selbst in diesem "Zoppot" wohnt, in welchem unterentwickelten Land auch immer sich das befindet.)
3. Fiktive Gewinne
jäätelötötterö 27.09.2011
@xcountzerox: Von einer Wertsteigerung (eine Steigerung auf das Neunfache innerhalb von zehn Jahren wäre natürlich seehr ordentlich) habe ich nichts, solange ich das Objekt nicht verkaufe. Aber das geht natürlich nicht, wenn ich das Objekt vermieten will. @mmueller: Übrigens: Zoppot ist der deutsche Name des polnischen Ostseebads Sopot (bei Danzig).
4. x
mmueller60 30.09.2011
Zitat von jäätelötötterö@xcountzerox: Von einer Wertsteigerung (eine Steigerung auf das Neunfache innerhalb von zehn Jahren wäre natürlich seehr ordentlich) habe ich nichts, solange ich das Objekt nicht verkaufe. Aber das geht natürlich nicht, wenn ich das Objekt vermieten will.
Es ist irrelevant, ob Sie verkaufen. Sie sitzen auf dem Vermögenswert. Man besitzt auch eine Tiffany-Goldkette im Wert von 100.000 Euro, wenn man sie nicht verkauft. Sie ist da und ihr Wert darf als stabil gelten und sie geht dann in die persönliche Bilanz ein. Genau bei einer Immobilie. Bedenken Sie, daß Mietpreise sich aus dem Wert der Immobilie ergeben, daß heißt wenn der Wert sich verzehnfacht, dann steigen auch die lokal üblichen Mieten auf das Zehnfache (grob natürlich nur). Sie können als Faustregel nehmen, daß der Wert einer Immobilie ca. 15 Jahreskaltmieten entspricht.
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