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Großer Miet- und Immobilienindex: Teuer, teurer, München

Teurer Süden, billiger Osten: Ein Index vergleicht, wie hoch Mieten und Immobilienpreise in Deutschland sind. Für Münchner ist Wohnraum demnach besonders kostspielig. Wie hoch sind die Durchschnittspreise in Ihrer Region? Prüfen Sie es auf einer interaktiven Karte nach.

Preis- und Mietniveau für Wohnimmobilien: Süden teuer, Osten günstig Fotos
DPA

Hamburg - Nirgendwo ist das Preis- und Mietniveau für Immobilien so hoch wie im Freistaat Bayern. Das zeigt eine Untersuchung des Instituts Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt (F+B). Demnach müssen Menschen im Landkreis München für ihre Wohnungen und Häuser mehr als doppelt so viel hinblättern wie im Bundesdurchschnitt üblich.

Für die Untersuchung hat F+B die Preisentwicklung von Eigentumswohnungen, Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Doppel- und Reihenhäusern ausgewertet. Die Preise wurden mit den Trends von Neuvertrags- und Bestandsmieten von Wohnungen und den Ertragswerten von Mehrfamilienhäusern kombiniert. So ist ein Index entstanden, der "Aussagen über den gesamten Wohnungsmarkt ermöglicht", sagt Julian Wartenberg von F+B.

Im Bundesdurchschnitt liegt der Indexwert bei 100. Wer will, kann davon ausgehend bis in die Landkreise hinein nachsehen, wie teuer er im Vergleich wohnt. Ein Beispiel: Für Frankfurt liegt der Wert bei 156,6 - und damit rund 57 Prozentpunkte über dem bundesweiten Durchschnitt.

Der Studie zufolge liegen die acht teuersten Landkreise und kreisfreien Städte allesamt in Bayern. Auch dahinter dominiert der Süden. Mit Hamburg folgt die erste norddeutsche Stadt im Ranking der teuersten Regionen erst auf Platz 22.

Am günstigsten ist das Preis- und Mietniveau in Ostdeutschland. So zahlen Menschen im sächsischen Görlitz im Schnitt viermal weniger als im Landkreis München. Berücksichtigt werden muss allerdings, dass es selbst innerhalb der einzelnen Städte große Schwankungen gibt - so sind beispielsweise die Mieten im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg deutlich höher als in Marzahn.

In Euro lässt sich der Gesamtindex nicht ausdrücken, weil unterschiedliche Arten von Immobilien zusammengefasst wurden. In den einzelnen Bereichen gibt es zudem deutliche Unterschiede. So sind beispielsweise die Quadratmeterpreise bei Neuvertragsmieten für eine 75-Quadratmeter-Wohnung im Bundesdurchschnitt zwischen 2004 und 2010 von 6 Euro auf 6,30 Euro gestiegen. Im gleichen Zeitraum fielen die Quadratmeterpreise für Einfamilienhäuser im Bundesdurchschnitt von 1670 auf 1640 Euro.

Alle untersuchten Arten von Immobilien zusammengenommen, blieben die Preise zwischen 2004 und 2009 relativ konstant - doch im Jahr 2010 stiegen sie im Bundesdurchschnitt um fast drei Prozent. "Aus makroökonomischer Sicht liegt dies sicherlich auch daran, dass in den letzten Quartalen die Wirtschaft, gemessen an der Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts, kräftig gewachsen ist und gleichzeitig die Hypothekenzinsen gesunken sind - eine für die Nachfrage nach Immobilien sehr förderliche Konstellation", sagen die Experten von F+B.

Wie teuer sind Immobilien und Mieten in Ihrer Heimat im Vergleich zum Bundesdurchschnitt? Von Nordfriesland bis zum Oberallgäu - alle Infos in einer Landkarte der Republik.

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insgesamt 107 Beiträge
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1. Preis/Leistung
agb_akzeptiert 27.01.2011
Was diese Statistik, wie so oft, nicht zeigt, ist die Qualität des Wohnraums. Insofern konnte ich behaupten, das Köln ganz vorne liegt. Hier bekommt man für viel Geld meistens nur sehr schlechte Qualität. Im Gegensatz zu München.
2. ...
JensDD 27.01.2011
Zitat von sysopTeurer Süden, billiger Osten: Eine*Index vergleicht, wie hoch Mieten und Immobilienpreise in Deutschland sind. Für Münchner*ist*das Wohnen*demnach besonders kostenträchtig. Wie hoch sind die Durchschnittspreise in Ihrer Region?*Prüfen Sie es nach - auf einer interaktiven Karte. http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,741754,00.html
und wie rechnet man "viermal weniger" - oder war gemeint daß in Görlitz die Mieten nur ein Viertel von den Münchnern betragen?
3. ...Camping ?
sermon orakel 27.01.2011
Wie hoch sind die Durchschnittspreise in Ihrer Region?*Prüfen Sie es nach - auf einer interaktiven Karte. ...am Ende der Wertschöpfungskette verdient sowieso nur die Bank, wer die Zinsrechnung beherrscht kann mal ausrechnen, bei 20 Jahren 200.000 Euro finanziert, was für ein Preis bezahlt wurde ( Kaufpreis + Zinsen ). Und wenn es abbezahlt ist, gehts mit der Kernsanierung wieder von vorne los....da reicht die Altersrente dann nicht als Sicherheit ! Die Schnäppchen auf dem Lande gibts auch nicht, wenn man die ganzen Anfahrtswege berechnet, mit Auto oder Bahn, gibts dann andere Kapitalsammelstellen, die das monatliche Barvermögen schrumpfen lassen...Lotto ist leider auch keine Lösung...
4. Der wilde Süden!
lalito 27.01.2011
Die Nähe zum Mediterranen macht's.
5. .
SalvadorDali, 27.01.2011
Zitat von sysopTeurer Süden, billiger Osten: Eine*Index vergleicht, wie hoch Mieten und Immobilienpreise in Deutschland sind. Für Münchner*ist*das Wohnen*demnach besonders kostenträchtig. Wie hoch sind die Durchschnittspreise in Ihrer Region?*Prüfen Sie es nach - auf einer interaktiven Karte. http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,741754,00.html
So, gleich mal an alle, die jetzt wieder ueber die hohen Mieten in Deutschland klagen: 1) In welchem Land der Welt liegen die Mieten in der Hauptstadt auf dem Niveau des Durchschnitts des ganzen Landes? Es gibt wohl kaum eine Millionenstadt, in der die Mieten so niedrig sind wie in Berlin. 2) Wenn die im Text genannten Zahlen dem Bundesdurchschnitt entsprechen und dem ein Index von 100 zugeordnet wird, dann liegt Paris etwa auf 600 und sogar die Vororte noch auf 300-400, also 2-3 mal so teuer wie Muenchen.
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