Neue Kontonummer Bundesbank fürchtet IBAN-Probleme bei Älteren

Ab Februar gilt sie für alle: Die 22-stellige IBAN ersetzt die bisherigen Kontonummern. Die Bundesbank sieht vor allem bei älteren Menschen Probleme und fordert die Banken auf, ihre Kunden an die Hand zu nehmen.

IBAN und BIC: Die Swift-Codes bereiten offenbar vor allem älteren Menschen Probleme
DPA

IBAN und BIC: Die Swift-Codes bereiten offenbar vor allem älteren Menschen Probleme


Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele macht sich gut zwei Wochen vor der endgültigen Umstellung auf die neuen europäischen Kontonummern Sorgen um Bürger, die keine Computer benutzen, etwa ältere Menschen. "Da bin ich mir nicht sicher, ob die Umstellung reibungslos klappt", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Ab dem 1. Februar müssen Bankkunden bei Überweisungen zwingend die IBAN benutzen. Die bisherigen Kontonummern und Bankleitzahlen waren für Unternehmen und Vereine schon 2014 im Zuge des Überweisungssystems SEPA abgeschafft worden. An die Stelle der alten Kontodaten trat die International Bank Account Number, kurz IBAN. Ebenfalls neu eingeführt wurde der Bank Identifier Code, BIC, eine international festgelegte Bankleitzahl.

Von den täglich 24 Millionen Überweisungen würden derzeit immer noch gut zehn Prozent nach dem alten Muster aus Bankleitzahl und Kontonummer vorgenommen, sagte Thiele. "Das betrifft vor allem Privatleute. Banken müssten dafür sorgen, dass die normalen Kunden mitgenommen würden. So falle es wesentlich leichter, wenn die lange IBAN in vier Blöcke aufgeteilt werde: DE für Deutschland, eine zweistellige Prüfziffer, dann die achtstellige Bankleitzahl und die zehnstellige Kontonummer. So sei es bei fast allen Instituten auf der Rückseite der EC-Karte angegeben. "Und so sollte es auch auf Rechnungen vermerkt sein", empfahl der Bundesbank-Vorstand.

Hilfe im Internet

Die IBAN besteht aus 22 Stellen. Für deutsche Bankkunden beginnt die IBAN mit DE, es folgen zwei Prüfziffern, um Zahlendreher zu verhindern, dahinter kommen die altbekannte Bankleitzahl und Kontonummer. Ist eine Kontonummer kürzer als zehn Stellen, werden ihr Nullen vorangestellt.

Die BIC, auch Swift-Code genannt, hat acht oder elf alphanumerische Zeichen und besteht aus einem vierstelligen Bankcode, einem zweistelligen Ländercode, der zweistelligen Codierung des Ortes und optional einer dreistelligen Kennzeichnung der Filiale. Im Netz gibt es Hilfsmittel, um sowohl den BIC-Code als auch die IBAN zu ermitteln.

brt/AFP

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