Kontaktlos bezahlen Kassel wird ec-Karten-Teststadt

Bezahlen im Vorbeigehen: Wie das Einkaufen der Zukunft aussehen könnte, wird nun in Kassel getestet  - die Stadt gilt als besonders repräsentativ für den Bundesdurchschnitt.

Ec-Karten
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Kontaktloses Bezahlen und andere neue Funktionen von ec-Karten werden in Zukunft in Kassel getestet. Die nordhessische Stadt sei besonders repräsentativ, weil sie unter anderem bei Kaufkraft und Bevölkerungsstruktur nah am Bundesdurchschnitt liege, sagte Ingo Limburg von Euro Kartensysteme.

Die deutschen Kreditinstitute wollen in Kassel die Alltagstauglichkeit und Akzeptanz von Neuerungen prüfen, bevor sie bundesweit eingeführt werden. Bis zu 15 Jahre soll Kassel als Testlabor für Innovationen fungieren. Ec-Karten in der Region sollen nach und nach ausgetauscht werden und neue Funktionen bekommen.

Beim kontaktlosen Bezahlen lassen sich kleinere Beträge ohne PIN-Eingabe direkt abbuchen, indem man die Karte vor das Terminal hält; bei höheren Summen wird der PIN abgefragt. Die Technik wird auch in Mobiltelefone und Computeruhren integriert. Gedacht ist das System vor allem für Kleinbeträge, die üblicherweise bar bezahlt werden. Neben dem kontaktlosen Bezahlen in Geschäften sollen in Kassel weitere Funktionen erprobt werden.

Die Verbraucherzentrale Hessen wies darauf hin, dass die Teilnahme an den Tests freiwillig sei. Wie riskant kontaktloses Bezahlen durch eventuelle Fehlbuchungen sei, können die Verbraucherschützer derzeit noch nicht absehen. Sie raten Teilnehmern, Kontobewegungen regelmäßig zu prüfen und verdächtige Abbuchungen bei der Bank zurückzufordern.

kpa/dpa



insgesamt 7 Beiträge
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hman2 20.04.2016
1. Au weia! Hoffentlich nicht !!
"Beim kontaktlosen Bezahlen lassen sich kleinere Beträge ohne PIN-Eingabe direkt abbuchen, indem man die Karte vor das Terminal hält" Oder das Terminal vor die Karte. Das macht nämlich keinerlei Unterschied. Man nehme ein tragbares Terminal, und besuche dann, sagen wir, eine Rolltreppe in einem Kaufhaus. Oder einem Flughafen. Dann kann man ganz ohne Autorisierung jeweils 20 Euro ziehen (Bei einigen Kreditkarten geht das nämlich heute schon). An einem großen deutschen Flughafen ließen sich da über einhunderttausend x 20 Euro am Tag (!) ziehen. Risikolos, denn das kann man schon geschickt verschleiern, und die abgezockten fliegen erstmal weg, und können erst viele Stunden (falls überhaupt - wer checkt schon andauernd den Kontostand?) später merken, dass sie erleichtert wurden. Unfassbar, aber deutschen Banken ist nix zu blöd...
PeterPe 20.04.2016
2. Funktioniert in Niederlande überall
Kontaktlos per Karte bezahlen funktioniert in den Niederlanden an allen Kassen mit neue kartenterminals. Schnell und wahrscheinlich auch sicherer, da niemand die pin sehen kann. Maxmalbetrag: 25 Euro, nach insgesamt 50 Euro muss man die pin nutzen. Für Kunden gefahrlos: das (überschaubare) Risiko übernimmt die Bank.
Philipp Reinhard 20.04.2016
3. Totgeburt der Deutschen Kreditwirtschaft
Nichts gegen kontaktloses Bezahlen! Gerade bei Fahrkartenautomaten im Ausland hat mir diese Technik schon viel Mühe und Ärger erspart. Allerdings besitze ich auch eine Kreditkarte mit einem international verbreiteten Standard (Mastercard Paypass) und nicht eine EC-Karte mit Girogo, das es nur in Deutschland gibt. Genau das soll nämlich in der "Innovationsstadt" Kassel eingeführt werden: Eine EC-Karte, die erst am Automaten mit Geld befüllt werden muss, um damit dann ausschließlich in Deutschland kontaktlos bezahlen zu können. Wer will sowas haben? Wer kommt auf die bescheuerte Idee, wieder einmal einen nationalen Alleingang zu versuchen? Ein paar Hundert Millionen in den Sand zu setzen? Den Anschluss an die Konkurrenz zu verpassen? Leute zu verärgern, die ihre befüllte Karte nirgendwo einsetzen können und beim Verlust auch das Geld verlieren?
kandric.wiz 20.04.2016
4. BWL- Arbeitsplatzvernichter
Erneut geht es um die Freisetzung von Arbeitskräften im Bankgewerbe. Wer nicht merkt, dass der einzige Zweck solcher Maßnahmen Arbeitsplatzvernichtung - also Kosteneinsparung - ist; wer nicht merkt, dass das Einbußen bei der Steuer und den Sozialabgaben bedeutet: wer also nicht merkt dass das Frühverrentungen mit Niedrigrenten für das Bankenpersonal bedeutet, der wird am Ende merken, dass die Sparkünste NUR den Unternehemen dienen.
hugahuga 20.04.2016
5.
Statt Nebelkerzen zu werfen, sollte endlich klar zum Ausdruck gebracht werden, was wirklich dahinter steckt. Ich vermute, dass es sich um die Abschaffung des Bargeldes handelt. Allerdings wird dieses (noch) heftig dementiert. Wie lange noch?
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