Gesetzesinitiative Hamburger SPD will Steuerbefreiung für Fair-Trade-Kaffee

Wer keine Kaffeebauern ausbeuten will, zahlt drauf, doch das soll sich ändern: Die Hamburger SPD fordert nach SPIEGEL-Informationen eine Steuerbefreiung für sogenannten Fair-Trade-Kaffee - und könnte damit sogar auf Bundesebene erfolgreich sein.

Nachhaltig erzeugter Kaffee: Fairness soll kein Luxus sein
Corbis

Nachhaltig erzeugter Kaffee: Fairness soll kein Luxus sein


Hamburg - Wenn es nach der Hamburger SPD-Fraktion geht, soll Gutmenschentum in Zukunft zumindest in einem Bereich kein kostspieliges Privileg mehr sein. Am Mittwoch bringt die Hamburger Fraktion der Sozialdemokraten nach SPIEGEL-Informationen einen Antrag in die Bürgerschaft ein, wonach die vom Bund erhobene Kaffeesteuer für fair gehandelten Kaffee erlassen werden soll.

"Fairness und Gerechtigkeit sollen kein Luxus sein. Wer fair handelt und deshalb höhere Kosten hat, soll dadurch am Markt nicht benachteiligt werden", sagt der SPD-Bürgerschaftsabgeordneter und Mit-Initiator Sven Tode. (Lesen Sie den kompletten Artikel hier im aktuellen SPIEGEL.)

Was sich im ersten Moment wie ein PR-Stunt der hamburger Sozialdemokraten anhört, könnte tatsächlich bundesweite Durchschlagskraft entfalten. Die Mehrheit in der Bürgerschaft gilt als sicher, danach wird Hamburg versuchen, Bundestag und Bundesrat zu einer Gesetzesänderung zu bewegen. Sowohl auf Bundesebene wie auch von anderen Bundesländern gäbe es bereits positive Resonanz.

Unterstützung finden die Hamburger auch bei der Wirtschaft. Kaffeekönig Albert Darboven unterstützt die Initiative ebenso wie die Drogeriekette Budnikowsky. Schließlich würden auch sie von einem steigenden Absatz von gerecht produziertem Kaffee profitieren. Großröster wie Darboven und Tchibo haben ebenfalls fair gehandelten Kaffee in ihrem Sortiment.

mhe



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