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Europäischer Gerichtshof: Fahrten im Außendienst sind Arbeitszeit

Sicherheit und Gesundheit gehen vor: Bei Arbeitnehmern ohne festen Arbeitsplatz gilt auch die Fahrt zum Kunden als Arbeitszeit. Das hat der Europäische Gerichtshof entschieden.

Bei Arbeitnehmern im Außendienst sind sowohl der Weg von der Wohnung zum ersten als auch der Heimweg vom letzten Kunden als Arbeitszeit anzurechnen. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden. Damit wollen die Luxemburger Richter Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer schützen.

In dem Streitfall ging es um das spanische Unternehmen Tyco, das Sicherheitssysteme verkauft. Die Arbeitnehmer von Tyco betreuen Kunden in ganz Spanien.

Der EuGH bestätigte mit seinem Urteil indirekt die Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts. Bei Arbeitnehmern ohne festen Arbeitsort gehöre die Fahrt zum Kunden "untrennbar" zur Arbeit, urteilte der EuGH. Sie sei notwendig, um dort die Leistungen erbringen zu können.

Mit ähnlicher Begründung hatte das Bundesarbeitsgericht in Erfurt 2009 entschieden, dass die Fahrzeiten eines Wartungsmechanikers bezahlt werden müssen.

mka/AFP

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