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Wechsel der Kfz-Versicherung: 30 Minuten investieren - Hunderte Euro sparen

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Verkehrsunfall: Oftmals lohnt ein Wechsel des Kfz-Versicherers

Sie glauben, Sie haben schon die günstigste Kfz-Versicherung? Vergleichen Sie trotzdem. Ein Wechsel kann Hunderte Euro ausmachen, manchmal sogar mehr als tausend. Es gibt nur einiges zu beachten.

Über die Kfz-Versicherung können Sie selbst leicht und richtig entscheiden - und das entspannt zu Hause nach Feierabend. Firmen wie Check24 und Verivox bieten kostenlose Online-Rechner an mit direkter Weiterleitung zu der von Ihnen ausgewählten Versicherung. Eine übersichtliche Benutzerführung leitet Sie bequem durch das Verfahren.

Und doch müssen Sie als Verbraucher aufpassen. Denn die Maschinen liefern nur nützliche Resultate, wenn sie richtig gefüttert werden. Dazu gehören zwei: Sie als Nutzer tragen Ihre Daten und Wünsche ein und das Portal liefert als Anbieter die Tarife der Versicherer.

Dabei stehen Sie vor zwei Problemen. Zum einen müssen Sie einiges zusammensuchen, bevor es losgehen kann: Sie benötigen Ihren Fahrzeugschein, Ihren aktuellen Kilometerstand und die aktuelle Rechnung Ihres Versicherers, und wenn Sie das alles zur Hand haben, dauert es immer noch etwa eine Viertelstunde, bis Sie alle notwendigen Felder ausgefüllt haben und ein Ergebnis bekommen. Für kaum eine andere Versicherung braucht man so viele Angaben. Diese vielen Daten will man eigentlich kein zweites Mal eingeben müssen.

Das zweite Problem ist: Welche der zahlreichen Tarifoptionen mit kryptischen Bezeichnungen wie "Mallorca-Police" oder "erweiterte Wildschäden" soll ich wählen? Welche brauche ich wirklich? Denn auch in der Kfz-Versicherung gilt: Billig ist nicht immer gut.

Auch die Anbieter der Portale machen die Entscheidung nicht so einfach, wie sie könnten. Zum einen werden gern Tarife als "Sonderangebote" oder "Empfehlungen" angepriesen, deren Empfehlungswürdigkeit zumindest diskutabel ist. Die Vergleichsportale handeln hier nicht immer ganz selbstlos, schließlich sind sie letztlich Versicherungsmakler und verdienen ihr Geld über Provisionseinnahmen. Da wird ein Angebot mit besonders hoher Provision schon mal mehr herausgehoben, als es das aus Kundensicht eigentlich verdient hätte. Man muss also genau hinschauen.

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Kfz-Versicherung 2015: Die neuen Regionalklassen im Überblick
Dafür deckt so ein Vergleichsportal aber auch den Markt weitgehend ab, bildet die meisten Tarife und Versicherungen ab, sodass man am Ende wirklich die günstigste Versicherung bekommt. So zumindest das Versprechen der Portale.

Doch genau hier hapert es derzeit noch erheblich.

Denn obwohl die Versicherer und Vergleichsanbieter die Kfz-Wechselsaison 2014 in der Werbung schon ausgerufen haben, ist bis heute die Anzahl der Angebote zum allgemeinen Wechseldatum am 1. Januar 2015 noch überraschend gering: Bei Finanztip haben wir das Angebot ausgiebig durchgetestet: Gerade mal ein Drittel aller Versicherer fanden wir dabei diese Woche auf Check24, auf Verivox war es sogar nur ein Siebtel der Anbieter. Für das beste Angebot sollte man beide Online-Rechner benutzen. Zeitaufwand: mindestens eine halbe Stunde.

Für Sie als Verbraucher bedeutet dies: Es lohnt sich in jedem Fall, noch bis Mitte November abzuwarten, bevor Sie Ihre Daten in die zwei Vergleichsportale eingeben, um sich eine günstigere Versicherung herauszupicken. Dann wird die Zahl der Anbieter deutlich höher sein.

Das ist am Ende immer Zeit und Mühe wert: Die teuersten Angebote sind in der Kfz-Versicherung oft dreimal so teuer wie die preiswertesten. Die Unterschiede machen Hunderte von Euro, manchmal sogar über tausend Euro aus. Der Vergleich lohnt also, und der Stundenlohn für die zweimal 15 Minuten ist am Ende wirklich gut.

