Festgeld und Tagesgeld Wo Sie zumindest ein bisschen Zinsen bekommen

Wer bei der Geldanlage kein Risiko eingehen will, sollte sich auf Tages- und Festgeld beschränken. Die Hausbanken bieten oft nur mickrige Zinsen - bei einigen Onlineangeboten lohnt sich die Verzinsung mehr.

Euro-Münzen
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Euro-Münzen


Während Volksbanken, Sparkassen und deutsche Großbanken auf Tages- und Festgeld nur noch sehr geringe Zinsen gewähren, gibt es im Internet Angebote, die sich lohnen. Die Zeitschrift "Finanztest" hat für ihre aktuelle Ausgabe getestet, bei welchen ausländischen Onlineanbietern sich die Geldanlage lohnt - und von welchen Kunden besser die Finger lassen sollten.

Besonderes Augenmerk legten die Finanzexperten bei ihrem Test auch auf das Thema Sicherheit des angelegten Geldes. Verglichen wurden dabei Festgeldangebote für Laufzeiten bis zu zehn Jahren. So gehört die belgische Bank CVK bei vielen Laufzeiten zu den Top-Anbietern. Auch Angebote der Denizbank, der Eurocity Bank oder der Yapi Kredi Bank schnitten im Test gut ab.

Um die Angebote nutzen zu können, müssen Kunden in den meisten Fällen allerdings einen Umweg über sogenannte Zinsportale wie Zinspilot oder Weltsparen gehen (in der Tabelle in Klammern hinter der anbietenden Bank). Diese Plattformen vermitteln Zinsangebote zwischen deutschen Anlegern und den meist ausländischen Banken. Kunden können davon durchaus profitieren. Allerdings sollten Anleger beachten, dass nicht alle Angebote der Zinsportale auch empfehlenswert sind.

Die besten Zinsen aufs Festgeld
Laufzeit Höchster Zins (Prozent) Anbieter 0
1 Monat 0,50 Akbank 0
3 Monate 0,85 HSH Nordbank (Zinspilot) 1
6 Monate 0,90 Oney Bank (Zinspilot) 2
9 Monate 0,90 HSH Nordbank (Zinspilot) 3
12 Monate 1,00 BESV (Weltsparen), CKV (Savedo), Klarna 4
18 Monate 1,00 Close Brothers (Zinspilot) 5
2 Jahre 1,25 CKV (Savedo) 6
4 Jahre 1,80 CKV (Savedo) 7
6 Jahre 1,55 Yapi Kredi Bank 8
8 Jahre 1,75 CKV (Savedo) 9
10 Jahre 1,85 Eurocity Bank 10

Quelle: Finanztest

Interessierte Kunden sollten bei der Auswahl der Angebote darauf achten, in welchem Land die Banken ihren Sitz haben. Zwar gilt in der Europäischen Union generell eine Einlagensicherung von 100.000 Euro. In einigen EU-Staaten befindet diese sich allerdings erst im Aufbau. Selbst wenn Anleger wegen der EU-Vorschriften nichts verlieren sollten, könnte ihnen im schlimmsten Fall ein langwieriges Entschädigungsverfahren drohen. Für türkische Banken mit Hauptsitz in der Türkei gelten diese Vorschriften nicht.

Je länger Festgeld angelegt wird, desto höher ist auch die Rendite. Aktuell empfehlen die Finanzexperten allerdings keine allzu lange Bindung. Denn die Wahrscheinlichkeit eines Zinsanstiegs während der Laufzeit ist hoch. Anleger würden dann zwar kein Geld verlieren, sie hätten aber einen relativen Nachteil.

