Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

EEG-Reform: Ökostrom-Deal kostet private Stromkunden Milliarden

Windräder im Gewitter: Stromkunden müssen 60 Euro mehr zahlen Zur Großansicht
DPA

Windräder im Gewitter: Stromkunden müssen 60 Euro mehr zahlen

Der Kompromiss zwischen Bund und Ländern bei der Reform der Energiewende wird Stromkunden teuer zu stehen kommen. Nach Informationen des SPIEGEL werden Verbraucher in den kommenden sechs Jahren mit rund zehn Milliarden Euro belastet.

Berlin - Die Länder haben sich im Streit um die Ausgestaltung der Energiewende wenigstens in Teilen durchgesetzt - und das auf Kosten der privaten Haushalte. Der Kompromiss zwischen Bund und Ländern bei der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes belastet die Stromkunden nach Informationen des SPIEGEL in den nächsten sechs Jahren mit rund zehn Milliarden Euro. Das geht aus Berechnungen des Bundeswirtschaftsministeriums hervor (Lesen Sie mehr zum Ökostrom-Deal hier im aktuellen SPIEGEL).

Demnach könnte die Ökostrom-Umlage bis zum Jahr 2020 von heute 6,2 Cent pro Kilowattstunde auf dann 7,7 Cent ansteigen. Ein Vier-Personen-Haushalt würde durch die Preissteigerung mit einer um 60 Euro erhöhten Stromrechnung belastet.

Grund für den Anstieg sind die Sonderwünsche der Länder bei der Förderung von Bio- und Windenergie, die die 16 Ministerpräsidenten am vergangenen Dienstag beim Energiegipfel im Bundeskanzleramt der Regierung abhandeln konnten. Das Wirtschaftsministerium warnt in dem Schreiben etwa bei der Offshore-Windkraft vor dem "Risiko einer Überschreitung des Ausbauziels" und einer "hohen Kostenwirkung" in den Jahren 2018 und 2019.

Bei der Bioenergie prognostizieren die Experten eine "höhere Vergütung", wegen der "eine Überschreitung" des in der Novelle vereinbarten Ausbaupfades von 100 Megawatt "wahrscheinlich wird". Ein anderer Bonus für die Bioenergie bewirke einen "reinen Mitnahmeeffekt", heißt es in der dem SPIEGEL vorliegenden Aufstellung.

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 634 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. ach...
derlabbecker 06.04.2014
Zitat von sysopDPADer Kompromiss zwischen Bund und Ländern bei der Reform der Energiewende wird Stromkunden teuer zu stehen kommen. Nach Informationen des SPIEGEL werden Verbraucher in den kommenden sechs Jahren mit rund zehn Milliarden Euro belastet. http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/eeg-reform-oekostrom-deal-kostet-private-stromkunden-milliarden-a-962844.html
... bleiben die Golfclubs weiterhin befreit?
2. Macht doch nichts!
unixv 06.04.2014
zahlen wir doch gerne! Damit z.B. Gabriel auch einen tollen Job in der Wirtschaft bekommt! wer hat uns schon wieder verraten?
3. Der 1,5 cent mehr Horror?
gamar 06.04.2014
Also bis 2020 soll der Anteil erneuerbarer Energien sich fasst verdoppeln und das ganze kostet Haushalte dann nur 1,5 cent mehr EEG-Umlage? Na das sind mir die Jobs beim Ausbau & Wartung dieser inländischen Anlagen wert... der Spiegel und sein Anti-erneuerbare Industrie getrommel. Einfach nur peinlich.
4. Wir bauen also
Lankoron 06.04.2014
noch mehr Offshore-Windparks, obwohl schon derzeit die bestehenden nicht angeschlossen werden können. Ausserdem opponiert eine Reihe von Ländern gegen die Transporttrassen nach Süden......aber hauptsache, wir belasten weiter den Bürger und nehmen örtliche Bäckereien und andere "weltmarktorientierten" Betrieben ihre Sorgen und befreien sie noch mehr von Steuern...genau wie den Grossunternehmen, die dann die gesparten Milliarden lieber ihren Großaktionären zukommen lassen, damit diese sich mit eine klitzekleinen Teil der Gewinne die verantwortlichen Politiker kaufen.
5. Spd...
funnymoney 06.04.2014
,die Partei der kleinen Leute, hat mit einem echt sozialen Ausgleich zugeschlagen. Die Lasten werden wirklich gleich verteilt. Nicht, dass das die FDP nicht genauso hätte machen können, aber die sind nicht mehr da und deren Headline hätte vermutlich mehr polarisiert. Nach 100 Tagen GroKo habe ich diese Regierung so dick, als wäre sie schon 10 Jahre im Amt. Das ist nun noch gut drei Jahre auszuhalten und keiner weiss, was dann kommt. Die, die hie eintreten, lassen alle Hoffnung fahren....
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH





Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: