Streit um Preise Kaufland nimmt Hunderte Unilever-Produkte aus den Regalen

Die Supermarktkette Kaufland wirft Unilever vor, Lieferpreise kurzfristig drastisch erhöht zu haben. Der Verkauf Hunderter Produkte wurde gestoppt. Betroffen sind Marken wie Knorr, Langnese, Lipton und Axe.


Wegen eines Streits um die Einkaufspreise nimmt die Supermarktkette Kaufland rund 480 Produkte des Unilever-Konzerns aus den Regalen. Betroffen sind unter anderem Marken wie Knorr, Langnese, Lipton oder Axe, wie Kaufland am Montag mitteilte. Zuvor hatte die "Lebensmittel Zeitung" darüber berichtet.

Unilever habe die Lieferpreise kurzfristig drastisch erhöht, hieß es in der Mitteilung zur Begründung. Kaufland werde das nicht akzeptieren und die Produkte deshalb vorerst nicht mehr verkaufen. Auch in Tschechien, der Slowakei, Polen, Rumänien und Bulgarien gebe es einen Bestellstopp für einige Unilever-Produkte.

Unilever wollte sich nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa nicht näher zu dem Fall äußern. Ein Unternehmenssprecher sagte demnach am Montagabend: "Gespräche mit unseren Handelspartnern sind vertraulich."

aar/dpa



insgesamt 2 Beiträge
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kaltschale 04.09.2018
1. Lieber Nestle raus und mehr regionale Produkte
Die sollen lieber Nestle rauswerfen, dieser Konzern ist höchst schädlich und gräbt den Leuten buchstäblich das Wasser ab. Weiterhin ist es mir absolut unverständlich, wie man im Spätsommer in Deutschland Äpfel aus Chile und Neuseeland verkaufen kann oder Knoblauch aus China. Es hat den Eindruck, dass der Einkauf dort einfach pennt. Vielleicht eine Erklärung für die Sache mit Unilever, um die ist es auch nicht schade. Je weniger Konzerne gefüttert werden, um so besser.
kael 05.09.2018
2. Vermutlich geht es nicht um Einkaufspreise
Es geht Kaufland wohl nicht nur um "drastisch erhöhte" Listenpreise. Denn Listenpreise müssen schließlich alle Händler gleichermaßen zahlen. Eher geht es Kaufland vermutlich um eine Reduzierung seiner eigenen Rabatte und anderer Sondervergütungen als Großabnehmer. Nur dann macht ein Boykott wirklich Sinn. Doch das Risiko ist groß. Denn wenn Kauflands Kunden ihre Markenartikel nicht mehr im Sortiment finden, werden sie aus Loyalität zum Unternehmen kaum darauf verzichten sondern sie sich woanders beschaffen.
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