Geldanlage Verbraucherschützer fordern Pranger für schlechte Finanzberatung

Mit einer Online-Meldestelle will Deutschlands oberster Verbraucherschützer Anleger vor Falschberatung im Finanzbereich schützen. Das Modell eines Internet-Prangers gibt es bei Lebensmitteln bereits.

VZBV-Chef Müller: Verbraucher schützen "bevor der Schaden eintritt"
DPA

VZBV-Chef Müller: Verbraucher schützen "bevor der Schaden eintritt"


Berlin - Wer bei der Geldanlage nachweislich falsch beraten wurde, soll dies nach Meinung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV) künftig auf einer speziellen Online-Plattform öffentlich machen können. VZBV-Chef Klaus Müller schlägt eine solche Meldestelle im Internet nach dem Vorbild des Portals lebensmittelklarheit.de vor.

"Die Bürger wollen sich im Internet informieren, von den Erfahrungen anderer Anleger profitieren", sagte Müller der "Bild"-Zeitung. Ziel sei mehr Schutz der Verbraucher "bevor der Schaden eintritt".

Nach dem Vorbild des Internetportals lebensmittelklarheit.de könnten Verbraucher bei einer speziellen Meldestelle für Geldanlage Falschberatungen melden. Die Verbraucherzentralen würden den Fall prüfen und dann im Internet veröffentlichen, schlug Müller vor.

Das Portal lebensmittelklarheit.de gibt es seit Juli 2011. Verbraucher können dort Produkte melden, bei denen sie sich aufgrund der Produktverpackungen getäuscht fühlen. Die Portalbetreiber holen nach einer Prüfung der Angaben der Verbraucher Stellungnahmen der betroffenen Unternehmen ein. Nach der Prüfung werden die Ergebnisse dann auf der Internetseite veröffentlicht. Das Portal wird vom Verbraucherzentrale Bundesverband und der Verbraucherzentrale Hessen betrieben.

mmq/AFP

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insgesamt 7 Beiträge
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kabian 06.05.2014
1. Typisches Lobbythema
Mal sehen, wieviel Lobbyisten der Finazindustrie jetzt wieder dagegen hier anlaufen werden.
villiper 06.05.2014
2. Die Idee ist gut
Aber dann braucht es auch eine fachkundige Bewertung des Beratungsvorgangs inkl. Bedarfsprüfung und Bewertung der vorgeschlagen Lösungen. Mangels Fachwissen scheiden aber die Verbraucherzentralen dafür aus. Dort gibt es keine Mindeststandards für fachliche Expertise.
Herr Hold 06.05.2014
3. Schwierig
Zitat von sysopDPAMit einer Online-Meldestelle will Deutschlands oberster Verbraucherschützer Anleger vor Falschberatung im Finanzbereich schützen. Das Modell eines Internet-Prangers gibt es bei Lebensmitteln bereits. http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/geldanlage-verbraucherschuetzer-will-online-pranger-fuer-falschberatung-a-967802.html
Ich stelle es mir sehr schwierig vor, zu beurteilen, ob jemand der Geld verloren hat, zu gierig war oder es sich tatsächlich um eine "Falschberatung" handelte. Vom Grundatz her aber eine gute Idee, zumal ja in der anlageberatung sowieso schon mit Beratungsprotokollen und Risikoprofilen der Anleger gearbeitet wird.
pepe_sargnagel 06.05.2014
4.
Zitat von sysopDPAMit einer Online-Meldestelle will Deutschlands oberster Verbraucherschützer Anleger vor Falschberatung im Finanzbereich schützen. Das Modell eines Internet-Prangers gibt es bei Lebensmitteln bereits. http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/geldanlage-verbraucherschuetzer-will-online-pranger-fuer-falschberatung-a-967802.html
Das ist IM mOMENT keine gute Idee, weil die meisten hier keine gute Diskussionskultur haben. Hier wird sehr schnell ins Persönliche abgeglitten. Wenn eine ordentliche Diskussionskultur vorliegt (wahrscheinl. in ferner Zukunft, weil aktuell ist der Stil häufig wenig sachlich), dann ist es meiner Meinung nach in Ordnung. Aber evtl. sollte man die Anlageberatung auch einfach nur als das bezeichnen was es ist. Es ist keine Beratung, sondern ein Verkauf! Da noch Prämien bezahlt werden ist es auch noch so, dass der Verkäufer das verkauft, wofür er am meisten erhält.
knieselstein 06.05.2014
5. Auf jeden Fall
wird sich die Anwaltschaft darüber freuen ;-)
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