EU-Länder außerhalb der Eurozone Extragebühren für Zahlungen in Euro bald untersagt

In EU-Ländern außerhalb der Eurozone kann Geld abheben und bezahlen teuer werden: Viele Banken verlangen eine Gebühr. Die EU hat nun beschlossen, sie transparenter zu machen - und teilweise ganz zu verbieten.


Für Abhebungen und Zahlungen in Euro dürfen künftig innerhalb der EU keine Extragebühren mehr berechnet werden. Darauf haben sich Unterhändler des Europaparlaments und der Mitgliedstaaten geeinigt. Die Institutionen müssen dem Schritt noch formell zustimmen.

Bislang können Kunden aus Euro-Ländern auf Reisen in EU-Staaten außerhalb der Eurozone oft zwischen der lokalen Währung und dem Euro wählen. Auch bei Online-Käufen mit Kartenzahlungen außerhalb der Eurozone kann häufig zwischen der Landeswährung und dem Euro gewählt werden.

Beim Bezahlen in der Landeswährung - in Polen etwa Zloty - rechnet die Bank den zu zahlenden Betrag für den Kunden nicht sichtbar in Euro um. Verbraucher erfahren dann einige Tage später auf ihrem Kontoauszug, wie viel Euro sie letztlich bezahlt haben. Diese Kosten sollen jetzt transparenter gemacht werden.

Wählen sie jedoch die Zahlung direkt in Euro aus, rechnet der Zahlungsdienstleister den Betrag sofort sichtbar um - dafür berechnet er jedoch Zusatzgebühren. Dem EU-Beschluss nach sollen diese Entgelte nun entfallen.

fek/dpa-AFXP



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