Gehaltsstudie Geschäftsführer verdienen dreimal so viel wie andere Führungskräfte

Deutsche Unternehmen zahlen Geschäftsführern im Schnitt 366.000 Euro. Auch die Gehaltserhöhungen fallen überdurchschnittlich aus.

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Die Geschäftsführer deutscher Unternehmen verdienen mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 366.000 Euro rund dreimal so viel wie die Führungskräfte unterhalb der Geschäftsführungsebene. Diese Führungskräfte werden mit durchschnittlich 122.000 Euro pro Jahr entlohnt, wie veröffentlichte Studien der Kölner Personal- und Managementberatung Kienbaum ergaben. Spezialisten und Fachkräfte erhalten demnach 68.000 Euro.

Den aktuellen Untersuchungen zufolge steigen die Gehälter deutscher Geschäftsführer in diesem Jahr stärker als die ihrer Mitarbeiter: Um durchschnittlich 3,3 Prozent heben die Unternehmen die Saläre ihrer Geschäftsführer im Vergleich zum Vorjahr an. Die Gehälter der Führungskräfte steigen mit 3,2 Prozent fast genauso stark. Bei den Fachkräften ist die Steigerungsrate mit 2,8 Prozent etwas geringer.

Pharmaunternehmen vergüten ihre Geschäftsführer mit 616.000 Euro am besten, gefolgt von der Automobilindustrie mit 566.000 Euro und Chemieunternehmen mit 560.000 Euro. Führungskräfte verdienen mit 172.000 Euro Durchschnittsgehalt in der Versicherungsbranche am meisten, gefolgt von der Pharmaindustrie mit 153.000 Euro und der Chemie- und Mineralölverarbeitung mit 146.000 Euro.

Für den Report analysierte Kienbaum 970 Geschäftsführungspositionen in 493 Unternehmen. Für den Vergütungsreport Führungskräfte wurden die Gehaltsdaten von 12.477 Führungskräften aus 1029 Firmen und für den Vergütungsreport Spezialisten und Fachkräfte insgesamt 36.839 Positionen aus 743 Unternehmen ausgewertet.

bam/afp



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MerlinXX 23.10.2017
1. Wie viele Mitarbeiter?
Wäre interessant zu wissen wie viele Mitarbeiter diese Unternehmen im Schnitt hatten. Bei 10 Mitarbeitern verdient ein Geschäftsführer bestimmt weniger als bei 1000.
g0r3 23.10.2017
2.
Und bei einem ÖR-Intendanten, der bei knapp 22.000 Untergebenen etwa 400k bekommt, schwillt dem deutschen Internet die Ader auf der roten Stirn an.
schwerpunkt 23.10.2017
3.
In gewisser Weise ist dies gerechtfertigt, wenn man sich vergegenwärtigt, welche Verantwortung ein GF hat ... und jede Fehlentscheidung ihn seine Existenz kosten kann. Wie hat jemand mal die Situation als GF vergleichen. Als GF steht man nicht nur mit einem Bein im Gefängnis, sondern eigentlich mit beiden Beinen, das zweite Bein hat nur noch nicht den Boden berührt. Im Vergleich dazu ist jede Managerebene darunter rechtlich fein raus. Und GF von kleineren Unternehmen (bis 100 MA) verdienen ganz sicher nicht in dieser Größenordnung. Ein Freund von mir ist GF in einem Unternehmen mit einigen hundert MAs (Tochter eines Konzerns). Sein Gehalt liegt noch unter 200.000 Euro brutto im Jahr.
singularitaet 23.10.2017
4. @3 GF-Existenz
GF haben Verantwortung, aber ihre Fehlentscheidungen kosten i.d.R. die Existenz der Firma bzw. der Beschäftigten, seltenst ihre eigene. So sind mir keine GF bekannt, die mitsamt der Firma pleite gegangen sind und am Hungertuch nagen müssen. Ihnen?
manicmecanic 23.10.2017
5. @2. lächerlicher Vergleich
Die Intendanten der sogenannten öffentlich-rechtlichen kann man wohl kaum mit GF vergleichen die ihre Firmen gut und vor allem gewinnbringend leiten müssen.Sowas von daneben der Vergleich.Bei denen spielts nkcht die geringste Rolle was sie tun und wie,das Geld kommt dank des Erpressersystems immer gleich viel in die Kassen.
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