Hamburg - Der Frühling kommt, die Heizung wird heruntergedreht. Und für viele Verbraucher gilt beim Thema Heizkosten jetzt die Devise "Aus den Augen, aus dem Sinn."
Das ist genau falsch. Wer jetzt vorbaut, kann 2013 bares Geld sparen.
Wenn Sie eine Gasheizung haben, sollten Sie sich in diesen Wochen um einen Gastarif mit mindestens einjähriger Preisgarantie kümmern. Sie müssen sich dann 2013 nicht ärgern, wenn die Anbieter wieder reihenweise die Preise erhöhen.
Das lohnt sich mitunter ganz schön. Im April 2011 kosteten 20.000 Kilowattstunden Gas im Schnitt rund 1217 Euro, hat das Verbraucherportal Verivox ausgerechnet. Im April 2012 liegen die Kosten immerhin schon bei 1295 Euro.
Tendenz steigend: Die Ölpreise haben weiter angezogen. Da viele Anbieter den Gaspreis noch immer an den Ölpreis koppeln, dürften die Kosten weiter in die Höhe gehen. "Im Großhandelsbereich gibt es keine Signale, dass die Gaspreise für private Verbraucher in den kommenden zwölf Monaten sinken werden", sagt Tobias Federico vom Beratungsunternehmen Energy Brainpool.
Einsparungen von mehreren hundert Euro pro Jahr möglich
Der Wechsel lohnt sich besonders für Bundesbürger, die Gas noch immer zum Grundversorgungstarif ihres Anbieters beziehen. Es gibt mittlerweile in so gut wie jeder Stadt Konkurrenten mit deutlich günstigeren Angeboten. "Wer sich noch nie um einen günstigeren Gasanbieter gekümmert hat, kann durch den Wechsel mehrere hundert Euro pro Jahr einsparen", sagt Peter Reese, Leiter Energiewirtschaft bei Verivox. "Und er kann sich gleichzeitig gegen steigende Preise absichern."
Der Wechsel des Gasanbieters ist einfach. Heiz-Engpässe gibt es nicht, die ununterbrochene Versorgung ist gesetzlich garantiert. Und für die Formalitäten braucht man nur wenige Minuten.
Als Erstes sollte man seinen individuellen Jahresverbrauch ermitteln. Am einfachsten geht das über die letzte Rechnung. Wichtig: Es kommt nicht auf den Betrag in Euro an, sondern auf den Verbrauch in Kilowattstunden.
Nun beginnt die Suche nach dem günstigsten Anbieter. Eine wichtige Hilfestellung bieten dabei unabhängige Verbraucherportale wie Verivox oder Toptarif. Auf diesen Seiten finden sich Tarifrechner, in die man nur zwei Werte eingeben muss: seine Postleitzahl und seinen jährlichen Verbrauch in Kilowattstunden. Man bekommt dann eine Übersicht sämtlicher Anbieter, die in dieser Region verfügbar sind und kann die Preise rasch vergleichen.
Wer einen Anbieter mit einer Preisgarantie wählt, sollte noch folgende Checkliste beachten:
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