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Inflation: Verbraucherpreise steigen kräftig

Heizöl ist 9,8 Prozent teurer, Benzin kostet sogar 12,3 Prozent mehr: Die steigenden Kosten für Energie sind der größte Preistreiber in Deutschland. Insgesamt lag die Inflationsrate im Juli bei 2,4 Prozent.

Wiesbaden - Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im Juli schneller gestiegen als in den Vormonaten. Die Inflationsrate betrug 2,4 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt mit. Im Mai und Juni lag sie im Vergleich zum Vorjahresmonat noch bei 2,3 Prozent. Im Vergleich zum Juni 2011 stiegen die Verbraucherpreise demnach um 0,4 Prozent. Die Statistiker bestätigten mit diesen Zahlen ihre vorläufigen Berechnungen von Ende Juli.

Wie schon in den Vormonaten machten die Statistiker vor allem Energie als Preistreiber aus - sie war 10,6 Prozent teurer als vor einem Jahr. Kraftstoffe kosteten demnach 12,3 Prozent mehr, Haushaltsenergie wie etwa Heizöl oder Gas war 9,8 Prozent teurer. Ohne Energie stiegen die Verbraucherpreise der Statistik zufolge im Schnitt nur um 1,5 Prozent. Auch die Preise für Lebensmittel trieben die Inflation allerdings an: Sie kosteten im Schnitt 2,1 mehr als im Juli 2010.

cte/AFP

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1. Insgesamt lag die Inflationsrate im Juli bei 2,4 Prozent.
Koltschak 10.08.2011
Das ist ja beruhigend. 2,4 Prozent ist doch kein Problem. Und die gefühlte Inflation geibt es nicht. Da sagen uns schon die "Experten" ein: "Die Inflationsrate lag im Juli bei 2,4 Prozent". Wer diesen Schmarren glaubt, glaubt auch an Vollbeschäftigung! Die Inflation liegt bei ca. 6%, und das ist noch sehr konservativ geschätzt.
2. Hoffnungsschimmer
peterhausdoerfer 10.08.2011
Was wir brauchen sind vernünftige Inflationswerte um Verbaucher, Unternehmen und den Staat zu entschulden. Die USA haben nach den Kriegen sich ihrer Schulden so entledigt mit bis zu 15% Inflation. Werte von 5% reichen auch schon, aber die 2.5% die wir haben sind sind immer noch gefährlich nahe an der Deflation. http://en.wikipedia.org/wiki/File:US-Inflation-by-year.png
3. Hallo
idealist100 10.08.2011
Zitat von KoltschakDas ist ja beruhigend. 2,4 Prozent ist doch kein Problem. Und die gefühlte Inflation geibt es nicht. Da sagen uns schon die "Experten" ein: "Die Inflationsrate lag im Juli bei 2,4 Prozent". Wer diesen Schmarren glaubt, glaubt auch an Vollbeschäftigung! Die Inflation liegt bei ca. 6%, und das ist noch sehr konservativ geschätzt.
Dann gehen Sie einmal einkaufen, da wird es schon ganz happig, nicht nur die Packungsgrössen schrumpfen auf seltsame Weise auch die Preise gehen kontinuierlich nach oben und nicht nur beim Kraftstoff. Ich schätze eher 10-15% bei Lebensmitteln des täglichen Bedarfs. Jetzt kommt mir keiner, das irgendein Elektronikartikel preiswerter geworden ist. Den brauche ich nicht jeden Tag und ich kann auch darauf verzichten. Brauche keine 10 LCD LED Plasma Fernseher kann nur in einen reinschauen.
4. Heizölpreis deutlich gestiegen
heff 10.08.2011
Der Heizölpreis ist seit dem Vorjahr derart deutlich gestiegen, dass wohl auch die Statistiker nicht umhin kamen, eine zweistellige Steigerung anzugeben. Ich spreche natürlich nur für mich und verfüge nicht über die Daten der Statistik: Bei mir ist der Heizölpreis um satte 25 Prozent gestiegen.
5. Na und ?
si_tacuisses 10.08.2011
Zitat von sysopHeizöl ist 9,8 Prozent teurer, Benzin kostet sogar 12,3 Prozent mehr: Die steigenden Kosten für Energie sind der größte Preistreiber in Deutschland. Insgesamt lag die Inflationsrate im Juli bei 2,4 Prozent. http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,779390,00.html
Das gleicht doch die Erhöhung um 0,99 % der Altersrenten lässig aus. Keine Panik bitte.
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