Gold, Immobilien, Staatsanleihen: Welche Investments in der Krise sicher sind
Gold nur als Krisenversicherung
Am Gold
Recht haben wahrscheinlich beide Lager ein bisschen: Die Geschichte hat gezeigt, dass Gold alle anderen Währungen überlebt hat. Goldmünzen oder Goldbarren sind nie wertlos geworden und könnten in einer extremen Krise, zum Beispiel bei einer Währungsreform, als Notreserve dienen. So denken offenbar auch viele Experten bei den Notenbanken. Sie haben zuletzt ihre Goldbestände deutlich aufgestockt.
Das heißt allerdings nicht, dass Gold automatisch eine gute und risikofreie Anlage ist. Im Gegenteil: Man kann mit Gold auch sehr viel Geld verlieren, gerade weil der Preis zuletzt so stark gestiegen ist. Ein ähnliches Hoch wie in diesem Jahr hatte es zuletzt 1980 gegeben - kurz darauf war der Preis des Edelmetalls dramatisch eingebrochen. So etwas kann immer wieder passieren.
Wer trotzdem Gold horten und sich damit gegen Krisen versichern will, sollte das Edelmetall nach Ansicht von Experten am Besten physisch kaufen, das heißt in Form von Barren oder Münzen. Es gibt zwar auch zahlreiche Goldzertifikate, die den Preis nachbilden, doch nicht immer sind diese Papiere tatsächlich mit Gold gedeckt.
Außerdem besteht ein weiteres Risiko: Geht die Bank, die das Goldzertifikat anbietet, pleite, droht dem Anleger ein Totalverlust seines Einsatzes. Kapitalmarktexperte Vorndran drückt es so aus: "Wenn ich wirklich Gold als letzte Währung brauche, sind die meisten Zertifikate wahrscheinlich ausfallgefährdet." Vor allem Papiere, die von Banken herausgegeben werden, sollte man seiner Meinung nach deshalb meiden. "Wer nicht in physisches Gold investieren will oder kann, für den sind der Gold-Indexfonds der Zürcher Kantonalbank (ZKB) oder das Xetra-Gold der Deutschen Börse mögliche Alternativen."
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
- alles aus der Rubrik Wirtschaft
- Twitter | RSS
- alles aus der Rubrik Verbraucher & Service
- RSS
- alles zum Thema Euro-Krise
- RSS
© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH
- Donnerstag, 01.12.2011 – 14:05 Uhr
- Drucken Versenden
- Nutzungsrechte Feedback
- Kommentieren | 97 Kommentare
Zitate starten: Klicken Sie auf den Pfeil
- Schuldenkrise: Regierung erklärt Euro-Bonds für nicht verhandelbar (01.12.2011)
- Nach Rettungsaktion: EZB dämpft Hoffnungen auf Krisenende (01.12.2011)
- Kreditklemme: Zentralbanken starten Notprogramm gegen die Krise (30.11.2011)
- Umfrage: Deutscher Industrie brechen Aufträge weg (01.12.2011)
- S.P.O.N. - Die Spur des Geldes: Die ruinöse Kanzlerin (30.11.2011)
- Euro-Untergangsszenarien: Der Preis des Ausstiegs (29.11.2011)
- Immobilienranking für Deutschland: Wo Wohnen am teuersten ist (21.11.2011)
- Drohende Kreditklemme: Europa geht das Geld aus (22.11.2011)
- Kauf von Staatsanleihen: Euro-Zentralbank lehnt Feuerwehrrolle ab (18.11.2011)
- Milliardenoffensive: Zentralbanken kaufen tonnenweise Gold (17.11.2011)
- Anlegen in Krisenzeiten: Goldjünger der Apokalypse (27.08.2011)
- Anleihenkäufe: Euro-Retter riskieren Inflation (08.08.2011)
- Rekordpreis für Edelmetall: Wenn aus Angst Gold wird (02.08.2011)
- Multipart Gold, Immobilien, Staatsanleihen #1
MEHR AUS DEM RESSORT WIRTSCHAFT
-
Börsen
Dax, Dow, Nikkei und Ihr persönliches Portfolio: Die Weltbörsen im Überblick -
Gehalt-Check
Brutto-Netto-Rechner: Berechnen Sie Ihr Gehalt -
Konjunktur
Alle wichtigen Wirtschaftsdaten: Arbeitslosigkeit, Brutto-
inlandsprodukt und Inflation -
Finanztest
Im Test: Finanztipps und mehr - was Sie als Verbraucher unbedingt wissen sollten -
Mehr Wirtschaft
Die Angebote von manager-magazin.de und harvardbusiness
manager.de




