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Immobilienranking für Deutschland: Wo Wohnen am teuersten ist

Die weltweite Finanzkrise spüren viele Deutsche jetzt sehr direkt: auf dem heimischen Immobilienmarkt. Aus Angst vor Inflation stecken immer mehr Menschen ihr Geld in Wohneigentum - und treiben damit Preise und Mieten nach oben. Am kostspieligsten ist der Süden der Republik.

Münchner Skyline: bei Immobilien Deutschlands teuerste Stadt Zur Großansicht
REUTERS

Münchner Skyline: bei Immobilien Deutschlands teuerste Stadt

Hamburg - Wohnen wird in Deutschland immer teurer. Laut dem aktuellen Wohn-Index des Marktforschungsinstituts F+B sind Kaufpreise und Mieten im dritten Quartal 2011 deutlich gestiegen. Der Trend ziehe sich durch alle Wohnsegmente, berichtet F+B: von Eigentumswohnungen über Einfamilien- bis hin zu Doppelhäusern.

"Die dynamischste Preisentwicklung zeichnet sich bei Eigentumswohnungen ab", sagte Geschäftsführer Bernd Leutner. Im Vergleich zum Vorquartal seien die Preise hier um 1,2 Prozent gestiegen, gegenüber dem Vorjahr sogar um 2,6 Prozent. "Aber auch Einfamilienhäuser spiegeln den Anlagetrend zum Betongold wider."

Leutner geht davon aus, dass die Immobilien nicht allein zur Eigennutzung, sondern auch als Kapitalanlage nachgefragt werden. Die Euro-Krise treibt die Menschen dazu, ihr Geld in Sachwerte zu investieren. Davon haben in den vergangenen Monaten nicht nur Immobilien, sondern zum Beispiel auch Edelmetalle profitiert. Der Goldpreis etwa ist seit Jahresbeginn um mehr als 20 Prozent gestiegen.

Die höheren Immobilienpreise schlagen sich auch in den Mieten nieder. Laut F+B sind die Neuvertragsmieten in den vergangenen zwölf Monaten um 1,2 Prozent gestiegen. Der F+B-Wohn-Index Deutschland, der die Preisentwicklungen der verschiedenen Segmente zusammenfasst, stieg im dritten Quartal 2011 um 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorquartal - das ist fast das doppelt so viel wie die allgemeine Inflationsrate.

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Immobilien: Wo Wohnen am teuersten ist
F+B ermittelte auch die 50 teuersten und die 50 günstigsten Städte mit mehr als 25.000 Einwohnern. Platz eins belegt dabei München, wo die durchschnittliche Neuvertragsmiete bei 11,90 Euro pro Quadratmeter liegt und Eigentumswohnungen 3710 Euro pro Quadratmeter kosten. "Die hohe Nachfrage in der bayerischen Landeshauptstadt wirkt sich auch auf die umgebenden kleineren Städte aus", sagte Geschäftsführer Leutner. Auf den vorderen Plätzen finden sich deshalb weitere bayerische Orte: Germering, Dachau, Unterschleißheim und Garmisch-Partenkirchen.

Unter den Großstädten liegen Hamburg, Frankfurt am Main sowie Stuttgart weit vorn.

Am günstigsten ist Wohnen nach wie vor in Ostdeutschland. Die billigsten Kaufimmobilien finden sich laut F+B in den sachsen-anhaltinischen Städten Weißenfels, Köthen und Zeitz sowie im thüringischen Gera. Eigentumswohnungen sind hier für 650 bis 740 Euro pro Quadratmeter zu haben.

stk

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insgesamt 71 Beiträge
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1. Und jetzt?
cor 21.11.2011
Deutlich interessanter wäre gewesen: Gehalt in Relation zu den Mieten oder noch besser, in Relation zu den Lebenskosten. Ständig diese Analysen, die nur die Hälfte der relevanten Daten betrachten...
2. Next Bubble
autocritica, 21.11.2011
Zitat von sysopDie weltweite Finanzkrise*spüren viele*Deutsche jetzt sehr direkt: auf dem heimischen Immobilienmarkt. Aus Angst vor Inflation*stecken immer mehr Menschen ihr Geld in Wohneigentum - und treiben damit Preise und Mieten nach oben. Am*kostspieligsten ist der*Süden der Republik. http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,799036,00.html
Wobei die Frage bleibt, wann die Immobilienblase platzt. Die vorhandene Bausubstanz wird ja nicht besser nur durch den überbewerteten Preis. Und jeder durch Spekulation getriebene Hype hat ein Ende. Spätestens jedoch mit dem demografischen und ökonomischen Wandel, wenn sich der Zuzug in die oft langweiligen Speckgürtel einmal abbbremst.
3. Stimmt...und das Ergebnis wäre,
wg2310 21.11.2011
Zitat von corDeutlich interessanter wäre gewesen: Gehalt in Relation zu den Mieten oder noch besser, in Relation zu den Lebenskosten. Ständig diese Analysen, die nur die Hälfte der relevanten Daten betrachten...
dass es für ein vergleichbares Leben z.b. keine OST/WEST Anpassung der Löhne, Renten, etc. braucht. Das will aber der Durchschnittsgutmensch nicht hören.
4. was soll uns dieser Artikel sagen?
live11 21.11.2011
eigentumswohnungen sind angeblich im letzten jahr 1,2% teurer geworden, im vgl. zu 2004 "nur" um 6%. die inflation dürfte in derselben zeit wesentlich höher gelegen haben, wo ist wohnen also nun teurer geworden?? ausserhalb der beliebten großstädte sind die kaufpreise seit jahren sehr stabil, vielleicht sogar leicht fallend...
5. immer die gleichen halbwahrheiten
buzzdee, 21.11.2011
Zitat von corDeutlich interessanter wäre gewesen: Gehalt in Relation zu den Mieten oder noch besser, in Relation zu den Lebenskosten. Ständig diese Analysen, die nur die Hälfte der relevanten Daten betrachten...
absolut. hat jemand mal beleuchtet, wie die gentrifizierung gerade in den letzten jahren in den angeblich so preiswerten bezirken des berliner ostens zugeschlagen hat und für die dort angestammt wohnende bevölkerung die mieten mittlerweile kaum noch zu bezahlen sind? diese menschen könnten höchtens mal zu besuch in münchen oder hamburg wohnen...
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