Immobilien Zahl der Baugenehmigungen geht stark zurück

Im ersten Quartal wurden deutlich weniger Bauvorhaben genehmigt. Besonders stark ist der Rückgang bei Einfamilienhäusern.

Neubaugebiet in Nordrhein-Westfalen (Archiv)
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Neubaugebiet in Nordrhein-Westfalen (Archiv)


Dämpfer für den deutschen Bauboom: Die Zahl der Genehmigungen für den Bau neuer Wohnungen schrumpfte von Januar bis April um neun Prozent auf insgesamt 106.500, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Je nach Wohnungstyp verlief die Entwicklung sehr unterschiedlich. "Gegen den Trend gestiegen sind die Genehmigungen von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern", erklärten die Statistiker. Hier gab es eine Zunahme um 2,5 Prozent. Damit wurden in diesem Bereich mit 51.100 Baugenehmigungen der höchste Wert in den ersten vier Monaten seit 19 Jahren ermittelt.

Bei Ein- und Zweifamilienhäusern gab es mit 15,7 und 6,5 Prozent dagegen deutliche Rückgänge. Ebenso bei Wohnungen, die durch Um- und Ausbaumaßnahmen an bestehenden Gebäuden entstehen sollen, etwa das Aufstocken mit Dachgeschosswohnungen: Hier gab es einen Einbruch von 28,6 Prozent. Bei Wohnheimen - wozu unter anderem Flüchtlingsunterkünfte zählen - gab es ein Minus von 16,8 Prozent.

Die Baubranche profitiert seit Längerem von niedrigen Zinsen. Dadurch leisteten sich in den vergangenen Jahren immer mehr private Bauherren die eigenen vier Wände, während Investoren mangels attraktiver Anlagealternativen viel Geld in Immobilien stecken. Auch der Zuzug von Flüchtlingen und in Ballungsräume treibt die Nachfrage nach Wohnungen nach oben. Bislang erwarten Experten in diesem Jahr 310.000 bis 320.000 neue Wohnungen. Der von der Bundesregierung geschätzte jährliche Bedarf von 350.000 Wohnungen würde damit aber verfehlt.

beb/Reuters



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