Nürnberg - Jeder Deutsche wird im kommenden Jahr durchschnittlich 20.621 Euro für Konsumgüter, Miete oder andere Lebenshaltungskosten zur Verfügung haben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Marktforschungsinstituts GfK. Demnach stehen pro Kopf rund 554 Euro mehr für Ausgaben zur Verfügung als noch in diesem Jahr, das entspricht einer Steigerung um 2,9 Prozent.
Allerdings wird sich die Teuerung noch bemerkbar machen. Angesichts der von der Bundesbank prognostizierten Inflationsrate von 1,5 Prozent bleibe ein geringer realer Kaufkraftzuwachs von rund 1,4 Prozent, prognostizierte das GfK. "Somit kann von einer leicht positiven Konsumentwicklung im nächsten Jahr ausgegangen werden."
Die Kaufkraft bezieht sich auf das verfügbare Nettoeinkommen der Bevölkerung, inklusive staatlicher Transferzahlungen wie Renten, Arbeitslosen- und Kindergeld.
Dabei gibt es große regionale Unterschiede. Der ärmste Kreis ist Görlitz. Dort haben die Bewohner durchschnittlich nur 15.687 Euro zur Verfügung. Der reichste Kreis Starnberg verfügt im kommenden Jahr hingegen über eine Kaufkraft von 30.509 Euro. Besonders deutlich steigt das Einkommen laut GfK in Hamburg, Bayern, Hessen und Baden-Württemberg.
Die Marktforscher prognostizieren für kommendes Jahr eine Kaufkraftsumme von 1687,7 Milliarden Euro für Gesamtdeutschland. Allerdings profitierten nicht alle Bevölkerungsgruppen von dem Anstieg. So dürfte beispielsweise die Rentenentwicklung 2013 unterhalb der Inflationsrate liegen, schrieb die GfK. Die Einkommensentwicklung in vielen Branchen werde aber voraussichtlich günstig bleiben.
mmq/dpa
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wirtschaft | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Verbraucher & Service | RSS |
| alles zum Thema Konsum | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH