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Höhere Gebühren: Was der EC-Karten-Betrug die Kunden kostet

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Deutschlands Banken haben ein Problem: Abzocker sammeln in großem Stil Kundendaten an Geldautomaten - darum müssen die Institute die Geräte austauschen und die Technologie der EC-Karten verbessern. Doch wer bezahlt den Aufwand? Und bringt der Umbau wirklich Sicherheit? Ein Überblick.

Geldautomat: Die Datendiebe werden immer einfallsreicher Zur Großansicht
DPA

Geldautomat: Die Datendiebe werden immer einfallsreicher

Hamburg - Die Banken ändern ihre Strategie: Bislang hatten Deutschlands Geldinstitute Schäden durch Betrug mit gestohlenen Kontodaten einfach beglichen. Das war billiger, als wirksame Strategien gegen den Nepp zu entwickeln. Doch in den vergangenen beiden Jahren hat das sogenannte Skimming, also das Ausspähen von Kundeninformationen am Geldautomaten, derart zugenommen, dass die Branche reagieren muss.

Rund 3200 Automaten haben Betrüger 2010 manipuliert. 300.000 Karten wurden vorsorglich gesperrt, teilte das Bundeskriminalamt mit. Seit dem 1. Januar des laufenden Jahres kann man an deutschen Geldautomaten deshalb nur noch mit Karten abheben, die mit der Chiptechnologie EMV ausgerüstet sind. Für die Geldhäuser geht das einher mit einem erhöhten Umrüstungsbedarf. Laut "Financial Times Deutschland" haben allein die Privatbanken im vergangenen Jahr 2500 Automaten ausgetauscht. Ein Gerät kostet Schätzungen zufolge 25.000 bis 50.000 Euro. Laut Bankenverband besitzen die privaten Institute etwa 11.500 Geldautomaten.

Die Banken verweisen zwar darauf, dass sie beständig Automaten austauschen, die Zahl vom vergangenen Jahr sei also keineswegs nur auf das Skimming zurückzuführen. Klar ist aber auch: Durch die Umstellung der Karten von Magnetstreifen- auf Chiptechnologie entstehen den Unternehmen hohe Kosten. Hinzu kommen Ausgaben für spezielle Fahnder, die die Unternehmen für derartige Betrugsfälle abstellen.

Was bedeutet das für den Verbraucher? Wie teuer ist das technische Aufrüsten für die Banken? Und wie sicher sind die neuen Bankautomaten und Kartensysteme wirklich? Die wichtigsten Fragen zum Kartenbetrug:


Worum geht es und wie groß ist der Schaden?

Zur Schadenssumme, die durch EC-Karten-Betrug entsteht, halten sich die Banken und die Herausgeber der Karten sehr bedeckt. Das Bundeskriminalamt hat eine Schätzung veröffentlicht, wonach im vergangenen Jahr rund 60 Millionen Euro durch Kartenbetrug von Konten abgezogen wurden. Viele Betroffene zeigen ihren Fall aber gar nicht an, da die Banken in der Regel den Schaden ersetzen. Geldinstitute und Kreditkartenfirmen wiederum legen ihre Zahlen nicht offen, weil sie fürchten, die Betrüger sonst noch anzuspornen.

Die Täter kommen durch das sogenannte Skimming (Abschöpfen) an die Daten der Kunden. Geheimzahlen von EC- oder Kreditkarten werden dabei häufig mit Minikameras ausgespäht - oder durch Attrappen, die über die Originaltastatur gelegt werden. Die Kartendaten wiederum werden durch aufgesetzte Lesegeräte an den Kartenschlitzen der Automaten oder an Türöffnern der Filialen ausspioniert. Auf den Magnetstreifen der Karten sind Informationen gespeichert, die ausreichen, um eine Kopie der Karte herzustellen und damit in Verbindung mit einer ausgespähten PIN-Nummer betrügerisch Geld abzuheben.

Eigentlich enthält jede Karte inzwischen auch einen Chip, der sich nicht so leicht kopieren lässt wie der Magnetstreifen. Doch weil es außerhalb Europas "Nicht-Chip-Länder" wie die USA gibt, sind die meisten deutschen Karten zusätzlich noch mit Magnetstreifen ausgestattet. Wenn darauf weiter alles zu finden ist, was Kriminelle zum Kartenklonen brauchen, bringen auch die sicheren Chips nichts.


Was kosten die Sicherheitsmaßnahmen?

Auch bei den Kosten für mehr Sicherheit am Geldautomaten geben sich die Banken verschlossen. Klar ist: Sie wollen das Problem lieber kleinreden, um die Kunden nicht zu verunsichern. Die Institute müssen mit großem Aufwand gegen die Betrüger ankämpfen. Sie beschäftigen sogar eigene Ermittlerteams, die zusammen mit der Polizei die Spuren der meist professionellen Banden verfolgen.

Auch die Automaten müssen die Institute auf den neuesten Stand der Technik bringen. Laut "FTD" mussten Privatbanken im vergangenen Jahr 2500 Automaten komplett austauschen. Bei einem Stückpreis von 25.000 bis 50.000 Euro würden die Gesamtkosten bei etwa 62 bis 125 Millionen Euro liegen.

Die Privatbanken sagen, dass Automaten im Rahmen der regelmäßigen Kontrolle und Wartung ausgetauscht werden. Auch der Bundesverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken und der Deutsche Sparkassen- und Giroverband erklären, es habe keine großangelegte Austauschaktion von Geldautomaten wegen Skimmings gegeben. Man habe "kontinuierlich neue Standards umgesetzt". Dennoch ist klar: Umsonst sind die Maßnahmen nicht.


Was heißt das für den Verbraucher?

Auch wenn die Banken dies natürlich nie zugeben - die Kosten für die Sicherheits-Updates dürfte am Ende der Kunde tragen. "Es besteht die Gefahr, dass die Institute ihre Gebühren erhöhen", sagt Markus Feck, Finanzjurist bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. So leidet der Kunde auf jeden Fall unter den Machenschaften der Automatenbetrüger.

Direkt hingegen wird der Verbraucher bislang nicht geschädigt: Die Banken erstatten die Verluste nach einem Datendiebstahl in der Regel binnen weniger Tage. Man sollte das eigene Institut nur sofort informieren, wenn man einen Betrug feststellt, rät Verbraucherschützer Feck.

Wie hoch die zusätzlichen Gebühren für die Verbraucher wirklich ausfallen, hängt aber auch von der Größe der Bank ab. Institute mit vielen Privatkunden wie die Postbank und die Sparkassen haben Möglichkeiten, die Kosten so umzulegen, dass der einzelne kaum darunter leidet. Anders sieht es bei kleineren Privatbanken aus: Bei diesen ist vorstellbar, dass sie ihre Entgelte deutlich erhöhen, sagt Feck. Allerdings verweist er darauf, dass die Gebühren schon jetzt viel zu hoch seien - etwa für das Nutzen fremder Automaten.


Wie sicher sind die neuen Maßnahmen?

Verbraucherschützer Feck hält die aktuell veranlassten Maßnahmen durchaus für wirksam. Er rechnet damit, dass sich die Betrüger nun zunächst ältere Automaten aussuchen: "Das wird also kurzfristig schon was bewirken", sagt Feck. Allerdings bleibe der Kampf gegen das Skimming ein "Hase-und-Igel-Spiel". Die Kreditwirtschaft könne immer nur auf die neuesten Ideen der Betrüger reagieren. Doch die Kriminellen dürften schon an neuen Kniffen feilen, wie sie Bankkunden künftig um ihre Daten erleichtern.

Die Deutsche Bank teilte mit, man setze im Kampf gegen Skimming auch auf das Auslandslimit: Dieses sieht vor, dass man an ausländischen Geldautomaten, die nur mit Magnetstreifen funktionieren, nicht mehr abheben kann. Reist ein Kunde in ein Land, wo dies der Fall ist, könne er aber sein Auslandslimit über eine Service-Hotline freischalten lassen.

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1. Sicherheit erweitern wäre
Lapalma 11.05.2011
eine Lösung. Die CS in der Schweiz versendet auch ins Ausland kostenlos Transaktionscodes für Onlinebanking. Dies könnte man auch am Automaten nutzen. Da beim Geldabheben am Automaten auch die Kreditwürdigkeit geprüft wird könnte bei der Prüfung Software einen Transaktionscode generieren und den auf ein Mobiltelefon übertragen. Der Code müsste dann für die Auszahlung am Automaten zu dieser Transaktion eingegeben werden. Sicherlich nicht völlig sicher, aber es müssten neben den Kartendaten auch noch das Telefon gestohlen werden. Das erschwert den Missbrauch deutlich.
2. Ohne Titel
dimetrodon109 11.05.2011
Zitat von sysopDeutschlands Banken haben ein Problem: Abzocker*sammeln in großem Stil Kundendaten an Geldautomaten*- darum müssen die Institute*die Geräte*austauschen und die Technologie der EC-Karten verbessern. Doch wer bezahlt den Aufwand? Und bringt der Umbau wirklich Sicherheit? Ein Überblick. http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,761920,00.html
Es zahlt doch immer der gleiche = WIR. Erwischt man die Täter, sind es gut organisierte Banden (Osteuropa) deren Mitglieder zumeist mit leichten Bewährungstrafen davon kommen. Klar denn wir haben es ja und zahlen und zahlen..... .
3. Re: Bei einem Stückpreis von 25.000 bis 50.000 Euro
shine31 11.05.2011
---Zitat--- Laut "FTD" mussten Privatbanken im vergangenen Jahr 2500 Automaten komplett austauschen. Bei einem Stückpreis von 25.000 bis 50.000 Euro würden die Gesamtkosten bei etwa 62 bis 125 Millionen Euro liegen. ---Zitatende--- Die alten Maschinen werden ja nicht weggeworfen, sondern wahrscheinlich nur aufgerüstet und dann wieder aufgestellt. Oder die Maschinen sind abgeschrieben und es werden daher neue aufgestellt. Daher ist die Rechnung viel zu hoch gegriffen. Die reellen Kosten wären wohl eher bei 10% des geschätzten Betrag zu finden...
4. Nun ja - die Kunden werden's schon zahlen
bolonch 11.05.2011
Manchmal lohnt ein Blick ins Ausland, z. B. nach England: Chip + Pin ist Standard seit 2005 fuer Kredit- und Debitkarten (Maestro, Visa etc). Magnetstreifen und/oder Unterschrift werden seitdem nur bei Karten aus 3. Welt-Laendern wie Deutschland akzeptiert. Kontofuehrungsgebuehr: 0 Kreditkartengebuehr: 0 Abhebungen bei fast allen Fremdbanken am Automaten: 0 Wertstellung bei Buchungen innerhalb derselben Bank: sofort (sonst zwischen einigen Stunden und 1 Tag) Bezahlen mit Debitkarte im Internet (wenn man keine Kreditkarte hat) - problemlos ueberall moeglich Jede Punk-Kneipe und jeder Kiosk nimmt auch fuer ein Bier oder eine Packung Kaugummis ohne mit der Wimper zu zucken Karten an. Jeder Kellner hat ein drahtloses Terminal zur Hand. Eh jetzt die Haeme losgeht (England, Banken, Finanzkrise usw.) - viele Banken, grosse wie kleine, sind ohne Blessuren durchgekommen. Es geht hier darum, dass das Kartell der deutschen Banken, die Verbraucher abzockt indem es schlecht Technik zum teuren Preis verkauft.
5. SMS Benachrichtigung nach Transaktion...
govegan! 11.05.2011
...in den Vereinigten Emiraten in denen wie auch in Frankreich die Handynummer mittlerweile als Hauptdokument gilt, bekommt man bei jeder Transaktion eine kurze SMS gesendet die darauf hinweist das eben eine Abbuchung stattgefunden hat. Natürlich kommen wir bei solchen Einführungen nicht um die Thematik von verschlüsseltem Datenverkehr herum. Der bisherige Stand der Technik wie der eBrief der Post ist eine Lachnummer. Eine ernsthafte Diskussion mit beispielsweise Aktivisten vom AK Vorratsdatenspeicherung und dem CCC ist Grundlagenforschung. Letztlich wären solche einfachen Software-Sicherheitstechnischen Lösungen günstiger und unserem -Des-Informationszeitalter angemessen.
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EC-Karten-Skimming: So sehen präparierte Automaten aus

Alles zum Thema Skimming und Kartenbetrug
Sie sind Skimming-Opfer geworden?

