Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Gastronomie: Kneipen-Umsätze steigen trotz Rauchverbot

Nirgendwo sind die Rauchergesetze strenger als in Bayern - und trotzdem sind dort die Umsätze der Gastronomie nach SPIEGEL-Informationen gestiegen. Die Sorgen vieler Kneipenbesitzer sind offenbar unbegründet.

Rauchen verboten: Hinweisschild bei einem Volksfest in Würzburg Zur Großansicht
ddp

Rauchen verboten: Hinweisschild bei einem Volksfest in Würzburg

Hamburg - Kneipengänger geben nicht mehr Geld aus, wenn sie in Lokalen rauchen dürfen. Das belegen neue Umsatzzahlen aus der Gastronomie. Die Ergebnisse beruhigen vielleicht die Brauer, die die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Die Grünen) derzeit bestürmen. Nach Steffens' Ankündigung, die laxen Rauchergesetze des Landes zu verschärfen, fürchten die Bierhersteller, bald weniger Getränke zu verkaufen.

Das ist offenbar unbegründet: Die Umsätze der Gastronomie sind zwar seit Jahren rückläufig, dies hängt nach SPIEGEL-Informationen aber nicht mit den Rauchergesetzen zusammen, wie Brauer, Gaststättengewerbe und Tabakfirmen behaupten. Beispiel Bayern: Seit vergangenem Sommer herrschen dort die strengsten Regelungen Deutschlands. Dennoch stiegen die Umsatzahlen im zweiten Halbjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,5 Prozent. Die Kneipen und Restaurants in Nordrhein-Westfalen mit umfassenden Ausnahmeregelungen für Raucher verzeichneten dagegen ein Minus von 3,1 Prozent.

Allein in Essen sind von 362 Kneipen nur gut ein Drittel rauchfrei, viele hatten das Tabakverbot etwa durch Gründung eines Raucherclubs umgangen. Weil die meisten Lokale in NRW die Ausnahmen des Landesgesetzes derartig ausnutzen, will Ministerin Steffens jetzt die Regelungen ändern.

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 296 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. ....
Pepito_Sbazzagutti 10.04.2011
Zitat von sysopNirgendwo sind die Rauchergesetze strenger als in Bayern - und trotzdem sind dort die Umsätze der Gastronomie nach SPIEGEL-Informationen gestiegen. Die Sorgen vieler Kneipenbesitzer sind offenbar unbegründet. http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,756140,00.html
Na, haben wir mal wieder zu Ungunsten der Raucher die Statistik verbogen?
2. Ach ja?
I'm a Substitute 10.04.2011
Zitat von sysopNirgendwo sind die Rauchergesetze strenger als in Bayern - und trotzdem sind dort die Umsätze der Gastronomie nach SPIEGEL-Informationen gestiegen. Die Sorgen vieler Kneipenbesitzer sind offenbar unbegründet. http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,756140,00.html
Oh, wie seltsam? Weil in Bayern das Rauchverbot noch strenger als in den anderen Bundesländern geregelt ist, steigen in Nordrhein-Westfalen die Gastronomieumsätze? Übrigens verwundert mich nicht, daß bei schrumpfender Anzahl gastronomischer Betriebe, in einzelnen besser besuchten Lokalen die Umsatzentwicklung positiv gesehen wird... journalistisch hätte man's also so ausdrücken können, daß die summierten Umsätze der Gastronomie schwächer sinken, als die Schließung von Betrieben/Betriebsstätten erwarten ließe... Nun sind die ENTWICKLUNGEN am Markt durchaus uneinheitlich (http://www.wiwo.de/unternehmen-maerkte/billiges-essen-wird-immer-beliebter-316186/) - und keineswegs zufriedenstellend (http://www.gasthaus-tradition.de/allgemein/umsatze-in-der-gastronomie-weiter-im-ruckwartsgang/), was immerhin nicht allein dem Rauchverbot anzulasten ist.
3. Nur Geschrei
Hubert Rudnick, 10.04.2011
Zitat von sysopNirgendwo sind die Rauchergesetze strenger als in Bayern - und trotzdem sind dort die Umsätze der Gastronomie nach SPIEGEL-Informationen gestiegen. Die Sorgen vieler Kneipenbesitzer sind offenbar unbegründet. http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,756140,00.html
Man kann dazu sagen, alles war nur Geschrei und mehr nicht. Wer kein Geld hat, der geht auch nicht außerhalb was essen und trinken und den anderen hält auch ein Rauchverbot nicht ab. HR
4. Tja ...
Achim 10.04.2011
Zitat von sysopNirgendwo sind die Rauchergesetze strenger als in Bayern - und trotzdem sind dort die Umsätze der Gastronomie nach SPIEGEL-Informationen gestiegen. Die Sorgen vieler Kneipenbesitzer sind offenbar unbegründet. http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,756140,00.html
... ohne Teerqualm schmeckt das Essen eben besser, und man trinkt auch noch ein Bier mehr. Also wieder eine Propagandalüge der Tabaklobby zusammengekracht.
5. Gute Statistik
Liberalitärer, 10.04.2011
Was soll uns das sagen? In einem Bundesland läuft es beschissen. In einem anderen noch beschissener. In beiden Ländern kommt der Aufschwung dort nicht an. Selbst 1,5 Prozent sind mies. Minus 3,2 Prozent sind für die Betriebe eine Katastrophe - viel bleibt da nicht und kann da nicht bleiben. Die Fixkosten sinken ja nicht und die EK Preise steigen.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: