"Explosive Kurve" UBS warnt vor Immobilienblase in deutschen Städten

Die Schweizer Großbank UBS untersucht weltweit das Risiko von Immobilienblasen in Metropolen: Nirgendwo in der EU ist es so hoch wie in München.

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imago / Westend61

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Wenn ein Facharbeiter in München eine 60 Quadratmeter große Wohnung kaufen will, muss er im Schnitt acht vollständige Jahresgehälter berappen. Ist das viel oder wenig? Es ist in jedem Fall erheblich mehr, als noch vor einigen Jahren. 2008 hätten für eine Wohnung gleicher Größe in München noch vier Jahresgehälter gereicht.

Das geht aus einer Auswertung der Schweizer Großbank UBS hervor, die sich mit der Frage beschäftigt, in welchen Metropolen die Gefahr einer Immobilienblase am größten ist. Für München schätzen die Autoren des Berichts das Risiko als besonders hoch ein. Allein im vergangenen Jahr seien Mieten und Hauspreise in der bayerischen Landeshauptstadt um neun Prozent gestiegen.

Höher liegt das Blasenrisiko weltweit nur noch in Hongkong. Selbst London ist laut UBS weniger gefährdet als München. Ebenfalls im Fokus steht Frankfurt am Main. Dort sind die Kaufpreise 2017 um 15 Prozent gestiegen, ein Zeichen für "zunehmende Ungleichgewichte", sagt UBS.

Als "Blase" werden spekulative Übertreibungen an Märkten bezeichnet, die zu einem Crash führen können. Tatsächlich schätzt auch die Bundesbank, dass in einigen deutschen Großstädten die Preise um bis zu 35 Prozent zu hoch liegen.

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beb

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