P.S.: Wenn Sie glauben, Sie sind schon bei einem preiswerten Versicherer, vergleichen Sie trotzdem. In den vergangenen Jahren haben viele Unternehmen für Neukunden Preise angeboten, die unter denen für ihre Bestandskunden lagen. Gut, dass man über das Internet der Branche ein Schnippchen schlagen kann - wenn man es richtig macht.

Zum Autor
  • Finanztip
    Hermann-Josef Tenhagen (Jahrgang 1963) ist Chefredakteur von "Finanztip". Das Onlineportal ist gemeinnützig. "Finanztip" refinanziert sich über sogenannte Affiliate-Links. Mehr dazu hier.

    Tenhagen hat zuvor als Chefredakteur 15 Jahre lang die Zeitschrift "Finanztest" geführt. Nach seinem Studium der Politik und Volkswirtschaft begann er seine journalistische Karriere bei der "Tageszeitung". Dort ist er heute ehrenamtlicher Aufsichtsrat der Genossenschaft. Bei SPIEGEL ONLINE schreibt Tenhagen wöchentlich über den richtigen Umgang mit dem eigenen Geld.
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insgesamt 31 Beiträge
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1.
outsider-realist 25.10.2014
Die Vergleichsportale meide ich. Da wird man mit unzähligen Angeboten überschüttet und muss sich dann mühsam das für einen passende raussuchen. Der Unerfahrene klickt gleich auf das billigste und bekommt die Rechnung dann im Schadensfall. Die beste Methode ist der direkte Vergleich bei den Versicherern. Etwas zeitaufwändiger, aber die Angebote sind direkt vergleichbar und auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten und böse Überraschungen bleiben aus. So bin ich bisher am besten und relativ günstig gefahren.
2. Gebranntes Kind
Kenntauer 25.10.2014
Die arbeiten mit Lockangeboten. Im Jahr darauf wird die Prämien wieder enorm erhöht, um das Lockangebot reinzubekommen. Man sollte nur auf Empfehlung aus dem Freundeskreis, resp. Familie eine Versicherung abschliessen. Versicherungen sind m.E. in der übergrossen Mehrzahl genau solche Gauner wie die Bankster. Und kaufen Journalisten. Ich kenne nur zwei Versicherungsgesellschaften, auf die meine Einschätzung nicht zutraf.
3. Verivox Vergleichsportal
nichtsistgut...... 25.10.2014
Diese Vergleichsportale sind in erster Linie Verkaufsagenturen. Ich habe in der vergangenen Woche KfZ-Versicherungen verglichen. Danach werde ich mit Anrufen belästigt, die mir eine Versicherung aufschwatzen wollten. Übrigens war HUK 24 nicht im Vergleich, wahrscheinlich weil diese so günstig ist.
4.
marthaimschnee 25.10.2014
Die Aussage "hunderte Euro sparen" ist sowohl bei Autoversicherungen als auch Strom oder TK Anbietern normalerweise komplett unseriös. Wieviele Verbraucher stecken denn im unsinnigsten aller Tarife? Die meisten werden sich irgendwo befinden, wo ein günstigerer zwar möglich wäre, die Ersparnis einen Wechsel aber nicht rechtfertigt. Da spielen auch bestimmte Bestandteile des Vertrags eine Rolle, ich hatte zB bei meinem letzten Auto einen garantierten Beitragssatz für die gesamte Laufzeit und solange kein Schadensfall eintritt. Da es bei meiner SF nur noch in homöopathischen Schritten beitragsmäßig abwärts geht, ist der Ausschluß von Preissteigerungen mehr wert, als eine Handvoll Euro im Jahr zu sparen.
5. Unsinn hoch 7
tommit 25.10.2014
wenn ich auch nur 8 Stunden in solch eine Suche investiere kommt dabei garnichts heraus und wie sich die Risikoklassen bei welchem Versicherer bewegen, das kann keiner sagen.. Dann muss man auch darauf scheuen wie hoch der Rabett ist den man auf Unfallfreie Zeit bekommt, denn in Neuverträgen wird der Zeitraum der Degression gegenüber einem ALtvertrag gerne einmal gedehnt.. Deshalb immer auf die nächsten 10 Jahre schauen und alle Bedingungen, auf 1 Jahr zu schauen ist schlichtweg Unsinn, besonders wenn ein Freischaden wegfallen sollte .. Und wie beim einzelnen Versicherer die Anrechnung von Schäden gehandhabt wird, das steht nirgends.. und auch die Fharzeugstatistik und Reginalklasse müsste man kennen.... Hört endlich auf mit diesen blöden Märchen...
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