Konsumklima-Umfrage: Krisenangst treibt Deutsche in die Geschäfte

Die deutschen Verbraucher erwarten laut einer Umfrage eine Verschlechterung der Wirtschaftslage. Auch ihre eigene Einkommenssituation bewerten sie skeptischer. Trotzdem wollen sie künftig mehr Geld ausgeben. Konsumforscher erklären den Widerspruch mit der Angst vor steigender Inflation.

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Deutsche Fußgängerzone: Kaufen gegen die Angst

Berlin/Nürnberg - Die Ergebnisse klingen paradox: Laut der monatlichen Umfrage des Marktforschungsinstituts GfK bewerten die Deutschen die wirtschaftliche Lage im August deutlich skeptischer als noch im Juli. Trotzdem wollen sie in Zukunft mehr größere Ausgaben tätigen.

Insgesamt sank der Konsumklima-Index für August laut GfK auf 5,3 Punkte, nach 5,5 Punkten im Juli. Für September erwarten die Marktforscher ein weiteres leichtes Minus auf 5,2 Punkte.

Der Konsumklima-Index errechnet sich aus mehreren Teilbereichen. Grund für den Rückgang sind vor allem die verschlechterten Konjunkturerwartungen der Befragten: "Die Verschärfung der internationalen Schuldenkrise und die zunehmende Angst vor einem Rückfall der Weltwirtschaft in die Rezession haben beim Konjunkturoptimismus der Bundesbürger deutliche Spuren hinterlassen", sagte GfK-Experte Rolf Bürkl. "Die Bundesbürger befürchten, dass auch die deutsche Konjunktur von der weltweiten Schwächephase angesteckt werden kann, wenn sich die Exportaussichten spürbar eintrüben."

Die globalen Börsen sind seit einigen Wochen auf Talfahrt, da die Anleger eine kräftige Abkühlung des Wirtschaftswachstums befürchten. Auch die Stimmung der deutschen Firmen hat sich zuletzt deutlich eingetrübt, wie der überraschend starke Rückgang des Ifo-Geschäftsklimas zeigte. Die gesamte Wirtschaft legte im zweiten Quartal nur noch um 0,1 Prozent zu, nach starken 1,3 Prozent zum Jahresanfang.

Bei der Frage nach ihren Einkommenserwartungen seien viele Verbraucher deshalb inzwischen längst nicht mehr so zuversichtlich wie noch vor einigen Monaten, stellte die GfK fest. Viele Haushalte befürchteten, dass die wegen der Schuldenkrise geschnürten EU-Hilfspakete auch den deutschen Staat zu höheren Steuern zwingen könnten.

Das Geld sitzt bei den Verbrauchern dennoch weiter locker. Laut Umfrage stieg ihre Bereitschaft zu größeren Anschaffungen im August an. Die GfK erklärt dass zum einen mit der weiter guten Lage auf dem Arbeitsmarkt. Zum anderen dränge aber auch die Debatte um die Schuldenkrise manchen Verbraucher zum Kaufen: "Viele Bundesbürger fürchten um die Stabilität ihrer Währung und legen folglich ihr Geld eher in werthaltigen Anschaffungen an, als es auf die hohe Kante zulegen", sagte Experte Bürkl. Dies belege auch der starke Rückgang der Sparneigung im August.

stk/Reuters/AfP/dpa

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insgesamt 7 Beiträge
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1. Billiger muss nicht gut sein...
WM71 25.08.2011
Leider bekommt man dann für das eingesparte Geld so dann und wann auch das entsprechende Auto...
2. Ja und?
Flari 25.08.2011
Zitat von WM71Leider bekommt man dann für das eingesparte Geld so dann und wann auch das entsprechende Auto...
Dafür gibt es dann eben 2012 den nächsten entsprechenden Test.
3. endlich geschafft !
wwwwebman 25.08.2011
der dumme konsument ist jetzt endlich auch der meinung, dass exzessives geldausgeben zu mehr wohlstand führt - dank an unsere schlauen politiker, die "faulen" griechen, die ezb, ...
4. (°_*)
floydpink 25.08.2011
"Das Geld sitzt bei den Verbrauchern dennoch weiter locker." Oh Mann, wo haben die alle die Kohle her?? Ich muss gerade € 1000.- Steuern nachzahlen und weiss noch gar nicht, wo ich die hernehme.
5. .
HighFrequency 25.08.2011
Zitat von sysopWer im Urlaub mobil sein möchte*und preisbewusst zugleich, sollte den Mietwagen über ein Vermittlungsportal im Internet buchen. Laut einer Erhebung der Stiftung Warentest kann man so bis zu 370 Euro pro Woche sparen. http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,782405,00.html
Ich fühle mich bei Spiegel Online mal wieder bestens informiert!
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