Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Euro-Zone: Inflation schnellt auf 2,2 Prozent hoch

Zwei Prozent Inflation - mehr duldet die Europäische Zentralbank mittelfristig nicht. Gut möglich, dass die Währungshüter bald die Zinsen erhöhen: Im Dezember legten die Preise in der Euro-Zone um 2,2 Prozent zu.

Ölförderung: Steigende Benzinpreise treiben die Teuerungsrate Zur Großansicht
dpa

Ölförderung: Steigende Benzinpreise treiben die Teuerungsrate

Luxemburg - Der Preisauftrieb in der Euro-Zone hat sich im Dezember überraschend deutlich beschleunigt. Die jährliche Inflationsrate sei auf 2,2 Prozent geklettert, teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat am Dienstag in einer ersten Schätzung mit.

Im Vormonat waren die Verbraucherpreise im Jahresvergleich noch um 1,9 Prozent gestiegen. Ökonomen hatten im Durchschnitt für Dezember nur mit einem leichten Anstieg auf zwei Prozent gerechnet.

Die Jahresrate liegt nun etwas über der mittelfristigen Zielregion der Europäischen Zentralbank (EZB) von knapp zwei Prozent. Eine stärkere Teuerung hatte es zuletzt im Oktober 2008 mit 3,2 Prozent gegeben. Die EZB sieht stabile Preise mittelfristig nur bei Werten von knapp unter zwei Prozent gewährleistet.

In Deutschland war die Inflation im Dezember geringer als in der Euro-Zone insgesamt: Die Preise stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,7 Prozent.

böl/Reuters/dpa-AFX

Diesen Artikel...
Forum - Droht Europa eine Mega-Inflation?
insgesamt 1119 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1.
Kontrastprogramm 02.03.2010
Zitat von sysopIn der Finanzkrise haben die Regierungen Milliarden in die Wirtschaft gepumpt, gleichzeitig hält die Europäische Zentralbank die Zinsen auf einem extrem niedrigen Niveau. Wie lange kann das noch gut gehen? Droht Europa eine Mega-Inflation - mit negativen Folgen für den Euro?
Die Zockerei gegen den Euro provoziert geradezu die Verknappung der Geldmenge M3 sowie eine Zinserhöhung. Inflation wohl zwangsläufig - aber keine Megainflation.
2.
TvanH 02.03.2010
Zitat von sysopIn der Finanzkrise haben die Regierungen Milliarden in die Wirtschaft gepumpt, gleichzeitig hält die Europäische Zentralbank die Zinsen auf einem extrem niedrigen Niveau. Wie lange kann das noch gut gehen? Droht Europa eine Mega-Inflation - mit negativen Folgen für den Euro?
Das sind aber auch Themen, so schön apokalyptisch.
3.
Volker Gretz, 02.03.2010
Zitat von sysopIn der Finanzkrise haben die Regierungen Milliarden in die Wirtschaft gepumpt, gleichzeitig hält die Europäische Zentralbank die Zinsen auf einem extrem niedrigen Niveau. Wie lange kann das noch gut gehen? Droht Europa eine Mega-Inflation - mit negativen Folgen für den Euro?
Was soll uns denn noch passieren? Uns hat's nicht gestört als die 1-DM-Läden in 1-euro-Läden umbenannt wurden, die Brötchen plözlich 90 Pfennig und der Liter Benzin 3,20 DM kostete. Nach dem Euro kann uns doch nichts mehr erschüttern :-) Zahlen und rechnen wir halt in 1/100 Feinunzen oder alternativ: Kleibeträgen werden mit Schweizer Taschenmessern, Zigaretten, Alkohol - größere Anschaffungen mit Rolexmodellen bezahlt. ;-)
4.
Astir01 02.03.2010
Bis ein Kind in die grüblerische Stille hinein ruft: "Aber, der König hat ja gar nichts an!" bleibt alles mehr oder weniger beim Alten. Schon heute übersteigt der "Wert" aller Guthaben den aller Waren und Dienstleistungen um einen bedeutenden Faktor. (etwa 10) Durch die exzessive Kreditvergabe zum Nulltarif vergrößert sich diese Diskrepanz immer weiter. So wie eine Bank bankrott geht, wenn alle Einleger gleichzeitig kommen und ihre Guthaben abheben wollen, so würde auch der Wert der Guthaben selbst verfallen, wenn alle Menschen gleichzeitig ihr Geld würden in Waren und Dienstleistungen umtauschen wollen. Bis es soweit ist, verfressen und versaufen die Bürger der USA aber auch die Griechenlands das Geld das wir Deutschen und die Chinesen sparen. Die Griechen haben z.B. eine "Sparquote" von -5%, d.h. sie geben 5 % mehr Geld aus als sie verdienen. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst, und den letzten beißen die Hunde.
5.
Oskar ist der Beste 02.03.2010
Zitat von sysopIn der Finanzkrise haben die Regierungen Milliarden in die Wirtschaft gepumpt, gleichzeitig hält die Europäische Zentralbank die Zinsen auf einem extrem niedrigen Niveau. Wie lange kann das noch gut gehen? Droht Europa eine Mega-Inflation - mit negativen Folgen für den Euro?
Inflation zerstört die Demokratie http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,681172,00.html was fuer ein Beitrag im Jahre eins nach dem neoliberalen Supergau. Das waere so, wenn man 1990 behauptet haette, dass der Wegfall der Mauer im 3. Weltkrieg enden wuerde. Natuerlich darf man eine Inflation nicht ungezuegelt sich ausbreiten lassen, andererseits sind 5% Inflation immer noch besser als 5% Arbeitslosigkeit (so Helmut Schmidt). Und die "Buerger", damit sind natuerlich nur die gemeint, die bereits Vermoegen haben, diejenigen aber, die aus welchen Gruenden von Transferleistungen leben, koennen sehr wohl davon leben, dass es eine hoehere Inflation in Folge eines hoeheren Wachstums gibt, denn in dem Szenario haben diese "Empfaenger" naemlich eher wieder einen ertraeglich bezahlten Job. Und mit Hohngelaechter denken wir noch an den famousen Steinbrueck, der doch tatsaechlich von Inflationsgefahren faselte in 2009 als die deutschen Unternehmen zu 70-80% ausgelastet gewesen sind.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Vote
Inflation oder Deflation?

