Konsumklima Deutsche kommen wieder in Kauflaune

Deutschlands Verbraucher werden optimistischer. Der Konsumklima-Index der Marktforschungsfirma Gfk legt erstmals seit fünf Monaten wieder zu - trotz Flüchtlingskrise und Terroranschlägen.

Hamburger Innenstadt: Die Bundesbürger trauen sich wieder, mehr zu shoppen
DPA

Hamburger Innenstadt: Die Bundesbürger trauen sich wieder, mehr zu shoppen


Die Stimmung der deutschen Verbraucher steigt erstmals seit längerer Zeit wieder. Für Januar prognostizieren die Forscher der GfK einen Anstieg ihres Konsumklima-Barometers um 0,1 auf 9,4 Punkte.

"Die Terroranschläge in Paris Mitte November und die damit auch in Deutschland gestiegene Terrorgefahr scheinen bei den Verbrauchern keinen Eindruck zu hinterlassen", sagte Gfk-Experte Rolf Bürkl am Dienstag zu der monatlichen Umfrage unter 2000 Bürgern.

Das Barometer war zuvor vier Monate in Folge gefallen. Die Verbraucher sorgten sich in den vergangenen Monaten unter anderem um die Weltwirtschaft, die Situation im Nahen Osten und die Zahl der Flüchtlinge.

Dass der Index diesmal in die anderen Richtung zeigt, liegt in erster Linie am gewachsenen Optimismus der Deutschen, dass die Konjunktur kräftig wächst. Die Sorge der Verbraucher, ihren Job zu verlieren, sei daher gering, sagte Bürkl.

"Hinzu kommt, dass die Energiepreise, wie Benzin und Heizöl, zuletzt spürbar gesunken sind", sagte der Gfk-Experte. Dies sorge für eine überaus geringe Inflation und damit auch für deutliche reale Einkommenszuwächse. Die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen bleibt deshalb groß.

ssu/dpa-AFX/Reuters

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insgesamt 13 Beiträge
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!!!Fovea!!! 22.12.2015
1. So ein Zufall aber auch
gerade zu Weihnachten kommen die Deutschen in Kauflaune.... Wahrscheinlich wir GfK Ende Januar einen Rückgang der Kauflaune verzeichnen, da dann alle Gut- und Geldscheine, Umtauschwaren abgewickelt worden sind und die Deutschen dann keine Festivität zum Kaufen haben, während ein "künstlicher" Kauftag a la Valentinstag + Ostern Ende März wieder eine Kauflaune produzieren werden, wetten dass?
smartphone 22.12.2015
2. Wieder in ...
So , interessant, ich kann mich nicht erinnern - ausser von "German Angst" - in den letzten Jahren(!) etwas von sinkender Kauflaune gelesen zu haben . Die müßte mittlererweile extrem hoch sein -- btw meine Kauflaune ist hoch . Nur , Dank der REALEN typischen Einkommenlage ist schon am 18.x schon dei Schmerzgrenze erreicht bei 17 Mio Deutschen , überhaupt noch einen Discounter zu besuchen . Woher also einige die Energie nehemn ,den Leuten was einzuflößen , was die "atmende" Wirtschaft längst versaubeutelt hat ....
der_unbekannte 22.12.2015
3. Geht auch anders
diese Weihnachten habe ich überhaupt nichts gekauft, im Gegenteil habe ich die Zeit genutzt mich von vielen überflüssigen Dingen zu trennen. Die Wirtschaft hat es geschafft aus dem Fest der Liebe ein Fest des Mammons zu machen, leider rennen die Leute diesem Wahnsinn auch noch hinterher, sehr traurig.
MTBer 22.12.2015
4. Sie schreiben etwas wirr!
Zitat von smartphoneSo , interessant, ich kann mich nicht erinnern - ausser von "German Angst" - in den letzten Jahren(!) etwas von sinkender Kauflaune gelesen zu haben . Die müßte mittlererweile extrem hoch sein -- btw meine Kauflaune ist hoch . Nur , Dank der REALEN typischen Einkommenlage ist schon am 18.x schon dei Schmerzgrenze erreicht bei 17 Mio Deutschen , überhaupt noch einen Discounter zu besuchen . Woher also einige die Energie nehemn ,den Leuten was einzuflößen , was die "atmende" Wirtschaft längst versaubeutelt hat ....
Habe ich das richtig verstanden: Sie verfügen über belastbare Zahlen, dass bei 17 Mio. Deutschen bereits am 18. eines jeden Monats das Geld ausgeht?
stauner 22.12.2015
5.
Der Feind des öminösen Glaskugel Index GFK, der sich wahrhaft im esotherischen Bereich der Forschung aufhält, ist - das statistische Bundesamt. Wer sich die Mühe macht, dort regelmäßig die realen Einzelhandelsumsätze nachzuschauen, kann über den GFK-Hype nur lachen. Drei Monate nach den regelmäßigen "Deutsche im Kaufrausch"-Meldungen lesen wir da, daß die Umsätze weiter stagnieren. Die Message "Alle wollen kaufen, also kauft verdammt noch mal auch", die hinter dieser Meldung steht, kommt nicht an. Wie auch, weil für die meisten Deutschen Reallohnsteigerungen ein Fremdwort sind.
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