Konsumklima Kauflaune der Deutschen verbessert sich leicht

Die Stimmung unter den deutschen Verbrauchern bleibt allen Krisen zum Trotz gut. Der GfK-Konsumklimaindex stieg im März leicht an.

Gefüllte Einkaufstüten: Bei den Deutschen sitzt der Geldbeutel weiter locker .
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Gefüllte Einkaufstüten: Bei den Deutschen sitzt der Geldbeutel weiter locker.


Trotz Flüchtlingskrise, Terrorgefahr und wackligen Börsen bewahren die Deutschen ihre Lust am Einkaufen. Das Barometer der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) stieg für März von 9,4 auf 9,5 Punkte. Solange die Konjunktur stabil und die Arbeitsplätze sicher seien, dürfte sich an dem Trend kaum etwas ändern, sagte der GfK-Konsumforscher Rolf Bürkl.

Zwar haben die Erwartungen der Bürger an die konjunkturelle Entwicklung laut GfK zuletzt wieder etwas abgenommen, die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen blieb jedoch ungebrochen. Vor allem der stabile Arbeitsmarkt und die weiterwachsende Nachfrage nach Arbeitskräften wirken sich derzeit positiv auf den Konsum aus.

"Dann kommt vermutlich auch hinzu, dass jetzt die ersten Forderungen der Gewerkschaften im Hinblick auf die Tarifrunden dazugekommen sind", sagte Bürkl. "Die Beschäftigten wissen, dass das nicht der Abschluss ist, aber die Forderung weckt Hoffnungen auf eine gute tarifliche Einkommensentwicklung in diesem Jahr." Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes wollen sechs Prozent mehr Gehalt für die mehr als zwei Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen.

Derzeit dränge die gute Arbeitsmarktlage Faktoren wie die Flüchtlingskrise, die latente Terrorgefahr sowie konjunkturelle Abschwächungen in einer Reihe aufstrebender Wirtschaftsnationen wie China in den Hintergrund. "Nach den Erfahrungen der letzten Jahre gehe ich davon aus, dass sich die Stimmung so lange stabil entwickeln kann, wie die Angst vor Arbeitslosigkeit gering ist", sagte Bürkl.

Zwar gehen die Verbraucher Bürkl zufolge davon aus, dass die Arbeitslosigkeit insgesamt wegen der vielen auf den Arbeitsmarkt drängenden Flüchtlinge zunimmt. Der Anteil derjenigen, die Angst um ihren Arbeitsplatz haben, habe sich im Verlauf des vergangenen Jahres allerdings nicht markant verändert.

asc/dpa

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insgesamt 6 Beiträge
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Seite 1
Bürger Icks 25.02.2016
1. Was kaufen wir denn?
Auf manche Dinge kann man halt schlecht verzichten, kein Wunder das die noch gekauft werden. Andererseits tausche ich den Euro auch lieber schnellstens in Dinge um, die auch zu 100% morgen noch wert haben werden, zumindest für mich.
smartphone 25.02.2016
2. 17 Mio stabil ...
Also wir haben realbereinigt rund 6 Mio in ALG1 und schlappe 11 Mio in ALG2 also 17 Mio Joblose (ohne Flüchtlinge) ...es ist klar ,das hier faktisch eine (hohe) Kauflaune besteht,aber real eben nix läuft .... ausser Stimmung nix dahinter -und das sieht man auch an der Wachstumsrate ,die unter 2,5% Basiswachstum liegt ,ergo mit Rezessiv seit xx Jahren realistisch beschreibbar ist . Falls jetzt einer mit Schäubles schwarzer Null argumentieren will.. wir haben seit Schröder/Clememt eine hochmassive Plünderung des Dt Mittelstands, flankiert von Hartz4 vorliegen...Nur dumme sehen hier etwas anderes als kollektive Verarmund breiter Schichten .... Btw nicht die Mieten sind zu hoch ,sondern di Löhne haben sich über die Zeit halbiert, speziell kaufkrafttechnisch...und dieses Geld wurde an der Börde verheizt.
maxwax 25.02.2016
3. Zeitreise
Ich dachte heute sei der 25.2.2016, und die Daten über die Ausgabefreudigkeit sind laut Artikel aus dem Monat März 2016- nun als Statistiker mit 23 Jahren Berufserfahrung,erkläre ich hiermit meine Verwunderung...
eternalchii 25.02.2016
4.
Zitat von maxwaxIch dachte heute sei der 25.2.2016, und die Daten über die Ausgabefreudigkeit sind laut Artikel aus dem Monat März 2016- nun als Statistiker mit 23 Jahren Berufserfahrung,erkläre ich hiermit meine Verwunderung...
Warum sollte man eine erwartungsorientierte Umfrage z.B. zu geplanten Einkäufen im März nicht statistisch auswerten können?
lupenreinerdemokrat 25.02.2016
5.
Zitat von eternalchiiWarum sollte man eine erwartungsorientierte Umfrage z.B. zu geplanten Einkäufen im März nicht statistisch auswerten können?
Weil die Fakten eine andere Sprache sprechen: http://www.der-paritaetische.de/armutsbericht/download-armutsbericht/
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