Umsatzplus im Einzelhandel Will ich, kauf ich

Die robuste Konjunktur und die niedrigen Zinsen animieren die Deutschen zum Shoppen. Die Umsätze im Einzelhandel sind im Januar so stark gestiegen wie seit Sommer 2010 nicht mehr. Besonders kräftig boomt der Internet- und Versandhandel.

Shopping in München: Starkes Plus im Einzelhandel
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Shopping in München: Starkes Plus im Einzelhandel


Berlin - Die Sparnation Deutschland lernt das Shoppen: Die Einzelhändler haben ihren Umsatz zum Jahresauftakt deutlich gesteigert. Die Erlöse kletterten im Januar inflationsbereinigt um 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Das war der stärkste Anstieg seit Juni 2010. Von Dezember auf Januar kletterten die Umsätze um 2,9 Prozent, rund siebenmal stärker als von Ökonomen erwartet.

  • Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte den Angaben zufolge im Januar real 3,8 Prozent mehr um als im Januar 2014.
  • Bei Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten betrug der Anstieg dabei 3,9 Prozent.
  • Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln stiegen die Umsätze real um 6,3 Prozent.
  • Die höchste Zuwachsrate erzielte dabei mit 14 Prozent der Internet- und Versandhandel.

Der Branchenverband HDE peilt für das laufende Jahr ein Plus von nominal 1,5 Prozent an, nach einem Anstieg von 1,8 Prozent 2014. Die Aussichten sind günstig. Denn die Kauflaune der Verbraucher ist nach Angaben der GfK-Marktforscher derzeit so gut wie seit Oktober 2001 nicht mehr. Zudem müssen die Konsumenten derzeit weniger für Tanken und Heizen bezahlen und können deshalb mehr Geld für andere Dinge ausgeben.

ssu/AFP/Reuters

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insgesamt 78 Beiträge
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Thunder79 03.03.2015
1.
Ich bin doch das beste Beispiel: unsere Firma boomt, fette Gehaltserhöhungen und Sonderzahlung im Dezember. Auf dem Sparbuch gibt's keine Zinsen. Drum gebe ich es gerne aus, meine Familie freut sich ebenfalls. Vorausgesetzt die Zahlen stimmen und man sitzt nicht auf einem Berg Schulden.
marthaimschnee 03.03.2015
2.
Die Meldungen kommen mir langsam vor wie die Wahlergebnisse in der DDR. 98% für die SED, obwohl sie keiner gewählt haben will. Ich kenne merkwürdigerweise niemanden im Kaufrausch!
daldner 03.03.2015
3. Vielleicht kaufen die Leute
deshalb verstärkt, weil vielfach die 5 jährige Haltbarkeitsphase abgelaufen ist (geplante Obsoleszenz). Ansonsten herrscht in den Läden eher gähnende Leere, jedenfall bei den Klamotten. Aber eine Jeans hält wohl heute einfach länger als eine Waschmaschine oder ein PC.
tommyblux 03.03.2015
4. Mindestlohn?
Möglicherweise ja auch der Mindestlohn!?!
la_veritat 03.03.2015
5. Zunahme der Kredite dank niedriger Zinsen und Investition statt Sparen -
waere wohl die treffendere Bezeichnung fuer das geaenderte Konsumverhalten der Deutschen. Wenn es fuers Sparen keine Zinsen mehr gibt, wird eben das Geld verkonsumiert. Und wer kein Geld uebrig hat leiht sich dies fuer niedrige Zinsen. Echte Marktsteigerung wird dadurch nicht generiert. Viel mehr werden Investitionen vorgezogen, die spaeter der Wirtschaft wieder fehlen und viele verschulden sich noch mehr und werden spaeter Privatinsolvenz anmelden muessen. Vorbild sind hier fuer viele die momentanen fiskalen Ereignisse in der EU. Ob dies im Endeffekt so eine gute Nachricht ist, bleibt jeden selbst ueberlassen, Grund zum Jubeln ist es nicht!
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