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Versicherungsdaten: Hier wird am häufigsten eingebrochen

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Wo ist die Gefahr eines Einbruchs am höchsten? Die Studie einer Versicherung zeigt das Risiko bis auf den Stadtteil genau für Berlin, Hamburg und Köln. Außerdem: Leipziger werden rund sechs Mal häufiger beklaut als Münchner.

Vermummter Einbrecher mit Taschenlampe (Symbolbild): Zahl der Diebstähle steigt Zur Großansicht
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Vermummter Einbrecher mit Taschenlampe (Symbolbild): Zahl der Diebstähle steigt

Die Zahl der Einbrüche steigt. Im vergangenen Jahr zählte das Bundeskriminalamt so viele Fälle wie seit 16 Jahren nicht. Rund 152.000 Mal verschafften sich Diebe 2014 Zutritt zu Wohnungen und Häusern.

Doch wo schlagen die Täter zu? Einbrecher würden es vor allem auf Reiche absehen, lautet ein Mythos, an dem wenig dran ist. Von Stadt zu Stadt hingegen gibt es durchaus große Unterschiede, wie eine nicht-repräsentative Untersuchung der Versicherung Generali Deutschland zeigt, die SPIEGEL ONLINE vorliegt.

Demnach melden Versicherte in Leipzig rund sechs Mal häufiger einen Einbruchdiebstahl als Münchner und Nürnberger. Für die Veröffentlichung hat die Versicherung 32.000 Schadensmeldungen zu Einbrüchen und Diebstählen von Versicherten der Generali Versicherungen und der AachenMünchener analysiert. Die Zahlen stammen aus den Jahren 2012 bis 2014 und wurden auf zehn Jahre hochgerechnet.

Deutschlandweit melden rund vier Prozent der Generali-Versicherten innerhalb von zehn Jahren einen Einbruchdiebstahl. Anders herum ausgedrückt: 96 Prozent meldeten keinen Einbruch und haben ihre Wohngebäude- und Hausratversicherung - die Grundlage für die Untersuchung - nicht dafür in Anspruch genommen.

In Städten verdoppelt sich das Risiko für einen Einbruch im Vergleich zu Gesamtdeutschland durchschnittlich auf neun Prozent. Aussagekräftiger als der Durchschnitt sind allerdings die Angaben für einzelne Städte, denn die Spanne reicht von 2,9 Prozent in München bis 18,3 Prozent in Leipzig.

Innerhalb der Millionenstädte Berlin, Hamburg und Köln ändert der eigene Stadtteil nur wenig am Einbruchrisiko. In allen drei Städten melden jeweils zwischen sieben und elf Prozent der versicherten Haushalte innerhalb von zehn Jahren einen Einbruchdiebstahl. Auch der Bund Deutscher Kriminalbeamter weist darauf hin, dass Einbrüche Menschen in sozial schwachen Vierteln genauso treffen können wie in reicheren Gegenden.

Wie hoch das Risiko in welchem Stadtteil ist, zeigt die Fotostrecke für Berlin, Hamburg und Köln:

Fotostrecke

3  Bilder
Risikoatlas Einbrüche: Berlin, Hamburg und Köln im Detail

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 34 Beiträge
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1. Soso,
thelinguist 23.07.2015
Soso, "Brmene" also auf Platz 4. Aber wo liegt "Brmene" bloß? Vielen Dank für Ihren Hinweis, wir haben den Fehler korrigiert, die Redaktion
2. leider zu wenig
flupso 23.07.2015
mich hätten sehr viel mehr Statistiken dazu interessiert, als eine reine Stadtbetrachtung: - Uhrzeit / Tageszeit - Jahreszeit / Ferien / Sylvester / ... - Lage der Wohnung (direkt an Straße, Hinterhof, Etage, ...) - uvm. Diese Analyse hier hilft mir kein bisschen.
3. Warum in München so wenig Einbrüche?
Hartmut Schwensen 23.07.2015
Es würde mich mal interessieren, warum in München vergleichsweise wenig Einbrüche stattfinden.
4. Daten
sapereaude! 23.07.2015
Lieber Herr Seibt, meinen Sie wirklich, dass man anhand von Versicherungsdaten wirklich etwas über die Einbruchhäufigkeit aussagen kan? Wäre es nicht viel sinnvoller, die Anzahl der bei der Polizei gemeldeten Einbrüche für diesen Artikel hernazuziehen? Wenn beispielsweise bei mir eingebrochen wird, melde ich das natürlich der Polizei. Da ich aber keine Versicherung habe, der ich das melden könnte, würde zumindest dieser Einbruch in Ihrer Statistik fehlen.
5. Köln sehr blau
epmd5000 23.07.2015
Erstaunlich, dass Köln die meisten Stadtteile mit dunkelblauer Färbung hat. Weiss einer eine Erklärung dafür? Glücklicherweise wohne ich im "hellsten" rechtsrheinischen Stadteil, Dünnwald.
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