1. Benachrichtigen Sie sofort Ihre Bank, lassen Sie die betroffene Karte sperren.

2. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei - gehen Sie zur Wache, dort erhalten Sie im Gegensatz zur Online-Anzeige sofort ein Aktenzeichen, das Sie Ihrer Bank mitteilen können.

3. Beobachten Sie Ihr Konto, Abbuchungen aus dem Ausland können dort ein paar Tage verspätet auftauchen - aktualisieren Sie gegebenenfalls Ihre Anzeige, informieren Sie Ihre Bank.

4. Bei erfolgter Anzeige sollten Sie problemlos Ihr Geld wiederbekommen.

So schützen Sie sich vor Skimmern

1. Achten Sie auf Ihre PIN: Geben Sie die Nummer nur komplett verdeckt ein – nutzen Sie die freie Hand oder einen Geldbeutel. Eine versteckte Kamera im Automatendach könnte Ihre Finger beobachten. Ohne PIN sind Ihre Kartendaten für Skimmer wertlos.

2. Untersuchen Sie den Geldautomaten auf merkwürdige Anbauten, Erhebungen, Löchern und wackligen Bauteilen. Kontrollieren Sie besonders den Kartenschlitz. Leichtes Rütteln erlaubt. Nutzen Sie möglichst immer denselben Automaten. Fallen Ihnen Veränderungen auf, benachrichtigen Sie die Bank, bei Schalterschluss die Polizei.

3. Meiden Sie freistehende Automaten, nutzen Sie weniger frequentierte Automaten Ihrer Bank.

4. Benutzen Sie keine Geldautomaten, die mit spezieller Beschilderung oder ungewöhnlichen Warnungen versehen sind. Das könnte ein Ablenkmanöver sein.

5. Verwenden Sie zum Betreten der Filiale und zum Geldabheben, wenn möglich, verschiedene Karten.

6.Geben Sie die PIN nie an Türöffnern ein. Keine Bank oder Sparkasse verlangt dies.

7. Haben Sie einen Skimming-Verdacht? Benachrichtigen Sie sofort die Bank, bei Schalterschluss die Polizei.

8. Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge, Ihren Umsatz mittels Onlinebanking. Kontaktieren Sie sofort Ihre Bank bei merkwürdigen Abbuchungen.

9. Beobachten Sie, was Personen, denen Sie Ihre EC-Karte geben mussten (etwa im Supermarkt) mit der Karte tun: vielleicht verstecken sie einen Skimming-Automaten unterm Tisch.

Hier sind Skimmer besonders aktiv

1. Achten Sie besonders bei Reisen in die Türkei, in den Libanon und nach Südafrika auf Ihre EC-Karte. Hier sind Skimmer besonders aktiv – und können direkt Geld abheben.

2. In Deutschland gibt es nach LKA-Angaben kein Skimming-Muster, generell gefährdet sind stark frequentierte Geldautomaten. Wo sich das Skimming lohnt, wird geskimmt.

3. Touristenzentren sind Skimming-Zentren.

4. Egal ob Stadt oder Land: Es herrscht Skimming-Gefahr.

Weitere Automaten-Betrugstechniken

1. In etwa einem Prozent der Skimming-Fälle greifen die Täter mit eigenen Tastenfeldern die PIN-Nummer ab. So ein Angriff ist äußerst schwer zu entdecken.

2. Skimmer tauschen bei einem Einbruch EC-Terminals in Supermärkten mit manipulierten Terminals aus - so ein Angriff ist sehr selten. 2007 erbeutete eine Bande so 4,5 Millionen Euro.

3. Die Täter verhindern die Kartenausgabe im Automaten, der Automat verweigert die Auszahlung - und gibt es dem nächsten Kunden das Geld zusätzlich aus. Ein Klassiker des Geldautomatenbetrugs.

