Energiepreise Mehrheit der Deutschen würde für Klimaschutz draufzahlen

Viele Verbraucher ächzen unter den steigenden Energiepreisen. Dennoch wäre eine Mehrheit der Deutschen bereit, noch mehr zu zahlen - wenn dadurch das Klima geschützt wird.

Gasherd
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Höhere Energiekosten für einen besseren Klimaschutz? Eine Mehrheit der Deutschen kann sich das einer Umfrage zufolge vorstellen. 63 Prozent der Bürger wären dazu bereit, 36 Prozent wollen keine höheren Zahlungen in Kauf nehmen. Das geht aus dem "Deutschlandtrend" der ARD hervor.

Besonders ausgeprägt ist die Bereitschaft, für den Klimaschutz höhere Energiekosten zu zahlen, mit 89 Prozent bei den Anhängern der Grünen, gefolgt von der Linken (76 Prozent), der FDP (71 Prozent) und der SPD (67 Prozent). Bei der Union wären noch 62 Prozent der Anhänger dafür. Bei den Anhängern der AfD sind lediglich 50 Prozent dafür.

Streitpunkt in den Koalitionsverhandlungen

In den Koalitionsverhandlungen im Bund ist ein großer Streitpunkt der Ausstieg aus der Kohlekraft. Während die Grünen einen schnellen Ausstieg fordern, um die Klimaziele einzuhalten, halten Union und FDP dagegen.

Gegner eines schnellen Kohle-Aus' warnen vor allem vor hohen Energiepreisen. So fürchtet der Bundesverband der deutschen Industrie, dass sich durch steigende Stromkosten Wertschöpfung von Deutschland ins Ausland verlagern könnte. Befürworter sehen dagegen die ineffiziente Energiepolitik der bisherigen Bundesregierung als Ursache für ständig steigende Preise.

brt/dpa/AFP

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dh42 17.11.2017
1. Energie einsparen?
Die Mehrheit der Deutschen sollte einfach mal anfangen Energie einzusparen (keine SUV, Waschmaschine nur vollständig befüllt nutzen, weniger heizen, richtig lüften, nicht dauernd das Licht brennen oder den Laptop laufen lassen, kein Standby, etc.), dann würden sich schon viele Probleme ohne nennenswerten Komfortverlust von allein lösen oder vereinfachen.
ekel-alfred 17.11.2017
2. Energie muss bezahlbar bleiben!
Die Deutschen wollen ihr schlechtes Gewissen durch erhöhte Abgaben erleichtern? Wie blöd muss man sein? Das Geld würde eh zweckentfremdet, das Klima dadurch nicht gerettet. Das ist nicht der richtige Weg, zumal bei uns die Kosten für Energie sowieso schon durch die Decke schießen. Energie muss bezahlbar bleiben!
duke_van_hudde 17.11.2017
3. Tja wenn wir als Bürger nur diese freie Wahl hätten?
Wer freiwillig mehr zahlen will soll das machen und wer das nicht will, weil das den ganzen Haushaltsplan durcheinanderwirbelt soll halt weniger zahlen. Ich bin sehr gespannt wieivele den wirklich teuren Strom kaufne würde wenn man auch billigen Strom ohne EEG Umlage kaufen könnte. Wenn man als Verbraucher mal Strom aus ganz Europa kaufen könnte und das dann ohne EEG bin ich mal gespannt wieviele dann doch lieber dne günstigen Strom kaufen würden. Solche Umfragen bleiben immer Unfug da hier natürlich sehr haeufig die Sozial erwünnchte Anwort gegeben wird und man die wirkliche antwort nur durch das sehen kann was die Menschen in einen freien Markt kaufen würden.
dirk.resuehr 17.11.2017
4. Zahlen bitte!
Soli, EEG, reicht noch nicht? Die dem Gerechtigkeitswahn verfallenen Germanen sollten sich bei der zur Schau getragenen Intelligenz nicht wundern, wenn sie als Zahlmeister benutzt werden. Diese Botschaft strahlt aus jeder Pore!
MisterD 17.11.2017
5. Wie bitte???
Ich soll NOCH mehr Geld für Strom bezahlen? Bereits heute haben wir den zweithöchsten Strompreis Europas, nach Dänemark. In den meisten Ländern der EU zahlt man deutlich unter 20 Cent/kWh. Vor allem der Strom wird zunehmend bzw. ist jetzt schon einer der dicksten Posten bei den Nebenkosten Dass den deutschen Haushalten das nicht schon längst um die Ohren geflogen ist, liegt einzig und allein daran, dass wir mit TFT-Bildschirmen, der LED und dem Trend weg vom energiefressenden Desktoprechner hin zu sparsameren Laptops, Tablets und Smartphones unseren Stromverbrauch teils massiv reduzieren konnten.
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