asc

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insgesamt 27 Beiträge
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captain_chaos 12.12.2017
1. Zeit für höhere Zinsen
Warum machen die weiter so? Derzeit gibt es eine Blase nach der anderen und die Zinsen bleiben weiter im Keller. erst Immobilienblase, dann noch die Aktienblase und jetzt die Bitcoinblase. Da wird bald einiges platzen bei so viel Geld im Markt und keiner weiss mehr wohin damit. Ich hab kein Vertrauen mehr in die Politik und den Bankensektor aber in Immobilien kann man es bei den Preisen nicht investieren. Da bleibt wohl nur abwarten oder in Gold investieren und hoffen das es diesmal nicht wieder so schlimm wird.
Halcroves 12.12.2017
2. Das System ist perfide einfach. Rendite gibt es bei ...
Immobilien und Aktienunternehmen. Gefragt sind Pflege AG´s. Gaaaanz sichere Sache. Erhalten ihre Einnahmen aus´m Pflegetopf und erwirtschaften damit eine Rendite für jeden Aktionär, indem man beim Pflegepersonal etc. einspart. Oder im Immobilienfond lässt sich auch dicke Kohle machen. Bei dem Wohnraumbedarf auch ne gaaanz sichere Sache. Billig renoviert wird dann teuer vermietet. Die Politik hält sich mit Sicherheit raus. Die kümmern sich um ihre Posten und haben damit genug zu tun.
Lagrange 12.12.2017
3.
Was ein Quatsch! Wegen 1,85% das Geld 10 Jahre im Ausland festlegen. Das bringt ja wohl mal gar nix. Da lass ich mein Geld lieber für nahezu 0% in Deutschland und warte auf höhere Zinsen. Ich habe auch aktuell nicht das Gefühl, dass die Inflation hoch ist, so dass die Relation Wertentwicklung - Inflation nicht wirklich schlechter als früher ist
soodersooderanders 12.12.2017
4. Bitcoins und Altcoins
Wenn ich dran denke, daß ich im Wilden Westen von Bitcoins und Altcoins in den letzten 24 Stunden 15% Gewinn gemacht habe, die ich sofort wieder in "Alte" Währung umtauschen kann... und daß keine Bank oder sonst wer mir horrende Gebühren für ihre "Leistung" abgeknöpft hat... dann rate ich dazu sich fundiert zu informieren und nicht jetzt plakativ "Mafiageld!" zu schreien, als ob die Mafia nicht wesentlich mehr Geld in Euros und Dollar rumliegen hat. Und bitte auch nicht "Schneeballsystem! Ponzi-Abzocke!". Einfach mal die Zeit investieren und sich selbst in aller Ruhe informieren. Und sich fragen: wird das je wieder weggehen? Ist es sicher? Und wie wird sich das wohl über die nächsten 5-10 Jahre entwickeln? Oder lieber weiter in Pferdekutschen investieren. Weil, diese komische neue Sache... naja, das setzt sich bestimmt nicht durch. Wie das Auto.
JoschiBeier 12.12.2017
5. Irgendwie Verarschung
Seit 2013 predige ich den Menschen in Bitcoin und anderen Cryptowährungen zu investieren / Ihre Bargeld-Reserveren zu sichern. Ich habe damit ziemlichen Erfolg gehabt, wie man sich nun rückblickend denken kann. Hier wird was von 1,85 % pro Jahr (Für 10 Jahre Laufzeit geschrieben). Diese 1,85 hatte ich von gestern auf heute, an einem Tag mit 0 Tagen Laufzeit. Wieso sollte man 1,85 % pro Jahr Zinsen haben wollen? Wenn ich mir die jährliche Inflation im Euro-Raum so anschaue, dann kann ich mein Geld auch gleich verbrennen, indem ich es dann zu Hause in Bar horte. Ob ich dann keine Zinsen, oder 1,85 % bekomme und dafür 10 Jahre nicht mehr rankomme, spielt kaum eine Rolle. Dann lieber kurz und schmerzlos und das Geld spenden, verschenken oder einfach ausgeben? Also seit Jahren werfen die CryptoWährungen enorme Renditen ab, ich bin da mit seit Jahren sehr gut gefahren, sodass ich heute nicht mehr arbeiten gehen müsste. Auch kann man, solange der Zins so niedrig is in den Börsenmarkt hinein, auch da wären locker über 3% Rendite im Jahr zu machen. Auch Immobilien, bei dieser Wohnungsnot sind gut machbar. Börsen nur, solange derLeitzins auf nahezu null is. Immobilien nur, solange der Staat nicht immens im sozialen Wohnungsbau investiert. Cryptowährungen nur mit Stop/lose System. Mehr muss man nicht wissen um Millionär zu werden. Kein Wunder, dass der Autor, welcher für diesen Artikel hier veranwortlich ist, nur mit "asc" unterschreibt. Ich würde hier auch nicht meinen real-name drunter haben wollen (Kommt dann für Bewerbungen sicher nicht gut, falls der zukünftige Personalchef dann mal den Namen googelt xd). Und da wundert ihr Euch wieso diese rechten Spinner auf den Demos "Lügenpresse" skandieren?!
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