4. Die Täter fangen mit einem Geldschaft-Aufsatz die Geldscheine ab und sammeln sie später ein.

5. Ein Täter beobachtet die PIN-Eingabe des Opfers, ein anderer lenkt es im Moment der Kartenausgabe ab und klaut die Karte. Am Automat nebenan heben die Täter sofort so viel Geld ab wie möglich.

Hier finden Sie weitere Informationen

1. Skimming auf Cyberfahnder.de: Hintergründe, juristische Handhabe, Erfahrungsberichte und ein Arbeitspapier zu den technischen, organisatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen des Skimming

2. "Setzen Sie nicht auf die falsche Karte" - Präventionsprogramm der Polizei

3. "Vorsicht Kartentricks" – Faltblatt der Polizei

4. Kartensicherheit.de - Portal zu "Aufklärung, Vernetzung, Information" der Banken- und Sparkassenverbände


Kreditkartenmissbrauch - So schützen Sie sich
Abrechnung kontrollieren
Kreditkartenabrechnungen sollten schnell kontrolliert werden, unlogischen Abbuchungen sofort widersprochen werden. Banken räumen in der Regel eine Frist von vier bis sechs Wochen ein. "Aber auch wenn Kunden später eine falsche Abbuchung bemerken, sollten sie in jedem Fall unverzüglich reklamieren", sagt Sylvia Beckerle, Referentin für Finanzdienstleistungen von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.
Rechtliche Beratung
Sollte eine Auszahlung verweigert werden, kann sich der Kunde in letzter Konsequenz noch immer Rechtsbeistand holen. Die ist in der Regel über eine Rechtsschutzversicherung gedeckt. Auch Verbraucherzentralen bieten eine umfassende Rechtsberatung an.
Neues Konto
Thomas Hagen, Pressesprecher der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein, sieht die Chancen, sich umfassend zu schützen, relativ schlecht. "Jeder Kunde muss davon ausgehen, dass seine Daten ausgespäht werden können und unberechtigt bei ihm abgebucht werden kann", sagt er. Eine umfassende Sicherheit gebe es nicht, dazu seien schon jetzt zu viele Daten im Umlauf.

Eine sinnvolle Maßnahme, um Missbrauch mit bereits geklauten Daten zu vermeiden, sei, sich eine neue Bankverbindung nebst neuer Kreditkarte einrichten zu lassen. Diese biete allerdings nur zusätzlich Sicherheit, wenn man besonders restriktiv mit den neuen Daten umgehe. Das bedeute: keine Lastschriften, keine unseriösen Zahlungen im Internet, keine telefonische Datenweitergabe. jch
Verlorene Karte sperren
Wenn der Diebstahl oder Verlust auffällt, muss die Karte so schnell wie möglich gesperrt werden. Während der Geschäftszeiten sollte sofort die ausgebende Bank oder Sparkasse angerufen werden. Rund um die Uhr sind die kostenpflichtige zentrale Sperrnummer 01805-021021 oder die gebührenfreie Nummer 116116 zu erreichen. Das Einspeichern von Sperrnummern im Handy kann außerdem im Ernstfall hilfreich sein. Ein Diebstahl sollte zudem bei der Polizei angezeigt werden.
EMV-Chips
Wofür steht EMV?
Geldkarten mit EMV-Technologie haben einen Prozessorchip. Die Abkürzung EMV setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der drei Gesellschaften zusammen, die den internationalen Standard für Karten und Geräte wie Geldautomaten entwickelt haben: Europay International (heute MasterCard Europe), MasterCard und Visa.
dpa
Wozu dienen die Chips?
Der Chip ist eine Art Mini-Computer und soll gespeicherte Daten besser gegen Missbrauch schützen als der herkömmliche Magnetstreifen. Die Technologie soll das Kopieren und Fälschen von Geldkarten eindämmen. Der Datensatz wird sicher verschlüsselt, die Karte bei Gebrauch auf Echtheit geprüft. Außerdem ist eine PIN nötig. Durch seine Rechenleistung bietet der Chip die Möglichkeit für Zusatzfunktionen. Der EMV-Standard soll die Magnetstreifen- Technologie ablösen. Nach Angaben des Unternehmens EMVCo, das die Technologie entwickelt, waren 2008 weltweit mehr als 730 Millionen Geldkarten mit dem EMV-Standard ausgestattet.
dpa


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