Energiekosten: Wo Gas und Strom teurer werden

Strom- und Heizkosten erhöhen sich 2012 für acht Millionen Haushalte. Gasanbieter heben die Preise um bis zu 22 Prozent an, Stromversorger um bis zu 14,6 Prozent. Wo Energie um wie viel teurer wird, zeigt die Übersicht.

Gasherd: Energiepreise steigen 2012 kräftig Zur Großansicht
dpa

Gasherd: Energiepreise steigen 2012 kräftig

Hamburg - Das Jahr 2012 beginnt für viele Verbraucher mit einem Preisschock. Laut dem Vergleichsportal Toptarif müssen sich viele Strom- und Gaskunden im kommenden Jahr auf höhere Preise einstellen. Insgesamt seien rund acht Millionen Haushalte von den Preiserhöhungen betroffen.

Mindestens 139 Stromversorger verlangen demnach bald mehr Geld, im Schnitt sind es rund 3,8 Prozent, aufs Jahr gerechnet sind das 38 Euro mehr. In der Spitze werden die Strompreise sogar um 14,6 Prozent erhöht.

Noch teurer wird für viele das Gas. Hier legen die Preise zum Jahresbeginn bei mindestens 83 Unternehmen zu - um durchschnittlich 8,4 Prozent. Aufs Jahr gerechnet sind das Mehrkosten von 114 Euro. Die höchste Preissteigerung beträgt sogar 21,8 Prozent.

Besonders Verbraucher in Berlin sind von den anstehenden Preiserhöhungen betroffen, berichtet das Vergleichsportal. Die dortigen Grundversorger Vattenfall (1. Januar) und Gasag (1. Februar) heben sowohl die Strom- als auch die Gaspreise an. Die Unternehmen begründen dies mit steigenden Beschaffungskosten, höheren Netzentgelten und hohen Ölpreisen.

mmq

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1. Logische wird Energie teuerer
law1964 28.12.2011
Zitat von sysopStrom- und Heizkosten werden 2012 für viele Haushalte teurer. Gasanbieter erhöhen die*Preise um bis zu 22 Prozent, Stromversorger um bis zu 14,6 Prozent. Mindestens acht Millionen Haushalte müssen mehr zahlen. Wo es um wieviel geht, zeigt*die große Übersicht. http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,806074,00.html
Die Grünen sowie die Umweltlobbyverbände tun ja alles dafür dass Energie teuerer wird. Das Weltklimasowie die Welt hat sich immer verändert durch Meteoriteneinschläge, Eiszeiten usw. Wir werden die Welt nicht anhalten. Gut das wir SPD-Gas-Schröder haben für mehr Abhänigkeit von russischem Gas (bei Schwierigkeiten kann man es gut als Druckmittel z.B bei technischen Störungen einsetzen). Der Staat sollte nicht soviele Auflagen machen sondern dafür sorgen dass Energie bezahlbar bleibt.
2.
kdshp 28.12.2011
Zitat von sysopStrom- und Heizkosten werden 2012 für viele Haushalte teurer. Gasanbieter erhöhen die*Preise um bis zu 22 Prozent, Stromversorger um bis zu 14,6 Prozent. Mindestens acht Millionen Haushalte müssen mehr zahlen. Wo es um wieviel geht, zeigt*die große Übersicht. http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,806074,00.html
Hallo, wundert das wen? Hier werden doch monopolstellungen ausgenutzt und scharmlos abgezockt. DAS schadet auch der wirtschaft und deswegen sollte die bundesregieung intervenieren ABER das wird wohl nicht passieren weil man selber auch dran verdient oder nach seinem amt einen schönen posten bekommt siehe ex kanzler g. schröder.
3. 1 Sekunde Recherche
matthias_b. 28.12.2011
Zitat von sysopStrom- und Heizkosten werden 2012 für viele Haushalte teurer. Gasanbieter erhöhen die*Preise um bis zu 22 Prozent, Stromversorger um bis zu 14,6 Prozent. Mindestens acht Millionen Haushalte müssen mehr zahlen. Wo es um wieviel geht, zeigt*die große Übersicht. http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,806074,00.html
Seit letztem Jahr sind die Gaspreise um gut 25 % gefallen: Natural-Gas Preis | Natural-Gas | Natural-Gas Kurs | Natural-Gas Zertifikate | Zertifikate auf Natural-Gas (http://www.finanzen.net/rohstoffe/Natural-Gas-Preis)
4.
dulz 28.12.2011
Zitat von law1964Die Grünen sowie die Umweltlobbyverbände tun ja alles dafür dass Energie teuerer wird. Das Weltklimasowie die Welt hat sich immer verändert durch Meteoriteneinschläge, Eiszeiten usw. Wir werden die Welt nicht anhalten. Gut das wir SPD-Gas-Schröder haben für mehr Abhänigkeit von russischem Gas (bei Schwierigkeiten kann man es gut als Druckmittel z.B bei technischen Störungen einsetzen). Der Staat sollte nicht soviele Auflagen machen sondern dafür sorgen dass Energie bezahlbar bleibt.
Warum nicht einfach etwas sparsamer mit Energie umgehen? Warum nicht statt "mehr PS" einfach mal "weniger Spritverkauf" als Autokaufkriterium benutzen? Warum nicht statt "mehr Diagonale" einfach mach nach "weniger Stromverbrauch" beim nächsten TV achten? Ich wette, jeder "Durchschnittsbürger" schafft es, binnen weniger Jahre durch "Augen auf" bei Neuanschaffungen seinen/ihren Energieverbrauch kräftig zu reduzieren und so die Preissteigerungen locker aufzufangen (aber klar, meckern geht natürlich einfacher als sich mal über irgendwelche Zusämmenhänge einen Kopf zu machen). Gruß
5. Nö
Wolfes74 28.12.2011
Zitat von law1964Die Grünen sowie die Umweltlobbyverbände tun ja alles dafür dass Energie teuerer wird. Das Weltklimasowie die Welt hat sich immer verändert durch Meteoriteneinschläge, Eiszeiten usw. Wir werden die Welt nicht anhalten. Gut das wir SPD-Gas-Schröder haben für mehr Abhänigkeit von russischem Gas (bei Schwierigkeiten kann man es gut als Druckmittel z.B bei technischen Störungen einsetzen). Der Staat sollte nicht soviele Auflagen machen sondern dafür sorgen dass Energie bezahlbar bleibt.
Das hat nix mit den Grünen oder Umweltlobbyverbänden zu tun. Die Preise für den Endverbraucher würden und werden auch weiterhin steigen, selbst wenn die Stromversorger alle Reaktoren wieder ans Netz nehmen dürften und die Erlaubnis erhielten 100 neue AKW´s in unserern Gefilden zu bauen. Leute, ihr (ich auch) werdet einfach nur abgezockt, bekommt das mal rein in eure Schädel. Die Jungs und Mädels großer Energiekonzerne bekommen sich höchstwahrscheinlich abends kaum noch ein vor Lachen über die Lahmarschigkeit und Gutgläubigkeit der Verbraucher. Um gleich noch ein paar Voraussagen zu machen - auch nächstes Jahr und das darauf folgende werden die Preise für den Endverbraucher steigen - warum??? Weil die Energielieferanten das können.
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Fotostrecke
Fotostrecke: Gasförderung rund um die Welt

