Inflation im September Lebensmittel und Energie kosten deutlich mehr

Der Anstieg der Verbraucherpreise bleibt auch im September auf einem relativ hohen Niveau. Die Inflationsrate liegt bei 1,8 Prozent. Nahrungsmittel und Energie verteuerten sich jedoch deutlich stärker.

Supermarkt in Krefeld
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Supermarkt in Krefeld


Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im September im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozent gestiegen. Damit lag die Inflationsrate auf dem gleichen Niveau wie im August, teilte das Statistische Bundesamt auf Grundlage vorläufiger Berechnungen mit. Für Juni 2017 hatten die Statistiker noch eine Teuerungsrate von 1,6 Prozent errechnet, für Juli dann 1,7 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat August stiegen die Verbraucherpreise im September um 0,1 Prozent.

Verbraucher mussten unter anderem deutlich mehr für Nahrungsmittel zahlen (plus 3,6 Prozent) als vor Jahresfrist. Benzin und Haushaltsenergie verteuerten sich um 2,7 Prozent. Kaltmieten verteuerten sich binnen Jahresfrist um 1,7 Prozent.

Die nach europäischen Standards errechnete Jahresinflationsrate lag ebenfalls bei 1,8 Prozent. Diese Kennzahl ist wichtig für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Die EZB strebt mittelfristig für die Eurozone ein stabiles Preisniveau bei einer Teuerung knapp unter 2,0 Prozent an.

Weil die Währungshüter dieses Ziel seit Jahren verfehlen, versuchen sie mit viel billigem Geld nachzuhelfen. Ende Oktober will die Notenbank erste Entscheidungen verkünden, wie sie 2018 weitermachen will. Die meisten Experten gehen davon aus, dass die Notenbank beschließen wird, ab Januar 2018 weniger Staatsanleihen zu kaufen als bislang - derzeit liegt das Volumen bei 60 Milliarden Euro im Monat.

fdi/dpa

insgesamt 3 Beiträge
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Bürger Icks 28.09.2017
1. Der tägliche Bedarf
wird immer teurer. Aber Hauptsache der nächste "500"Zoll Fernseher ist schön günstig. Wenn man den Strom dafür bezahlen kann...
MiniDragon 28.09.2017
2. Lebensmittel und Energie werden teurer
Na und ? Zwar teurer aber vihl besser ! Statt dreckiger Energie aus dreckiger Kohle und krankmachendem Obst Gemüse aus industrialisierter Landwirtschaft nun feine, erneuerbare Energie aus Windkraftanlagen und genfreie Nahrungsmittel vom Bio- Bauern.
mazzmazz 28.09.2017
3. 1,7%?
Die wahre Inflation, die an demjenigen Warenkorb spürbar wird, welchen der Bürger wirklich benötigt (man weiß dass dieser doch recht stark von demjenigen des Statistischen budnesamtes abweicht...), liegt eher bei 3%. Die Gehälter in D sind seit 20 Jahren nicht nennenswert gestiegen. Die Steuern allerdings schon. Was auch nciht verwunderlich ist, denn Deutschland muss nach wie vor die EU und seine Pensionäre, Beamten und Rentner sowie bislang realistisch 3 Mio. Armustmigranten finanzieren. Die Politik muss dies auf allen Ebenen mit der gewünschten Anschlußverwendung in größeren Unternehmen in Einklang bringen. Lösbar wäre dies, indem man politische Führungspositionen nur mit Leuten besetzt, die in ihrem Ressort eine Ausbildung genossen und mindestens 10 Jahre Führungserfahrung vorzuweisen haben. Das würde uns nicht nur mehr Realitätssinn in der politkk bescheren, sondern (u.a.) auch eine Arbeitsministerin verhindern, die nie gearbeitet hat.
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