Belastete Eier Höfe in Niedersachsen wegen Dioxin-Funden gesperrt

Behörden haben erneut mit Dioxin belastete Eier gefunden. Diesmal sind konventionelle Höfe in Niedersachsen betroffen, sie wurden gesperrt. Ausgelieferte Eier wurden zurückgerufen, Stempelnummern veröffentlicht.

Eier in der Sortiermaschine: Neue Dioxin-Funde in Niedersachsen
REUTERS

Eier in der Sortiermaschine: Neue Dioxin-Funde in Niedersachsen


Hannover - Zwei Legehennen-Betriebe in Niedersachsen dürfen wegen erhöhter Dioxinwerte vorerst keine Eier mehr ausliefern. In welchem Zeitraum und Umfang belastete Ware in den Handel gelangt ist, ist noch unklar. Eine unmittelbare Gesundheitsgefahr für die Verbraucher bestehe nicht, sagte eine Sprecherin des Agrarministeriums in Hannover. "Wir gehen davon aus, dass ein Großteil der Eier bereits aus den Verkaufsregalen geholt worden ist."

Der Hinweis auf die Belastung war von einem Labor in Schleswig-Holstein gekommen, das die Eier im Auftrag der Höfe untersucht hatte. Als Konsequenz aus dem Dioxin-Skandal vor gut einem Jahr waren Labore zur Meldung positiver Befunde an die Behörden und nicht nur die Betriebe selbst verpflichtet worden. Da diese sogenannten Eigenkontrollen nur alle zwei bis drei Monate vorgenommen werden, ist unklar, über welchen Zeitraum belastete Eier ausgeliefert wurden.

Die Vertriebswege würden derzeit noch ermittelt, hieß es. Gewarnt wurde vor dem Verzehr von Eiern mit den Erzeugercodes 1-DE-0354451, 1-DE-0354452, 1-DE-0354453 und 1-DE-0352691.

Weitere Betriebe in der Region sollen nun verstärkt kontrolliert werden, auch um die noch unbekannte Quelle der Belastung einzugrenzen. Laut den Behörden gibt es bisher keine Verbindung zu den Funden von Dioxin in Eiern in Nordrhein-Westfalen. Dort war bei zwei kleinen Direktvermarktern in Duisburg belastete Ware entdeckt worden. Zudem tauchten auf einem Hof in Ostwestfalen Eier mit erhöhten Dioxin-Werten auf.

Die beiden nun ermittelten Höfe in Niedersachsen liegen im Kreis Aurich. Es handelt sich um Freilandbetriebe mit konventioneller Haltung und insgesamt 2800 Legehennen. Die Behörden wollen das Futtermittel, den Boden und das Wasser untersuchen und eine mögliche Belastung über die Luft prüfen lassen. Die beiden Großbetriebe hätten ihr Futter vom gleichen Lieferanten in Niedersachsen bezogen, bei dem ebenfalls Futtermittelproben kontrolliert werden sollten, sagte die Ministeriumssprecherin.

mmq/dpa/dapd

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Seite 1
agua 13.04.2012
1. Ostern
Zitat von sysopREUTERSBehörden haben erneut mit Dioxin belastete Eier gefunden. Diesmal sind konventionelle Höfe in Niedersachsen betroffen, sie wurden gesperrt. Ausgelieferte Eier wurden zurückgerufen, Stempelnummern veröffentlicht. http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,827469,00.html
ist gerade gewesen.da ist der Eierkonsum immer hoch.Ein paar Tage spaeter solch eine Meldung...
warlock2 13.04.2012
2. Belastete Eier
Bla bla bla! Die Eier sind bestimmt schon über ein Jahr wieder belastet. So lange es keine drastischen Strafen für die Betriebe gibt, die belastete Lebensmittel verkaufen, wird es immer wieder Dioxin im Essen geben. Meiner Meinung nach sollte ein Betrieb der auffällig ist beim ersten Verstoß eine empfindliche Geldstrafe und bei einem weiteren Verstoß die Lizenz entzogen bekommen, und nie wieder Lebensmittel produzieren dürfen. Dann wäre das Problem gelöst.
Rainer Helmbrecht 13.04.2012
3.
Zitat von warlock2Bla bla bla! Die Eier sind bestimmt schon über ein Jahr wieder belastet. So lange es keine drastischen Strafen für die Betriebe gibt, die belastete Lebensmittel verkaufen, wird es immer wieder Dioxin im Essen geben. Meiner Meinung nach sollte ein Betrieb der auffällig ist beim ersten Verstoß eine empfindliche Geldstrafe und bei einem weiteren Verstoß die Lizenz entzogen bekommen, und nie wieder Lebensmittel produzieren dürfen. Dann wäre das Problem gelöst.
Wenn ich lese, dass man nicht wüsste wo das Dioxin herkommt wird mir schlecht. Ich könnte Wetten, dass das jeder Futtermittelhersteller aufklären könnte. Es dreht sich doch nicht um ein KG von diesem Zeug, das wird doch nicht aus Versehen in das Futter gelangt sein und die Quelle muss so billig sein das es sich lohnt. Leider werden nur Döner- und Würstchenbuden streng kontrolliert, wenn es um größer Hersteller geht, dann weiss kein Mensch wie man Täter bestrafen kann. Es fehlt einfach der Wille. MfG. Rainer
beuerlein 13.04.2012
4.
Zitat von Rainer HelmbrechtWenn ich lese, dass man nicht wüsste wo das Dioxin herkommt wird mir schlecht. Ich könnte Wetten, dass das jeder Futtermittelhersteller aufklären könnte. Es dreht sich doch nicht um ein KG von diesem Zeug, das wird doch nicht aus Versehen in das Futter gelangt sein und die Quelle muss so billig sein das es sich lohnt. Leider werden nur Döner- und Würstchenbuden streng kontrolliert, wenn es um größer Hersteller geht, dann weiss kein Mensch wie man Täter bestrafen kann. Es fehlt einfach der Wille. MfG. Rainer
Es wird wohl kein Landwirt wissentlich Dioxine opder PCB ins Futter mischen, weil das einfach keinen Sinn macht. Im übrigen ist Vorsicht angesagt. Bei uns wurden vor 3 Jahren Flächen gesperrt, keiner konnte sich die PCB-Funde erklären, da sie nur sporadisch auftauchten. Zum Schluß stellte sich heraus, das die Spuren von der Deckenverkleidung des Labors stammten.
Rainer Helmbrecht 13.04.2012
5.
Zitat von beuerleinEs wird wohl kein Landwirt wissentlich Dioxine opder PCB ins Futter mischen, weil das einfach keinen Sinn macht. Im übrigen ist Vorsicht angesagt. Bei uns wurden vor 3 Jahren Flächen gesperrt, keiner konnte sich die PCB-Funde erklären, da sie nur sporadisch auftauchten. Zum Schluß stellte sich heraus, das die Spuren von der Deckenverkleidung des Labors stammten.
Das kann stimmen, oder auch nicht. Was da von der Decke kommen kann, könnte meiner Meinung nur die Messergebnisse verfälschen und nicht die Eier kontaminieren.Wenn das in verschieden Laboren gemessen wurde, bleibe ich misstrauisch. MfG. Rainer
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