Regierungen und Notenbanken haben Milliarden in die Märkte gepumpt. Droht Deutschland nun Inflation? Oder ist die Wirtschaft so schwach, dass die Verbraucherpreise sogar fallen?


Wie schützt man sich vor Inflation?
Alle Details
DPA
Bei vielen Menschen grassiert die Inflationsangst. Sie überlegen, in Sachwerte oder Gold zu investieren. Die Zeitschrift "Finanztest" hat untersucht, mit welchen Anlageformen man in den vergangenen 40 Jahren am ehesten vor Inflation geschützt war.

Alle Testergebnisse im Überblick.
Tipps
Mix. Der beste Inflationsschutz für Ihre Geldanlage ist ein guter Mix aus Zinsanlagen und chancenreichen Anlagen wie Aktien und Aktienfonds.

Aktien. Wenn Sie einen möglichst guten langfristigen Schutz gegen ­Inflation suchen, kaufen Sie Aktien oder Aktienfonds. Selbst als sicherheitsorientierter Anleger können Sie 15 Prozent Ihres Depots mit Aktienfonds füllen. Gute Fonds finden Sie in den Produktfindern "Aktiv gemanagte Fonds und Indexfonds".

Zinspapiere. Wenn Sie kurzfristig gegen Inflation abgesichert sein wollen, dann legen Sie Ihr Geld auf ein gut verzinstes Tagesgeld- oder Festgeldkonto. Einjährige sowie inflationsindexierte Bundesanleihen sind im Moment nicht zu empfehlen, weil sie zu teuer sind. Test.de bietet jeweils aktuelle Konditionen für Einmalanlagen mit Festzins sowie Tages- und Festgeld.

Gold. Gold ist riskant. Es sollte in ­Ihrem Depot nicht mehr als zehn Prozent an all Ihren riskanten Anlagen ausmachen. Gold ist zurzeit teuer und notiert außerdem in Dollar. Sie tragen außer dem Goldpreis- auch ein Wechselkursrisiko. Mehr Infos zum Thema Gold finden Sie im Artikel "Gold: Das müssen Anleger wissen" aus April 2009.
Tabelle: Ergebnisse kompakt
Erste Ölkrise, zweite Ölkrise, Wiedervereinigung, Spekulationsblasen am Aktienmarkt und jährliche Inflationsraten von minus 1 bis plus 7,7 Prozent pro Jahr.

Unsere Tabelle zeigt wie hoch die realen Renditen von Aktien, Anleihen und Gold in Deutschland seit 1970 waren.
Preismonitor
Heizöl, Käse, Bier: Was um wie viel teurer wird, erfahren Sie im Inflations-Flash von SPIEGEL ONLINE.

Die Europäische Zentralbank
EZB
Die Europäische Zentralbank (EZB) ist die gemeinsame Währungsbehörde der Mitgliedstaaten der Europäischen Währungsunion und bildet mit den nationalen Zentralbanken der EU-Staaten das Europäische System der Zentralbanken .
Europäischer Leitzins
Der von der Europäischen Zentralbank vorgegebene Leitzins legt fest, zu welchen Bedingungen sich Kreditinstitute Geld beschaffen und verleihen können.
Expansive Geldpolitik
Durch expansive Geldpolitik wird die verfügbare Geldmenge bei den Geschäftsbanken erhöht, um dadurch die Konjunktur anzukurbeln.
Geldwertstabilität
Ein Hauptziel der EZB ist die Geldwertstabilität , die vor allem mit Hilfe der Geldpolitik erreicht werden soll.
Buchtipp

Henrik Müller:
Sprengsatz Inflation.

Campus Verlag; 192 Seiten; 17,90 Euro.

Einfach und bequem: Direkt im SPIEGEL-Shop bestellen.


Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: