Dieselaffäre Daimler droht hohe Geldstrafe

Im Zuge ihrer Dieselermittlungen beim Autobauer Daimler hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart nun auch ein Bußgeldverfahren gegen den Konzern eingeleitet.

Mercedes-Stern
DPA

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Daimler muss sich im Dieselverfahren auf eine Geldstrafe einstellen. Wie der Autobauer am Mittwoch bestätigte, hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart ein entsprechendes Verfahren eingeleitet. Konkret geht es um den Verdacht, dass Führungskräfte ihre Aufsichtspflichten verletzt und damit eine Ordnungswidrigkeit begangen haben könnte.

VW musste deshalb bereits eine Milliarde Euro bezahlen, Audi 800 Millionen Euro. Zudem laufen Verfahren gegen Porsche und Bosch. Nun droht auch Daimler eine hohe Geldbuße.

Strafrechtliche Ermittlungen gegen einzelne Daimler-Mitarbeiter wegen des Verdachts des Betruges und der strafbaren Werbung gibt es schon seit dem Frühjahr 2017. Hintergrund ist der Einsatz von mutmaßlich illegalen Abschalteinrichtungen bei der Abgasreinigung von Dieselfahrzeugen.

Daimler betonte, das Unternehmen kooperiere auch in diesem Fall mit den Ermittlungsbehörden. Näher äußern wollte sich der Konzern nicht.

Nach Auffassung des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) hat Daimler illegale Abschalteinrichtungen in Dieselfahrzeugen von Mercedes-Benz verwendet. Die Behörde hat den Autobauer deshalb zum Rückruf von europaweit rund 700.000 Autos - davon 280 000 in Deutschland - verpflichtet, um dort eine neue Version der Motorsteuerungssoftware aufzuspielen.

Daimler hat vergangenen Herbst mit den Updates begonnen, bestreitet aber, dass die Funktionen illegal sind - und hat Widerspruch gegen die KBA-Anordnung eingelegt.

ssu/dpa-AFX



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