Gold, Immobilien, Staatsanleihen: Welche Investments in der Krise sicher sind

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Die Tücken des Immobilienbooms

Altbauten in Düsseldorf: Handfeste Anlage Zur Großansicht
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Altbauten in Düsseldorf: Handfeste Anlage

Ein Häuschen auf dem Land oder eine Eigentumswohnung in der Stadt: Mit einer Immobilie hat man eine handfeste Anlage, die in der Regel nie ganz wertlos wird - auch wenn die Wirtschaft einbricht oder die Währung kippt. Man kann sie sehen, man kann sie anfassen und sogar darin wohnen - auch deshalb sind Immobilien für viele Bürger derzeit so attraktiv. Zudem erleichtern die niedrigen Kreditzinsen die Finanzierung.

Doch die Sache hat gleich mehrere Haken:

  • In einigen Boomregionen haben in den vergangenen Monaten bereits so viele Menschen Immobilien gekauft, dass das Angebot knapp geworden ist und die Preise enorm gestiegen sind. Das erhöht das Risiko für all jene, die jetzt noch kommen, am Ende zu teuer zu kaufen.
  • Mittelfristig spricht die demografische Entwicklung in Deutschland gegen Immobilienkäufe. Die Bevölkerung schrumpft, die Zahl der Wohnungen und Häuser wächst aber. Auf Dauer muss das rein logisch zu Leerstand und sinkenden Preisen führen. In vielen ländlichen Regionen lässt sich dieses Phänomen schon heute beobachten.
  • Wie der Name schon sagt, sind Immobilien unbeweglich: Sie können nicht mal eben schnell verkauft werden, wenn es die Situation erfordert. Das macht sie zum Ziel für Begehrlichkeiten des Staates, besonders in der Krise. "In Griechenland sieht man bereits, dass Immobilienbesitzer bei der Sanierung der Staatsfinanzen besonders stark zur Kasse gebeten werden", sagt Vermögensverwalter Philipp Vorndran. Dieses Phänomen sei historisch betrachtet in den meisten Schulden- und Währungskrisen zu beobachten - im Übrigen auch in den vergangen hundert Jahren in Deutschland

Trotz all dieser Einwände können Immobilien eine sinnvolle Krisenanlage sein - wenn sie am richtigen Standort stehen und die Preise noch nicht in absurde Dimensionen gestiegen sind. "In einigen ostdeutschen Städten und westdeutschen 1-B-Lagen gibt es zum Beispiel noch attraktive Kaufmöglichkeiten", sagt Vorndran. Auch Berlin sei noch nicht komplett überteuert.

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insgesamt 96 Beiträge
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1. Abgeltungssteuer
a.weishaupt 01.12.2011
Die Abgeltungssteuer macht aus 4,5% Rendite mal eben 3,3 und drückt damit selbst die Rendite des Aktiensparens in die Nähe der Inflationsrate. Andere Länder (z.B. Frankreich) haben zumindest hohe Freibeträge, in Deutschland sind diese (ehemals über 5000 DM / Jahr) immer weiter gesunken. Es zählt zu den großen Frechheiten in diesem Land, dass man selbst bescheidene Vermögen kaum noch gegen die (vom Staat selbst vorangetriebene) Inflation sichern kann.
2. Wie waer's mit...
antizins 01.12.2011
Zitat von sysopDie Euro-Krise lässt Politiker und Finanzexperten auf der ganzen Welt zittern. Auch Privatanlegern drohen dramatische Folgen, wenn Staaten pleitegehen, Banken wanken oder die Inflationsrate steigt. Eine Übersicht zeigt, wie Anleger ihr Geld dennoch sicher durch die Turbulenzen bringen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,800932,00.html
...Konserven voll mit Nahrung? Gold und Silber war auch noch nie verkehrt....vor allem ist das wenigstens nicht, im Gegensatz zu unserem Klopapiergeld unendlich... Immobilien? Hmm, da faellt mir immer die Zwangshypothek ein... Ach ja, wer Lebensmittel und Gold und Silber hat, der sollte vielleicht auch noch ein Gewehr mit reichlich Munition haben... Aber welche Turbulenzen? Gestern wurde doch der Markt mit frischem Geld ueberflutet. Ich dachte, jetzt geht's nur noch aufwaerts??? Gestern ist doch auch die Boerse dank der Geldflut explodiert...also, beste Idee, kauft Aktien, die sind echt sicher, inklusive staatlicher Gewinngarantie. Nicht zu vergessen sind auch die ganzen europaeischen Rettungsschirme und aehnliches. Bruessel und Berlin erklaert uns doch nach jedem woechentlichen Rettungsversuch auf's Neue, dass alles gut ist... ...wie, doch noch nicht? Wieviele Billiarden an Hebeln und Rettungsschirmen braucht's denn noch? Lese ich vielleicht am 22.01.2011 im Spiegel: "Ackermann FORDERT dass der europaeische Rettungschirm auf 1,5 Phantastilliarden aufgestockt wird"....
3. Keine sind sicher
hajo58 01.12.2011
Zitat von sysopDie Euro-Krise lässt Politiker und Finanzexperten auf der ganzen Welt zittern. Auch Privatanlegern drohen dramatische Folgen, wenn Staaten pleitegehen, Banken wanken oder die Inflationsrate steigt. Eine Übersicht zeigt, wie Anleger ihr Geld dennoch sicher durch die Turbulenzen bringen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,800932,00.html
Häuser können mit Zwangshypotheken belegt werden. Ist schon zweimal in Deutschland durchgezogen worden. Im Ernstfall dürfen die Bürger nur 50 Gramm Gold besitzen – siehe USA , Dreißiger Jahre. Aktien, in welcher Währung lautet der Nennwert? Bargeld, Bankguthaben nur Altpapier - Siehe 1923 und 1948. Aus dieser Nummer kommt keiner ungeschoren heraus.
4. Stimmt-leider !!
juergw. 01.12.2011
Zitat von a.weishauptDie Abgeltungssteuer macht aus 4,5% Rendite mal eben 3,3 und drückt damit selbst die Rendite des Aktiensparens in die Nähe der Inflationsrate. Andere Länder (z.B. Frankreich) haben zumindest hohe Freibeträge, in Deutschland sind diese (ehemals über 5000 DM / Jahr) immer weiter gesunken. Es zählt zu den großen Frechheiten in diesem Land, dass man selbst bescheidene Vermögen kaum noch gegen die (vom Staat selbst vorangetriebene) Inflation sichern kann.
Noch frecher war die Freibeträge für Ledige und Verheiratete einfach zu Halbieren-haben wir das den Sozis zu verdanken ?
5. .
Narn 01.12.2011
Zitat von antizins...Konserven voll mit Nahrung? Gold und Silber war auch noch nie verkehrt....vor allem ist das wenigstens nicht, im Gegensatz zu unserem Klopapiergeld unendlich... Ach ja, wer Lebensmittel und Gold und Silber hat, der sollte vielleicht auch noch ein Gewehr mit reichlich Munition haben...
Ich wollt schon sagen! Blei, Salpeter, Schwefel und Kohle sind irgendwie praktischer als Gold und Silber. Vor allem kann man sich damit auch schön Konserven voll mit Nahrung besorgen... am besten bei den Bankern. :P
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