Wirtschaft


GfK-Konsumklima: Kauflaune der Deutschen auf Fünfjahreshoch

Höhere Löhne, eine schwächere Inflation und ein stabiler Arbeitsmarkt heben die Stimmung der Verbraucher: Die Kauflaune der Deutschen ist auf den höchsten Stand seit fünf Jahren gestiegen. Dennoch warnen Konsumforscher vor Euphorie.

Besucher des Einkaufszentrums Boulevard Berlin: Rezessive Tendenzen geschwächtZur Großansicht
dapd

Besucher des Einkaufszentrums Boulevard Berlin: Rezessive Tendenzen geschwächt

Nürnberg - Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland hellt sich auf. Die Bürger schätzten die konjunkturelle Entwicklung zum zweiten Mal in Folge etwas besser ein als im Vormonat - wenn auch auf niedrigem Niveau. "Die Rezessionsängste, die noch im Sommer überaus stark erkennbar waren, sind leicht rückläufig", erläuterte das Nürnberger Marktforschungsunternehmen GfK Chart zeigen am Freitag seine monatliche repräsentative Studie.

Demnach stiegen auch die Einkommensaussichten wieder merklich an. Entsprechend legte die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen leicht zu: Der Konsumklimaindex kletterte für November auf 6,3 Zähler, nach revidiert 6,1 Punkten im Oktober. Das ist der höchste Wert seit Oktober 2007, als die Wirtschaft auf Hochtouren lief.

Die GfK-Experten warnten jedoch vor Euphorie: Sie halten es für unwahrscheinlich, dass die zum zweiten Mal gestiegenen Konjunkturerwartungen eine Trendwende andeuten. "Die Signale aus der Wirtschaft sind im Moment nicht sehr ermutigend." So würden die wichtigen Exporte in den Euro-Raum aufgrund der rezessiven Tendenzen in vielen Ländern geschwächt. Außerdem sei der Aufschwung am Arbeitsmarkt im Herbst zum Stillstand gekommen. Und die Wachstumsaussichten für 2013 seien deutlich nach unten revidiert worden.

Dennoch liegen die Erwartungen der Verbraucher an die Entwicklung der eigenen Einkommen auf ausgesprochen gutem Niveau. Dazu tragen außer den gesunkenen Rezessionsängsten vor allem der trotz allem sehr stabile Arbeitsmarkt sowie die gestiegenen Löhne bei. Außerdem sei die Inflationsrate zuletzt geringfügig gefallen, erläuterte die GfK. All dies sorge gemeinsam mit den niedrigen Zinsen zudem dafür, dass die Verbraucher ihr Geld lieber für werthaltige Anschaffungen ausgeben, als zu sparen - etwa für Immobilien. Die GfK bestätigte daher ihre Prognose, dass der private Konsum in diesem Jahr real um ein Prozent wachsen wird.

yes/dpa

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insgesamt 28 Beiträge
eigene_meinung 26.10.2012
Die Leute kaufen nicht, weil sie zu viel Geld haben, sondern weil sie Angst um ihr Geld haben (Inflation, Griechenland, ...)
Die Leute kaufen nicht, weil sie zu viel Geld haben, sondern weil sie Angst um ihr Geld haben (Inflation, Griechenland, ...)
trader_07 26.10.2012
Das ist ein böser Bericht. Der passt ja überhaupt nicht ins Weltbild der hier permanent jammernden und nörgelnden Foristen.
Zitat von sysopHöhere Löhne, eine schwächere Inflation und ein stabiler Arbeitsmarkt heben die Stimmung der Verbraucher: Die Kauflaune der Deutschen ist auf den höchsten Stand seit fünf Jahren gestiegen. Dennoch warnen Konsumforscher vor Euphorie.
Das ist ein böser Bericht. Der passt ja überhaupt nicht ins Weltbild der hier permanent jammernden und nörgelnden Foristen.
manni-two 26.10.2012
sind (auch bei Privatleuten) kein Konsum sondern Investition.
sind (auch bei Privatleuten) kein Konsum sondern Investition.
smartphone 26.10.2012
Jepp , meine Kauflaune ist auch sehr sehr hoch , Ich brauche einen Privatjat , eine 30m Yacht für meine 10 Weiber ... und mein altes iPhone 4s ist auch noch nicht freiwillig kaputtgegangen ... KaufLAUNE =/= realer Kauf [...]
Jepp , meine Kauflaune ist auch sehr sehr hoch , Ich brauche einen Privatjat , eine 30m Yacht für meine 10 Weiber ... und mein altes iPhone 4s ist auch noch nicht freiwillig kaputtgegangen ... KaufLAUNE =/= realer Kauf Wenn die Deutschen sich noch nicht mal ein neues Auto leisten können ,dann sollte man nict dauernd versuchen mit Pseudodurchhalte auf Stimmung zu machen. Das KErnproblem ist die zunehmende Verknebelung der Bürger durch gewisse Kosten . Miete ( 20% jährlich ) Strom ( >50 % ) überbordende KV / PKV ohne nennenswerte Leistung usw usw Und das ist nur die Spitze des Eisbergs
cemi 26.10.2012
Das ist kein böser Bericht sondern einfach nur wieder eine weitere Prognose ohne Aussagekraft. Wenn Sie sich - abseits von "Jammern und Nörgeln" - für harte Daten interessieren, können Sie diese bei Destatis [...]
Zitat von trader_07Das ist ein böser Bericht. Der passt ja überhaupt nicht ins Weltbild der hier permanent jammernden und nörgelnden Foristen.
Das ist kein böser Bericht sondern einfach nur wieder eine weitere Prognose ohne Aussagekraft. Wenn Sie sich - abseits von "Jammern und Nörgeln" - für harte Daten interessieren, können Sie diese bei Destatis nachlesen. Zum Beispiel dies: Einzelhandelsumsatz im August 2012 real um 0,8 % gegenüber August 2011 gesunken (https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2012/09/PD12_339_45212.html) Ich verkneife mir mal jeden weiteren Kommentar dazu, warum immer nur die Kaffeesatzleser von Ifo oder GfK den Weg in die Medien schaffen, nie jedoch die Fakten.
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  • Freitag, 26.10.2012 – 10:36 Uhr
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