Gesundheitsrisiko Europol findet Rekordmenge gefälschter Lebensmittel

Der Ekelfaktor ist hoch, gefährlicher sind aber die Gesundheitsrisiken bei gefälschten Lebensmitteln. Laut Europol wurden zehntausend Tonnen Essen und eine Million Liter Getränke aus dem Verkehr gezogen.

Italienischer Ermittler mit Oliven, die mit einer Kupfer-Sulfat-Lösung gefärbt sind
DPA

Italienischer Ermittler mit Oliven, die mit einer Kupfer-Sulfat-Lösung gefärbt sind


Gefärbte Oliven, mit Kunstdünger verlängerter Zucker, gepanschter Wein: Polizeidienste haben in 57 Ländern eine Rekordmenge an gefälschten Lebensmitteln und Getränken sichergestellt, teilte Europol in Den Haag mit.

Mehr als 10.000 Tonnen und eine Million Liter gefälschter Lebensmittel wurden demnach in vier Monaten beschlagnahmt. Die Waren könnten "hohe Gesundheitsrisiken für die ahnungslosen Verbraucher haben", teilte Europol mit. Kriminelle Banden verkauften nach Angaben von Europol minderwertige Ware auch mit gefälschten Labels teurer Marken und erzielten riesige Profite.

Zum Beispiel wurden im Sudan fast neun Tonnen nachgemachter Zucker gefunden, der mit Kunstdünger verseucht war. Italienische Ermittler stellten 85 Tonnen Oliven sicher, die mit einer Kupfer-Sulfat-Lösung gefärbt waren. In Indonesien wurden 70 Kilo Hühnerinnereien beschlagnahmt, die in schädlichem Formalin eingelegt waren.

Die gemeinsam von der europäischen Polizeibehörde und Interpol koordinierte "Operation Opson" lief von November 2015 bis Februar 2016.

brt/dpa

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 55 Beiträge
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Seite 1
karljosef 30.03.2016
1. Wie war das?
Wer wollte das Mindesthaltbarkeitsdatum abschaffen? Wo doch bei den Lebensmitteln höchste Sorgfalt auf die Qualität angewendet wird?
matijas 30.03.2016
2. Konsumenten-Souveränität ...
Musste mir grad heute wieder die ewige Leier anhören: die Marktwirtschaft versorgt die Menschen mit dem, was sie brauchen, sie produziert dem Bedarf gemäß und genau das, was der Verbraucher möchte, denn sonst könnte sie es nicht verkaufen. Wer also Gammelfleisch kauft, muss es diesem Dogma zufolge so gewollt haben. Oder? * Was Tester und Prüfer so alles finden, ist im übrigen doch nur die Spitze des Eis- bzw. Gammelbergs.
j.w.pepper 30.03.2016
3. Was hat das, bitteschön...
Zitat von karljosefWer wollte das Mindesthaltbarkeitsdatum abschaffen? Wo doch bei den Lebensmitteln höchste Sorgfalt auf die Qualität angewendet wird?
...mit dem Thema des Artikels zu tun? Der Umstand, dass hier betrügerische Machenschaften aufgedeckt wurden, belegt im Gegenteil einmal mehr, dass regulär in der EU produzierte und verkaufte Lebensmittel hohe Qualitäts- und Sicherheitsstandards haben, sonst könnte man nämlich an billigen Fälschungen nichts sparen.
mykelgermany 30.03.2016
4. Mit dem MHD …
… hat das ja nun mal gar nichts zu tun, lieber Karljosef! Hier geht es um Produktfälschungen, vermutlich in erster Linie aus dem Nicht-EU Raum. Im Prinzip dasselbe, wie die nachgemachten Gucci- und Prada-Handtaschen und Rolex-Uhren, die man früher so schön am Strand in Playa del Ingles kaufen konnte. Viele meinen ja immer noch, das sei ein Kavaliersdelikt. Kommt eben darauf an, was man fälscht, nicht wahr?
Neckarfrosch 30.03.2016
5.
Das man Wein panschen kann, konnte ich mir vorstellen, dass man Oliven färben kann, ein wenig. Aber dass man Zucker nachmacht? Ist gemeint, dass dieser mit Kunstdünger gestreckt wurde?
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