Ab 2017 Bahn plant offenbar jährliche Preiserhöhung

Zum Fahrplanwechsel im Dezember verzichtet die Deutsche Bahn auf eine Preiserhöhung im Fernverkehr. Künftig jedoch könnten die Tickets regelmäßig teurer werden: Einem Zeitungsbericht zufolge will das Unternehmen ab 2017 jährliche Anhebungen.

ICE in Berlin: Preisanhebungen sollen 180 Millionen Euro Mehrumsatz einbringen
DPA

ICE in Berlin: Preisanhebungen sollen 180 Millionen Euro Mehrumsatz einbringen


Bahntickets könnten bald jährlich teurer werden. Die Deutsche Bahn plant angeblich, von 2017 an die Fahrpreise im Fernverkehr wieder regelmäßig zu erhöhen. Das Unternehmen wolle die Tickets für ICE, Intercity und Eurocity bis 2020 "in jedem Jahr zwischen 1,9 und 2,9 Prozent" verteuern, berichtet die "Stuttgarter Zeitung" unter Berufung auf Unterlagen der Bahn-Führungsebene.

Die Preisanhebungen sollen dem Staatsunternehmen demnach bis zu 40 Millionen Euro Mehrumsatz pro Jahr bringen, bis 2020 insgesamt 180 Millionen Euro. Ein Bahnsprecher sagte auf Anfrage, es gebe "derzeit keinerlei Beschlüsse zu eventuellen Preiserhöhungen für das Jahr 2016". Wie jedes Jahr werde das Unternehmen im Herbst unter Berücksichtigung der Kostenentwicklung über Preisanpassungen beraten. "Alle Spekulationen zu Ticketpreis-Entwicklungen über 2016 hinaus erübrigen sich damit", fügte der Sprecher hinzu.

Zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember erhöht die Bahn im Fernverkehr wie im Vorjahr die Preise nicht - mit Ausnahme von Fahrten über die Neubaustrecke Erfurt-Halle/Leipzig. Im Nahverkehr der Bahn werden die Tickets für Einzelfahrten im Durchschnitt um zwei Prozent teurer. Bei den Zeitkarten und Abonnements für Pendler ändert sich nichts.

brk/dpa



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insgesamt 69 Beiträge
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Seite 1
TheBlind 11.12.2015
1.
Wäre wohl für Alle besser wenn sie den Laden gleich zu machen... ehrlicher wäre das auch...
Pfaffenwinkel 11.12.2015
2. Was für eine Idee
Bei jährlichen Erhöhungen wird die Bahn im Fernverkehr auch ihre letzten Kunden verlieren. Ich fahre jedenfalls dann mit dem Auto oder ich fliege.
freiemeinungbo 11.12.2015
3. Ruhrgebiet und NRW
Ich bin mir sicher, alle Reisenden und Pendler in NRW und im Ruhrgebiet finden diese Anpassungen vollumfänglich gerecht. Das ist schon dreist. Katastrophales Zeit- und Informationsmanagement. Sukzessive schlecht in allen Belangen, aber Preise rauf und dann jammern, dass die Busse Kunden weg schnappen. Zugleich immer mehr, die aufs Auto umsteigen, zurecht!
vegeta73 11.12.2015
4. Super Idee
während die schweizer SBB angekündigt hat die Preise künftig zu senken wird die DB seine erhöhen. Ist doch super. Aber war da nicht etwas?.......Die DB verlangt doch schon schweizer Preise bei einem Bruchteil der Leistungen. Zieht man noch die deutschen Löhne in Betracht kosten die Tickets gefühlt mehr als das Doppelte bei lausiger Leistung. War das wieder so eine tolle Dobrint Idee oder wer wars diesmal?
crazy_swayze 11.12.2015
5.
Nun, in welchem Unternehmen ist dies denn nicht so? Die Mitarbeiter bekommen Lohnerhöhungen, die Ressourcen werden teurer - das nennt sich Inflation.
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