Die Koppelung von Öl - und Gaspreis
Private Verträge
Die Ölpreisbindung ist nicht staatlich festgelegt. Sie ist vielmehr eine bilaterale Vereinbarung zwischen den großen Gasunternehmen. Auf der einen Seite stehen die Lieferanten aus den Niederlanden, Norwegen und Russland, auf der anderen die deutschen Importgesellschaften wie Wingas oder E.on Ruhrgas. Die Ölpreisbindung reicht zurück bis zum Beginn von Erdgaslieferungen nach Deutschland in den sechziger Jahren.
Halbes Jahr Abstand
Die Ölpreisbindung regelt, dass die Erdgasproduzenten ihre Preise an die Entwicklung des Ölpreises angleichen - in der Regel mit einem zeitlichen Abstand von einem halben Jahr. Eingeführt wurde die Koppelung, um Gas dauerhaft wettbewerbsfähig mit Öl zu machen. Steigt der Ölpreis, folgt auch der Gaspreis - und andersherum.
Versorgungssicherheit
Die Energiebranche begründet die Ölpreisbindung mit dem Argument der Versorgungssicherheit: Da die großen Importverträge in der Regel sehr langfristig angelegt sind, brauche es einen Preismechanismus, der für beide Seiten fair sei - auch noch fünf Jahre nach Vertragsabschluss. Laut Gaswirtschaft ist die Erschließung der Rohstoffvorkommen nur dank dieser Sicherheit rentabel. Das Gleiche gelte für den Bau von Pipelines, der sich sonst nicht lohnen würde. Die Ölpreisbindung garantiere außerdem, dass die wenigen ausländischen Produzenten ihre Marktmacht nicht ausspielen.
Untersuchung des Kartellamts
Die Ölpreisbindung gerät immer wieder in die Kritik - vor allem bei steigenden Preisen. Gegner argumentieren, die Koppelung habe nur wenig mit Wettbewerb und vernünftiger Konkurrenz zu tun. Das Bundeskartellamt hat die Koppelung bereits unter die Lupe genommen, allerdings wurde offiziell kein Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht festgestellt.
Andere Länder - andere Gaspreise
In anderen Ländern wie Großbritannien ist die Koppelung abgeschafft. Dort wird Gas nicht über langfristige Lieferverträge gehandelt sondern über die Börse. Die deutsche Energiebranche weist darauf hin, dass der Gaspreis in Großbritannien keineswegs niedriger liege als in Deutschland - sondern eher höher.