Lidl und Rewe Discounter wollen Zuckergehalt in eigenen Produkten reduzieren

Zucker steckt in zahlreichen Lebensmitteln und kann Krankheiten auslösen. Jetzt wollen Discounter in ihren eigenen Produkten den Gehalt des süßen Stoffs reduzieren - zumindest ein bisschen.

Lidl-Tüten
ddp

Lidl-Tüten


Der Discounter Lidl will einem Bericht zufolge den Zuckergehalt in seinen Getränken und Backwaren reduzieren. In einigen Erfrischungsgetränken wie Cola und Eistee solle der Zuckergehalt in einem ersten Schritt "um fünf bis acht Prozent" gesenkt werden, sagte eine Sprecherin des Unternehmens der "Wirtschaftswoche".

Bei den Molkereiprodukten werde derzeit "jeder Joghurt" überarbeitet, außerdem arbeite Lidl an der Reduktion des Zuckeranteils bei 20 Gebäck- und Backwarenartikeln. Bereits Anfang vergangenen Jahres hatte sich der Discounter dazu verpflichtet, Zucker und Salz in seinen Eigenmarkenprodukten bis 2025 um 20 Prozent zu reduzieren.

Auch Rewe und Eckes-Granini wollen Zucker reduzieren

Auch der Handelskonzern Rewe will im Laufe des Jahres rund hundert zuckerreduzierte Eigenmarkenprodukte anbieten. Der Getränkehersteller Eckes-Granini will dem Bericht zufolge den Anteil zugesetzten Zuckers in seinen Produkten bis 2020 um zehn Prozent senken.

Die Diskussion um Zucker in Getränken und Lebensmitteln hatte am Mittwoch durch den Coca-Cola-Report von Foodwatch neuen Auftrieb erhalten. Darin gibt die Verbraucherorganisation dem Konzern eine Mitverantwortung für die Ausbreitung chronischer Krankheiten wie Fettleibigkeit und Diabetes. Foodwatch kritisiert vor allem die Marketingkampagnen des Unternehmens, die sich gezielt an junge Menschen richten.

hej/AFP



insgesamt 21 Beiträge
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novasun 05.04.2018
1. Na ja immerhin ein Schritt in die richtige Richtung.
Jetzt muss erst mal mühsam der Geschmack wieder in die andere Richtung trainiert werden... Sonst bricht der Absatz zu schnell ein...
j.e.r. 05.04.2018
2. Endlich ....!
Seit Jahren können die Hersteller mit nie eingehaltenen Zusagen einer "Selbstverpflichtung" verbindliche Regelungen und vor allem Grenzwerte durch Gesetzgeber abblocken. In vielen Ländern sogar Deklarationspflichten verhindern. Ich habe beliebig oft "Lebensmittel" nach Überprüfung von Inhaltsstoffen wie Zucker und Salz ins Regal zurückgestellt - Produkte die wirklich als gesundheitsgefährdend bezeichnet werden können. Wer immer mit halbwegs vernünftigen Produkten kommt - ich werde diese kaufen. Wobei 25% Reduktion bei heute gängigen Werten noch nicht ausreichen.
Tolotos 05.04.2018
3. Die Briten sind ja fähig, Zuckerverbrauch durch Abgaben abzustrafen!
In Deutschland gilt so etwas ja als Sozialismus! Allerdings nur, wenn die Klientel der Industrielobby diese Angaben zahlen muss. Wenn es, wie das EEG, bevorzugt die Normalbevölkerung trifft, ist das selbst für die parlamentarischen Arme der Wirtschaftslobby, Union & FDP, durchaus mit Marktkonfirmität vereinbar.
schlaueralsschlau 05.04.2018
4.
Also nur noch 400g Zucker im Paket statt 500. dann kaufe ich eben zwei Pakete oder gehe zu Aldi. Mal wieder eine versteckte Preiserhöhung. Mogelpackung.
Spr. 05.04.2018
5. Jubilier, Tirilier!
Bei so viel geballter Augenwischerei (BIS ZU wenigen Prozent) werden sowohl Diabetes als auch Herz- und Kreislauf-Krankheiten bestimmt schon in kürzester Zeit der Vergangenheit angehören! Für wie blöd halten diese Unternehmen ihre Kunden?
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