Geschlechtergerechtigkeit Grüne fordern Gleichstellung bei Steuerformularen

Erst der Mann, dann die Frau: So sehen Einkommensteuerformulare bisher aus. Kritiker sehen darin eine Schlechterstellung des weiblichen Geschlechts - und fordern Reformen.

Formular zur Einkommensteuererklärung
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Formular zur Einkommensteuererklärung


Die Grünen und der Bund der Steuerzahler setzen sich für mehr Geschlechtergerechtigkeit auf Formularen für Steuererklärungen ein. Der Steuerzahlerbund habe dem Bundesfinanzministerium bereits Vorschläge unterbreitet, berichtet der "Tagesspiegel".

Die Kritiker stört demnach, dass auf dem Hauptvordruck zur Einkommensteuererklärung der Mann zuerst genannt wird, wenn Ehepaare ihre Steuer gemeinsam erklären - selbst wenn die Frau mehr verdiene. Verbandspräsident Reiner Holznagel schlug vor, statt Ehemann und Ehefrau Ehepartner A beziehungsweise B abzufragen. So könnten Eheleute selbst entscheiden, wer zuerst eingetragen werde.

Da diese Umstellung aber eine Änderung in der Software der Finanzämter nötig machen würde, sei in den nächsten drei Jahren nicht mit einer Reform zu rechnen, berichtet der "Tagesspiegel" unter Bezug auf die Berliner Finanzverwaltung

Trotzdem wollen auch die Grünen entsprechend Reformen vorantreiben. "Es wird Zeit, dass Frauen auch in den Köpfen von Steuerbeamten gleichgestellt werden", sagte die Grünen-Bundestagsabgeordnete Lisa Paus der Zeitung. Selbst wenn das nicht das drängendste Steuerthema der Welt sei, wäre eine geschlechtsneutrale Modernisierung der Formulare doch "ein aussagekräftiges Symbol", meint die Finanzexpertin.

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Geschlechtergerechtigkeit auf dem Papier

Kritiker sehen in den Formularen zur Einkommensteuererklärung eine ungerechte Behandlung von Frauen, weil der Mann stets zuerst genannt wird. Sollten die Vordrucke geändert werden?

stk/dpa



insgesamt 132 Beiträge
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Seite 1
whugo 02.05.2017
1. Und ich dachte schon, ...
... wir brauchen die Grünen nicht mehr. Aber nun ...!
shep 02.05.2017
2. genau deshalb
werde ich diesmal Grün nicht wählen. Es gibt bestimmt vieles, was in unserem Steuersystem geändert werden muss, aber das Formular geschlechterneutral zu machen, ist bestimmt das unwichtigste davon. Aber so sind bei Grün wohl die Prioritäten.
jal1988 02.05.2017
3.
Dafür soll tatsächlich Geld ausgegeben werden??? Stellt von mir aus die Frau nach vorne, aber hört bitte, bitte, bitte mit diesem unsäglichen Gleichstellungsblödsinn bei so banalen Nebensächlichkeiten auf. Es gibt genug Felder, bei denen Diskriminierung stattfindet, aber das hier gehört sicher nicht dazu!
ansv 02.05.2017
4.
Wie schön - der Artikel ist so dürr formuliert, dass man nichts anderes tun kann, als zähnefletschend über die Dummheit der Grünen und ihrer Forderung herzufallen. Schließlich haben wir vordringlichere Sorgen als ein Steuerformular, richtig? Auch so macht man Wahlkampf, dafür brauchts keine FB-Verschwörungstheorien!
Zauberhexe 02.05.2017
5. Lächerliche Forderung
Nein, ich fühle mich bei den Formularen keineswegs diskriminiert und es stört mich absolut nicht, wenn der Mann zuerst genannt wird. Ich wüsste da 2 bis 3 wirklich wichtige Dinge, die die Grünen fordern könnten, anstatt sich in Kleinkram zu verlieren.
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